TV Olpe

„Sieg oder Hellersen“ macht Karriere

Hellersen-Geschäftsführer Dirk Burghaus (mit Schal) sowie die Handballabteilung des TV Olpe, Dirk Rumpff, Mathias Wieland, Uwe Schmidt (Abteilungsleiter), Steffen Schmidt (sportlicher Leiter) und Thomas Krawitz (Stellv., alle von links) präsentieren das neue Outfit.

Hellersen-Geschäftsführer Dirk Burghaus (mit Schal) sowie die Handballabteilung des TV Olpe, Dirk Rumpff, Mathias Wieland, Uwe Schmidt (Abteilungsleiter), Steffen Schmidt (sportlicher Leiter) und Thomas Krawitz (Stellv., alle von links) präsentieren das neue Outfit.

Foto: Lothar Linke

Olpe.  Die Handballer des TV Olpe und die Sportklinik in Lüdenscheid kooperieren.

„Sieg oder Hellersen.“ Klingt zunächst unverfänglich. Aber weil hinter der Vokabel „Hellersen“ eine Sportklinik in Lüdenscheid steckt, könnten sensible Gemüter diese Parole als martialisch auffassen.

Dabei gehört sie zumindest in Olpe seit fast 40 Jahren zu den geflügelte Worten. Worte, die obendrein auch noch auf höchster Profifußball-Ebene Karriere gemacht haben. Denn sie sind mittlerweile auch an einer Balustrade im Westfalenstadion Dortmund als offizieller Werbeslogan zu sehen.

Hinein ins Getümmel

Geboren ist „Sieg oder Hellersen“ in Olpe. Sagt Uwe Schmidt. Der Abteilungsleiter Handball beim TV Olpe klärt über die Hintergründe auf: „Das heißt nichts anderes als: Letzte Minute, voller Körpereinsatz, jetzt gibt’s nur eines: Tor oder Hellersen.“ Hinein ins Getümmel, hinein in den Kreis, koste es, was es wolle, zur Not die eigene Unversehrtheit. Später wurde das Wort „Tor“ durch „Sieg“ ersetzt. Denn was ist im Handball schon ein Treffer verglichen mit einem Sieg?

Nur: Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Ganz einfach: Dirk Burghaus, Geschäftsführer der Sportklinik Hellersen, ist ehemaliger Handballspieler des TV Olpe. Er gehörte dereinst der legendären Zweiten an, „das ist die Mannschaft, die ohne Training zehn Jahre lang nicht in die Kreisliga abgestiegen ist,“ lacht Uwe Schmidt. Und wer war Trainer dieser Ansammlung von Handball-Virtuosen? Genau: Uwe Schmidt.

Treffen im Samos

Schmidt wiederum traf in der Kult-Gaststätte Samos in Olpe zufällig seinen Ex-Spieler Dirk Burghaus wieder. Es dauerte nicht lange, bis „Sieg oder Hellersen“ und die gemeinsame Erinnerung daran auf den Tisch kam. Burghaus musste nicht lange überlegen. Uwe Schmidt: „Dirk fand den Spruch sowas von geil, dass er sagte: Mit dem können wir marketingmäßig was machen.“ Irgendwann erreichte Uwe Schmidt dann auch der Anruf aus Lüdenscheid und kurz drauf fand ein Treffen statt. Mit dem Ergebnis, dass die Sportklinik Hellersen nun Trikotsponsor und zweiter Hauptsponsor beim TVO ist.

Wie sieht die Unterstützung aus? „Mit Geld logischerweise,“ antwortet Dirk Burghaus, „ansonsten auch Trikots, Auswärtstrikots. Alles was dazu gehört.“ Auf zwei Jahre ist die Kooperation zunächst festgelegt, und es ist keine rein monetäre Sponsor-Zusammenarbeit, wie Dirk Burghaus erklärt: „Wir werden während dieser Zeit auch über Kadertestungen sprechen. Das heißt: den Spielern die Möglichkeit geben, sportmedizinische Tests zu machen, so wie Profispieler oder Schiedsrichter bei uns in der Klinik getestet werden.“

Wie reagiert die Handballszene?

Für eine Klinik ist diese Art der Werbung nicht alltäglich. Aber: „Wir betreiben als Handballer nun mal eine verletzungsträchtige Sportart,“ weiß Uwe Schmidt nur zu gut, „dazu sind wir mit diesem provokanten Spruch in ganz Südwestfalen unterwegs, also auch im Einzugsgebiet von Hellersen. Da bot sich natürlich an, etwas gemeinsam zu machen.“

Spannend wird sein, zu sehen, wie die Handballszene reagiert. Flößt der Spruch dem Gegner einen derartigen Respekt ein, dass er sich kaum aus der Kabine traut? Oder macht er ihn erst richtig heiß? Uwe Schmidt mochte sich da nicht festlegen: „Es wird manchen Gegner und manchen Zuschauer wundern, wenn da eine Mannschaft des TV Olpe aufläuft mit dem Spruch: Sieg oder Hellersen.“ Davon ist auszugehen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben