Fußball-Landesliga

SC Drolshagen nimmt ein 2:2 mit - besser als gar nichts

Volles Risiko: Der Drolshagener Christopher Koch knallt aus 25 Metern auf das Werdohler Tor. Der Ball kommt auch gut, geht aber am Gehäuse vorbei.

Volles Risiko: Der Drolshagener Christopher Koch knallt aus 25 Metern auf das Werdohler Tor. Der Ball kommt auch gut, geht aber am Gehäuse vorbei.

Foto: Lothar Linke

Werdohl.  Mit einem 2:2 trennten sich die FSV Werdohl und der SC Drolshagen im Kellerduell der Fußball-Landesliga schlechthin.

Ob vom Winde zerzaust oder von Abstiegsangst blockiert: Beides prägte das Landesligaspiel am sturm-umwehten Sportplatz Riesei in Werdohl zu gleichen Teilen. Und Champagner-Fußball ist halt nicht zu erwarten, wenn das Schlusslicht FSV Werdohl auf den Zweitletzten SC Drolshagen trifft. Wohl aber, dass sich beide Unentschieden trennen würden. Immerhin fielen Tore, vier an der Zahl, beim 2:2 vor einer spärlichen Kulisse von 90 Zuschauern.

Auch Holger Burgmann, Trainer des SC Drolshagen, sah beide Faktoren gegeben. „Sicher war eine gewisse Nervosität dabei,“ sagte er. Daher lobte er vor allem die Szenen, in denen seine Mannschaft das einfache Spiel, die einfache Lösung, vorzog. „Das haben wir allzu oft vernachlässigt und zu viele Fehlpassquoten gehabt.“

Wie ist der Punkt ein zuordnen? „Besser als keiner,“ antwortete Burgmann, „hätten wir hier verloren, wäre es ganz schlecht gewesen.“ Aufgrund der Chancen wäre mehr drin gewesen für Droshagen, klar. Aber dem Dreier standen nicht nur ausgelassene Möglichkeiten im Wege, sondern auch unglückliche Gegentore.

Wie das 0:1 in der 24. Minute durch Philipp Gryn, dem ein Ballverlust 30 Meter vor dem SCD-Tor vorausging. Oder war es sogar ein Foul? Jedenfalls blieb der Drolshagener Philipp van Gerven nach dem Zweikampf mit dem Werdohler Ballführenden lange liegen. Burgmann: „Er hast ihn touchiert, er hat ihn weggedrückt. Kann man pfeifen, er hat’s halt nicht gemacht.“

Unnötige Gegentore

Van Gerven selbst erklärte: „Ich habe ihn nicht kommen sehen, er hat mich getroffen“. Er wollte aber in der Rückschau kein Foul monieren. Vielmehr bedauerte er, dass Chancen genug da waren für seine Mannschaft, die aber nicht verwertet wurden. Und dann die „Eier“, die man sich, so van Gerven, gefangen habe. Kein Widerspruch. Auch dazu zählt das 0:1. Zu den vermeidbaren Gegentreffern. Denn nach dem Ballverlust habe die Abwehr „noch zwei Mal die Gelegenheit zu klären,“ so Holger Burgmann.

Ein Ei war auch das 2:1 für die Werdohler durch Konstantnos Sarris in der 54. Minute. Es entsprang einem abgefälschten Freistoß. Einem „Ping-Pong-Ball,“ wie Burgmann es formulierte. Abgesehen davon, dass er in die Kategorie „unglücklich“ gehörte, hatte dieser Treffer zudem den Makel aus Drolshagener Sicht, dass er die Freude über Christian Rieders 1:1-Ausgleich nach nur sechs Minuten zerstörte.

Ein Lob gebührt den Drolshagenern, dass sie nie aufsteckten. Dem 2:2 war die Buscheid-Elf in der 63. Minute ganz nah, als Kapitän Oliver Weuste mit einem Strahl, aus 20 Metern die Torlatte traf.

Besorgt hat es allerdings ein Joker. Der erst in der Winterpause von Türk Geisweid zum SCD gestoßen war und gestern - abgesehen von ein paar Testspieleinsätzen - sein Debüt gab: Prince Forson Laryea. Ihn wechselte Burgmann in der 67. Minute ein und bewies damit das berühmte Goldene Händchen. Der Eingewechselt selbst sorgte für einen Glanzpunkt, eine verrückte Szene an diesem ansonsten tristen Nachmittag. Seine Flanke klatschte, wohl auch mit Hilfe von Sturm „Victoria“, an den langen Innenpfosten des FSV-Gehäuses zum 2:2.

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