Handball

Mendener „Wölfe“ wollen Trendwende: Sie bauen auf ihre Fans

Im Spiel die SG Schalksmühle/Halver mussten sich mutlose Wölfe geschlagen geben – jetzt keimt die Hoffnung wieder auf.

Im Spiel die SG Schalksmühle/Halver mussten sich mutlose Wölfe geschlagen geben – jetzt keimt die Hoffnung wieder auf.

Foto: Dietmar Reker

Menden.  Gibt’s noch eine Chance auf den Klassenerhalt? Mendener Wölfe wollen kämpferisch bleiben. Insolvenznachricht sorgt für neue Chancen.

Der Worte sind genug gewechselt – es müssen Taten folgen. Die Handballer der SG Menden Sauerland stehen am Freitag vor einem der wichtigsten Spiele in ihrer Zeit als Drittligist.

Im Heimspiel gegen den Leichlinger TV sollte ein Sieg her, damit die „Wölfe“ im Kampf um den Klassenerhalt eine Wende einleiten könnte.

Erster Absteiger steht fest

Doch das Spiel gegen die Handballer aus der offiziellen Blütenstadt im Rheinisch-Bergischen Kreis rückte zunächst angesichts einer Nachricht aus Neuss in den Hintergrund. Denn die HC Rhein Vikings UG als wirtschaftlicher Träger des Spielbetriebes des Drittligisten wird am Freitag beim Insolvenzgericht Düsseldorf den Eigenantrag auf Insolvenz stellen. Das kündigt die HC auf ihrer Homepage an.

Gleichzeitig ziehen sich die Vikings mit sofortiger Wirkung vom Spielbetrieb der dritten Liga zurück. Und die Vikings – im vergangen Spieljahr noch Zweitligist – stehen gleichzeitig als der erste Absteiger fest. Die bisher ausgetragenen Spiele werden aus der Wertung genommen.

Chance für die Wölfe: Verlassen sie die Abstiegsränge?

Das bedeutet auch, dass sowohl die Ahlener SG und der Leichlinger TV jeweils zwei Zähler abgezogen bekommen. Beide hatten gegen die insolventen Rheinländer gewonnen. Der TuS Volmetal, ebenfalls ein Rivale der „Wölfe“ im Kampf um den Klassenerhalt, verliert einen Punkt aus dem Remis gegen die Vikings.

Vor dem Duell am Freitag gegen Leichlingen rücken die „Wölfe“ auf den drittletzten Tabellenplatz vor. Und bei einem Sieg würde die SG erstmals nach langer Zeit sogar die Abstiegsränge verlassen.

„Die Insolvenz ist für die Spieler und die Anhänger der Rhein Vikings einfach bitter. Für uns ergibt das aber ein völlig neues Bild. Ich habe ja immer gesagt, dass wir den Klassenerhalt schaffen können. Wir sind erst abgestiegen, wenn rechnerisch nichts mehr geht“, gibt sich SG-Chefin Birgit Völker-Albrecht weiter kämpferisch.

Und die sportliche Leiterin der „Wölfe“ macht zusammen mit Trainer Micky Reiners deutlich, das man auch auf den eigenen Anhang setzt. „Die Zuschauer müssen unsere Mannschaft tragen“, sagt Völker-Albrecht.

Geheimwaffe der Wölfe: Hallenstimmung

SG-Trainer Micky Reiners erinnert daran, dass die Atmosphäre in der Kreissporthalle von den Gegnern gefürchtet ist. „Ich weiß aus Gesprächen mit anderen Trainern, dass man großen Respekt vor der Stimmung in unserer Halle hat. Die hat ja unsere Mannschaft schon öfter zu Erfolgen getragen“, setzt Reiners auf die eigenen Fans.

Zumal die Unterstützung auch deshalb für die eigene Mannschaft sehr wichtig wäre, weil diese zuletzt ja nicht mit Selbstbewusstsein auffiel.

Doch beim heimischen Marktführer in Sachen Handball will man nur noch nach vorne blicken. Durch die Insolvenz der Rhein Vikings wurden die Karten im Abstiegskampf neu gemischt und es scheint wieder Licht am Ende des Tunnels zu sein.

„Wir sind überzeugt, dass die Jungs kämpferisch alles geben werden. Die Einstellung der Mannschaft passt einfach“, stärken Völker-Albrecht und Reiners Krechel, Peichert und Co. den Rücken.

Personelle Schwierigkeiten

Auch wenn es personell nicht optimal aussieht. So scheint es mit einem Comeback von Matthias Zimny noch nichts zu werden. Der Wurfarm bereitet weiter Probleme. Zudem hat es noch eine weitere Hiobsbotschaft gegeben. Dominik Flor hat sich beim Spiel in Longerich nicht nur einen Bruch der Speiche zugezogen, zudem brach er sich das Handgelenk und fällt lange aus.

So bekommt der Rückhalt durch den eigenen Anhang noch mehr Bedeutung. Denn das Publikum kann mithelfen, dass es einen denkwürdiger Handballabend im Wolfsbau an der Werler Straße gibt und Drittliga-Handball eine Zukunft hat.

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