Rückblick

Hünsborner spielte gegen Schalke-Stars Raúl und Huntelaar

Die Hünsborner Fußballer (von links) Jens Halbe, Daniel Alfes, Mike Brado mit der Schalker Legende Olaf Thon (2. von rechts) im Parkstadion. Die Auswahl spielte gegen das damalige Aufgebot der Knappen mit Raúl und Huntelaar.

Die Hünsborner Fußballer (von links) Jens Halbe, Daniel Alfes, Mike Brado mit der Schalker Legende Olaf Thon (2. von rechts) im Parkstadion. Die Auswahl spielte gegen das damalige Aufgebot der Knappen mit Raúl und Huntelaar.

Foto: Privat

Hünsborn.  Von Hünsborn nach Schalke, das gelang Mike Brado. Er erinnert sich an das Match gegen Stars wie Raúl und wie er sich Asamoahs Trikot sicherte.

Einmal gegen die Schalker Profis antreten: Für Jens Halbe, Mike Brado und Daniel Alfes von RW Hünsborn wurde dieser Traum im Juli 2008 wahr. Rüdiger Kinkel, zu jener Zeit Vorsitzender des Fördervereins von Rot-Weiß Hünsborn, hatte mit seinem Versicherungsbüro die Möglichkeit, einen solchen Traum zu erfüllen. „Diese drei Hünsborner Spieler sind über mein Büro bei Victoria versichert und diese Versicherung war Hauptsponsor von Schalke 04“, erklärte Rüdiger Kinkel, „so ergaben sich diese Möglichkeiten, auch für den Verein etwas Gutes zu tun.“

Aus ganz Deutschland trafen Bewerbungen von Amateurfußballern ein, die auf dem Schalker Vereinsgelände gegen die „Knappen“ spielen wollten. Rüdiger Kinkel: „Mit unserem damaligen Trainer Bernd Krämer wurde diese Auswahl getroffen“. Es wurden 50 Fußballer von der Kreisklasse bis zur Verbandsliga für ein erstes Casting ausgesucht.

Olaf Thon leitete Casting für das Spiel gegen den FC Schalke

Im Juni 2008 ging es nach Gelsenkirchen, um sich unter der Leitung von Olaf Thon und einem mehr als zehnköpfigen Schalker Betreuerstab für das Spiel zu empfehlen. Zwei Tage lang stand nicht nur Fußball auf dem Programm, sondern auch intensive Fitness-Tests im Gesundheitszentrum „Medicos“, sowie eine Stadionführung durch die Schalker Arena.

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Mike Brado, Daniel Alfes und Jens Halbe schafften den Sprung ins endgültige 20-er Aufgebot. „Natürlich erinnere ich mich noch an dieses Spiel“, erklärt Mike Brado, der aktuell beim FC Altenhof spielt, „damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Auf der Schalker Seite waren Benedikt Höwedes, Fabian Ernst und Gerald Asamoah im Einsatz.“ Trainer der Knappen-Mannschaft war ein gewisser Frank Rutten. Brado: „Es war ja nicht so, dass man im Vorfeld etwas geschenkt bekam. Man musste schon das Trainerteam um Olaf Thon, das alles genau notierte, überzeugen.“

Ehrenplatz für Asamoahs Trikot

Er erinnert sich an den „heißen Fight“ mit Gerald Asamoah. Nicht um den Ball in diesem Fall, sondern: „Um sein Trikot zu ergattern,“ klärte Brado auf. Mit Erfolg. „Er ist ein toller Typ. Das Trikot hat einen Ehrenplatz bei mir zu Hause, verbunden mit tollen Erinnerungen an einen schönen Tag im Parkstadion“.

Man sieht sich im Fußballleben meistens zwei Mal. Das gilt auch für Mike Brado. 2011 spielte diese Auswahl nicht in der Baustelle Parkstadion sondern als Ergo-Nationalmannschaft in der Schalke Arena. „Ich wurde wieder zu diesem Fußballevent eingeladen,“ berichtet Brado, „das Testprogramm war das Gleiche wie drei Jahre vorher.“ Olaf Thon empfing den Hünsborner mit großem Hallo: „Dich kenne ich ja noch vom letzten Mal.“

Beim Abschiedsspiel von Bordon durfte er noch mal ran

Nur war diesmal alles noch eine Nummer größer. „Wir haben vor 30.000 Zuschauern das Vorspiel zum Abschiedsspiel von Marcelo Bordon, einer ganz großen Schalker Legende, gemacht. „Im ersten Durchgang konnten wir noch einigermaßen dagegen halten. Mit etwas Glück wären wir in sogar Führung gegangen, doch es sollte nicht sein“, erklärt Mike Brado, „diese Begegnung war für mich noch höher einzuordnen als die erste Begegnung im Parkstadion“.

Nachvollziehbar, denn, so Brado: „Bei diesem Spiel von Marcelo Bordon spielten wir gegen Raúl, Ralf Fährmann, Julian Draxler, Klaas-Jan Huntelaar, Benedikt Höwedes, oder auch Lewis Holtby. Übrigens: Klaas-Jan Huntelaar und auch Raúl sind ganz coole und umgängliche Typen gewesen. Keiner hat den großen Star raushängen lassen“.

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