Westfalenliga

Später Handelfmeter kostet FC Lennestadt das 1:1

André Friedrichs (links) gegen David Yeboah, den Torschützen zum 0:1.

André Friedrichs (links) gegen David Yeboah, den Torschützen zum 0:1.

Foto: Michael Meckel

Lennestadt.  Der FC Lennestadt verlor gegen Concordia Wiemelhausen durch einen umstrittenen Handelfmeter in der 86. Minute mit 1:2.

Das OE-Duo an der Tabellenspitze der Fußball-Westfalenliga ist gesprengt. Denn der FC Lennestadt kassierte im dritten Heimspiel gegen Concordia Wiemelhausen mit 1:2 (1:1) seine erste Heimniederlage. Damit rutschte der FCL aufgrund der um drei Tore schlechteren Tordifferenz hinter Aufsteiger SV Hohenlimburg auf Platz drei ab.

Umstrittener Freistoß vor Elfmeter

Es war eine ärgerliche und bittere Niederlage für den FCL. Denn bis zur 86. Minute roch nach einem 1:1. Doch dann gab es nach einem Kopfballduell rund 20 Meter vor dem FCL-Tor einen Freistoß für die Gäste. Marco Holterhoff soll seinen Gegenspieler nach Ansicht von Schiedsrichter Martin Pier geschoben haben. Bei dem Freistoß soll dann ein FCL-Spieler in der Mauer den Ball an den Arm bekommen haben. So richtig bekam das niemand mit. Es gab aber auch kaum Proteste der FCL-Spieler. FCL-Torwart Kevin Schulte gab nach dem Spiel zu: „Da war eine Hand mit im Spiel, aber ich weiß nicht von wem.“ Xhino Kadiu Kadiu war es egal. Er verwandelte den Strafstoß sicher zum 1:2.

FCL-Trainer Jürgen Winkel ärgerte sich mächtig über den späten Knockout. „Der Freistoß, der zum Elfmeter führte, war ein Witz, wenn ich sehe, was sonst an Zweikämpfen laufen gelassen wurde. Dazu hat der Wiemelhauser den Tatort geschickt vier bis fünf nach vorne verlegt. Dann steht die Mauer eben im Strafraum. Ich finde es schade, wenn ein Schiedsrichter so entscheidend ins Geschehen eingreift. Ob eine Hand im Spiel war, weiß ich nicht. Aber wenn man durch so einen Elfmeter verliert, ist das schon bitter.“

Insgesamt wäre, auch nach Ansicht von Gäste-Trainer Jürgen Heipertz, ein 1:1 gerecht gewesen. Von Beginn an war es ein gutes Spiel von beiden Seiten. In der 17. Minute ging Wiemelhausen in Führung. Yeboahs Sechs-Meter-Schuss aus spitzem Winkel sah dabei nicht ganz unhaltbar aus. Der FCL kämpfte sich zurück und erzielte in der 41. Minute das verdiente 1:1. Florian Friedrichs schlenzte den Ball aus 18 Metern herrlich in den rechten Winkel.

Die Gastgeber blieben nach der Pause am Drücker. In der 51. Minute hatten die FCL-Fans den Torschrei schon auf den Lippen.

Schmidts klärt glänzend gegen Schmidt

Doch einen Kopfball von Christian Schmidt aus sechs Metern Metern lenkte Gäste-Torwart Thorben Schmidt mit einem tollen Reflex über die Querlatte. Die zweite ganz große Chance zum 2:1 hatte Moritz Thöne, aber sein Schuss flog knapp am linken Pfosten vorbei. In der Schlussphase kamen die Gäste wieder besser auf. Zwei Mal konnte Kevin Schulte glänzend klären. Und dann kam eben die ominöse 86. Minute mit dem bereits beschriebenen Elfmeter zum 2:1 für Wiemelhausen.

Jürgen Winkel lobte den Auftritt seiner Mannschaft: „Mir tut es leid für meine Jungs, die wieder eine Riesenleistung geboten haben. Ich glaube, ein 1:1 wäre in Ordnung gewesen. Wir haben gezeigt, dass wir auch gegen starke Mannschaften konkurrenzfähig sind. Und dass wir nicht von ungefähr so weit oben stehen, sieht man auch. Wir müssen sehen, dass wir in den nächsten Spielen wieder punkten, dann ist alles in Ordnung.“

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