Landesliga

Wer fährt am Buscheid die Ernte ein?

Ohne Punkt kehrt der SC Drolshagen (rechts Sinan Kesen) vom letzten Spiel in Langenholthausen zurück. Kesen wird gegen Hünsborn beruflich bedingt fehen.

Ohne Punkt kehrt der SC Drolshagen (rechts Sinan Kesen) vom letzten Spiel in Langenholthausen zurück. Kesen wird gegen Hünsborn beruflich bedingt fehen.

Foto: Dietmar Reker

Drolshagen/Hünsborn.  Bereits am Freitag um 19.30 Uhr tragen der SC Drolshagen und RW Hünsborn in Landesliga-Fußballspiel aus.

Was den Wendschen ihre Kärmetze, ist den Drolshagenern ihr Erntefest. Deshalb ist Landesliga-Aufsteiger SC Drolshagen den Verantwortlichen von RW Hünsborn sehr dankbar, dass sie frühzeitig einer Vorverlegung des Kreisduells auf Freitagabend zugestimmt haben.

Die beiden letzten Ergebnisse fallen ernüchternd aus. Mit 0:3 und 0:4 gingen die Spiele gegen die Mitaufsteiger Hagen 11 und Langenholthausen verloren. „Bei uns gibt es aber keine Krisenstimmung“, stellt Tobias Stahlhacke klar. Der Sportliche Leiter des SC Drolshagen zieht eine Parallele zur Situation in der Bezirksliga „vor fünf bis sechs Jahren“. Stahlhacke: „Wir befinden uns in einem Lernprozess und müssen ein bisschen anders spielen, dreckiger und mehr ergebnisorientiert.“

Reichlich Personalprobleme

Hagen 11 als Tabellenführer und der TuS Langenholthausen zuletzt mit vielen erfahrenen Spielern haben es vorgemacht.

Daran wollen und müssen sich die Burgmann-Schützlinge orientieren. „In der Landesliga wird schneller und kaltschnäuziger gespielt“, hat Tobias Stahlhacke erkannt.

Zu den etablierten Teams in dieser Spielklasse gehört der Gast aus Hünsborn. „Eine gute Mannschaft mit wenig Fluktuation“, hat Stahlhacke großen Respekt vor den Rot-Weißen. Der Sportliche Leiter kennt den in Schreibershof wohnenden Luca Künchen seit dessen Zeit in der E- oder D-Jugend. „Luca ist ein guter Junge. Das tut mir wirklich leid“, bedauert Stahlhacke die Kreuzbandverletzung des jungen Hünsborner Angreifers. Das gilt auch für Sturmkollege Marius Uebach, der nach seinem zweiten Kreuzbandriss wieder langfristig ausfällt.

„Ziele neu stecken“

Auch die Platzherren haben reichlich personelle Probleme. So fehlt am Freitag gleich ein halbes Dutzend Stammspieler. Verletzt fallen aus: Theo Maiworm (Meniskus- und Kreuzbandanriss), Eike Pfeiffer (Patellasehnen-Operation), Ahmet Suna (Aufbautraining). Dazu kommen die Urlauber Johannes Knorn und Eike Stute-Sönnecken, der beruflich verhinderte Sinan Kesen und Yannik Bieker, der gegen Langenholthausen Gelb-Rot sah. Tobias Stahlhacke will aber nicht jammern: „Wir waren immer dann stark, wenn wir unter Druck gestanden haben.“

Andreas Waffenschmidt nimmt die lange Ausfall-Liste des Gegners zur Kenntnis, will sie aber nicht überbewerten. „Wer fehlt, ist Schall und Rauch. Wir sind nicht der Top-Favorit. In Drolshagen war es immer unangenehm zu spielen“, weiß Hünsborns Trainer noch aus seiner Freudenberger Zeit. Erst nach dem Freitagsspiel gegen den Aufsteiger will sich Waffenschmidt mit der Partie gegen Langenholthausen „auf Schalke“ beschäftigen. Bis dahin ist der Landesliga-Ausflug nach Gelsenkirchen für den Übungsleiter kein Thema. „Wir haben jetzt Drolshagen vor der Brust. Danach können sich von mir aus alle auf das Schalke-Spiel stürzen.“

Nach dem Ausfall von Künchen und Uebach ist es für Waffenschmidt an der Zeit, „im ganzen Verein die Ziele neu zu stecken“. „Wir müssen uns mit der Realität beschäftigen“, macht sich Andreas Waffenschmidt nichts vor, dass die Klasse des verletzten Sturmduos nicht ersetzt werden kann. „Wir müssen punkten, um nicht unten rein zu rutschen“, hat sich Hünsborns Coach von den ursprünglichen Saisonzielen schon verabschiedet. Dieter Niklas bleibt im Landesligakader. „Das tut der zweiten Mannschaft weh“, weiß Waffenschmidt. Neuzugang Simon Weber fehlt zwei Wochen.

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