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Huckestein und Reiher: Olper Jungs im Bundesligaduell

Denis Huckestein (links) und Marius Reiher.

Denis Huckestein (links) und Marius Reiher.

Foto: WP

Olpe.  1. FC Köln gegen den SC Paderborn: Das ist auch für die Ex-Fußballer der SpVg Olpe, Marius Reiher und Denis Huckestein, ein besonderes Duell.

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Als Spieler der SpVg Olpe feierten sie gemeinsam große Erfolge. Am Sonntag stehen sich ihre neuen Vereine gegenüber. In der Bundesliga.

Die beiden ehemaligen Kreuzberg-Kicker sind als Scouts tätig und immer auf der Suche nach neuen Talenten für ihre Teams. Reiher beim Aufsteiger aus Paderborn, Huckestein am Rhein. „Das ist mein absoluter Traumjob“, schwärmt Marius Reiher über seine Tätigkeit in Ostwestfalen. Während seines Studiums der Sportwissenschaften suchte der Stürmer noch einen Nebenjob im Fußballbereich. Der SC Paderborn, damals sportlich aus der dritten Liga abgestiegen suchte noch Talentspäher. Für Reiher die Eintrittskarte in den Klub. Danach ging alles ganz schnell. Durch den Lizenzentzug von 1860 München hielt der SC Paderborn die Klasse doch.

Was folgte, war ein Durchmarsch in die Bundesliga. Der Aufsteiger setzt nun vermehrt auf eine starke Scouting-Abteilung. Seit Anfang des Jahres ist Reiher nun sogar hauptamtlich im Team von Chefscout Mirko Vogt angestellt. „Das Scouting fasziniert mich“, betont der ehemalige Olper.

Ebenfalls seit dem Frühjahr ist Denis Huckestein beim 1. FC Köln. Zuvor sammelte er beim Regionalligisten Wacker Nordhausen erste Erfahrungen mit dem Scouting. Nun ist der ehemalige Kapitän der SpVg Olpe am Rhein tätig, wo er auch an der Sporthochschule studiert.

Niveau noch einmal deutlich höher

„Die ersten Monate sind natürlich mit der Meisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg super gelaufen. Jetzt in der 1. Bundesliga macht die Arbeit nochmal mehr Spaß und ist interessanter, weil das Niveau einfach deutlich höher ist als in Liga zwei. Ich bin hier für die Gegneranalyse zuständig. Das ist im Profibereich natürlich mit ganz anderen Möglichkeiten verbunden als zuvor in Nordhausen. Hier hast du spezielle Analyseprogramme, Videomaterial von jedem Spiel, Daten zu jedem Spieler und jeder Mannschaft“, erklärt Huckestein.

Am Sonntag gibt es nun das Aufeinandertreffen der ehemaligen Mitspieler. Beide sind weiterhin gut miteinander befreundet und haben eine hohe Meinung voneinander. „Es war eine super Zeit, wir haben ja seit der B-Jugend zusammengespielt. Marius ist ein super Zocker, es hat immer Spaß gemacht, mit ihm zu spielen“, erinnert sich Huckestein. Speziell die Mannschaftsfahrten sind in Erinnerung geblieben. „Das waren absolute Highlights. Genau wie der Aufstieg in die Westfalenliga“, ergänzt Reiher. Noch heute besteht regelmäßiger Kontakt der beiden Ex-Mitspieler. „Manchmal treffen wir uns auch, wenn es die Zeit zulässt. Vergangene Woche beispielsweise haben wir uns gemeinsam das Spiel zwischen Bamenohl und Gerlingen angesehen. Ansonsten telefonieren wir auch regelmäßig“, sagt der jetzige Paderborner.

Am Sonntag bleibt das Handy wohl still. „Das Spiel ist enorm wichtig für beide Vereine. Natürlich habe ich mich mit Marius darüber ausgetauscht. Ich habe das große Glück und kann mir das Spiel im Stadion ansehen“, sagt Huckestein. Für Reiher sieht es nicht ganz so gut aus, er befürchtet, dass sein Arbeitgeber ihn am Sonntag auch zu einer anderen Begegnung schicken könnte.

Die Verbundenheit bleibt

Auch den Kontakt zu ihrem ehemaligen Verein versuchen die beiden weiterhin zu pflegen. „Ich bin mit einigen ehemaligen Mitspielern heute immer noch gut befreundet, daher bekomme ich schon regelmäßig mit, was bei der Spielvereinigung und den anderen Vereinen los ist“, verrät Huckestein. Bei Marius Reiher, der in Ostwestfalen lebt, ist die Sache schon schwieriger. „Ich bin, sofern es die Zeit zulässt, noch häufiger in Olpe. Leider habe ich es diese Saison noch nicht geschafft, ein Spiel zu besuchen. Natürlich beobachte ich aber aus der Ferne, was dort passiert, da ich zum einen noch viele Spieler kenne und zum anderen habe ich die längste Zeit meiner fußballerischen Laufbahn dort verbracht. Die Verbundenheit besteht also weiterhin“, sagt Reiher.

Jetzt bleibt nur noch abzuwarten, welcher Olper das Kellerduell für sich entscheiden kann.

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