Handball

TV Olpe gewinnt am Ende deutlich gegen HSG Lüdenscheid

Der TV Olpe kann nach dem 28:21-Heimsieg gegen die HSG Lüdenscheid zu Recht jubeln.

Der TV Olpe kann nach dem 28:21-Heimsieg gegen die HSG Lüdenscheid zu Recht jubeln.

Foto: meinolf Wagner

Olpe/Attendorn.  Sowohl die Handballer des TV Olpe in der Landesliga als auch der Bezirksligist SG Attendorn/Ennest gestalteten ihre Spiele erfolgreich.

Das Kontrastprogramm hätte nicht krasser sein können. Hier die von Personalnot gebeutelte HSG Lüdenscheid und auf der anderen Seite Gastgeber TV Olpe, der bis auf Torhüter Marc Rumpff und Andre Genz (beide beruflich verhindert) in voller Kapelle antreten konnte. So musste der Olper David Mesewinkel der vorher in der zweiten Mannschaft spielte eine Doppelschicht absolvieren.

„Nehmt das Spiel vom Kopf her ernst, denn es wird schwierig“, mahnte der Olper Trainer Jo Braun seine Mannschaft. Der Olper Coach sollte im Gesamtpaket recht behalten: „Heute gab es keinen Schönheitspreis. Lüdenscheid hat alles kämpferisch in die Waagschale geworfen. Wäre der Lüdenscheider Torjäger Phil Lausen kurz vor der Pause nicht verletzt ausgeschieden, wäre es eng geworden, auch bin ich mit den Angriffsleistungen nicht zufrieden“.

Die WDR-Lokalzeit Südwestfalen war vor dem Spiel in der Kreissporthalle aufgeschlagen, um einen kleinen Film über den Slogan des TV Olpe „Sieg oder Hellersen“ zu drehen. Diesmal traf „Sieg“ zu, und zwar mit 28:21 recht deutlich. Olpe führte zur Pause unter dem Strich verdient mit 14:12 (14:12).

Zwei Rückschläge für die Gäste

Die Kreisstädter gingen schnell mit 4:1 durch Oussama Lajnef in Führung. Es schien, als solle alles seinen ganz normalen Gang im Sinne der TVO-Sieben ablaufen. Aber im Laufe der ersten 30 Minuten kam der Tabellenletzte HSG Lüdenscheid immer besser ins Spiel, während die Gastgeber sich durch leichte Fehler selbst in die Bredouille brachten. Gutes Verschieben der Gäste mit einem guten Torhüter Luan Ferizi brachte die Braun-Schützlinge zeitweise aus dem Tritt.

Durch Ben Schmidt kamen die Gäste aus dem märkischen Kreis noch auf 12:14 zur Pause heran. Erschwerend für sie war der verletzungsbedingte Ausfall ihres Kapitäns Phil Lausen kurz vor der Pause. Hinzu kam eine rote Karte gegen Marcel Wight in der 35. Minute. Er hatte Lajnef in den Wurfarm gegriffen.

Nach dem Seitenwechsel zogen die Hausherren durch Tom Fuhrmann auf 20:15 davon und alles sah einer ganz deutlichen Angelegenheit aus. Die HSG bewies ganz große Moral mit dem personell reduzierten Kader und kam auf 22:19 heran, als Jens Rittenthaler einen unnötigen Olper Ballverlust nutzen konnte. Letzten Endes fehlte in den entscheidenden Szenen die Durchschlagskraft. Schwache HSG-Abschlüsse und der im zweiten Durchgang eingesetzte Olper Torhüter David Mesewinkel verhinderten weitere Lüdenscheider Treffer. Körpersprache, Einstellung , aber nur das Angriffsspiel war überschaubar und verbesserugswürdig.

Sahnehäubchen Kempa-Trick

Der Olper Kreisläufer Rick Fedec (49.) brachte mit einer Energieleistung die Kreisstädter mit 23:19 auf die Siegerstraße. Das Sahnehäubchen in dieser Partie war der Kempa-Trick von Oussama Lanjef (54.). Vorher hatten die Bergstädter die zweite rote Karte kassiert. Daniel Adam hatte wegen eines Schlages ins Gesicht von Oussana Lanjef (50.) ebenfalls den roten Karton gesehen. „Die Mannschaft hat kämpferisch überzeugt, aber der verletzungsbedingte Ausfall von Phil Lausen kurz vor der Pause nach einer rüden Attacke, die von den Schiedsrichtern nicht geahndet worden war, war entscheidend“, bilanzierte Michael Mirus, der Mannschaftsverantwortliche der HSG Lüdenscheid.

Attendorn/Ennest unaufhaltsam

Bezirksligist SG Attendorn/Ennest ist nach dem 30:24 (14:12)-Auswärtssieg beim VfS Warstein das Maß aller Dinge in der Liga und liegt mit 12:0-Punkten vorne. Die Hansestädter führen dank des besseren Torverhältnisses vor der HSG Gevelsberg/Silschede II die Tabelle an.

In der Anfangsphase kamen die Heimes-Schützlinge im Hochsauerland nicht richtig ins Spiel. Es wurde nicht richtig zugepackt, der Warsteiner Jonas Schmidt traf nach Belieben. Im Laufe der ersten Halbzeit kam der Tabellenführer immer besser ins Spiel. Grund: Der Attendorner Lars Müller nahm Jonas Schmidt komplett aus dem Spiel. Nach einer Schwächeperiode im ersten Durchgang brachte Lars Müller sein Team (20.) mit 11:7 in die Spur.

In der zweiten Halbzeit war der Tabellenführer deutlich stabiler und lag zeitweise mit vier bis fünf Toren vorne. Die Gastgeber konnten nur kämpferisch überzeugen. Der Sieg war auch in der Höhe verdient. „Meine Forderung an die Mannschaft, in der Defensivarbeit eine Steigerung zu bringen, war der Grundstein für den doppelten Punktgewinn. Es waren Big-Points“, bilanzierte SGA-Trainer Christof Heimes, „entscheidend war der Verbund zwischen den Torhütern Marcel Selter und Jan Berkenhagen“.

TV Olpe: Ben Fuhrmann, Mesewinkel; Kromer (1), Droege (3) , Lajnef (5/4), Strack (2), Krause (2) , Fedec (1), Heinrich( 6), Boelsing , Ohm (2) , Tom Fuhrmann (5), Stahl (1).

SG Attendorn/Ennest: Selter, Jan Berkenhagen; Lars Müller (6/1), Schmidt (6/1), Jan-Frederick Heimes (4), Köster (3), Benninghaus (3), Kopperberg (3), Vogt (2), Fernholz (1), Steffen Springob (1), Jonas Springob (1), Schneider.

Kreisliga A: TV Olpe II – SU Altena 24:18; HSV Plettenberg/Werdohl II – HSG Lennestadt/Würdinghausen 25:25.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben