Fußball-Landesliga

0:4 im Topspiel! SV Scherpenberg ohne Leidenschaft

Kurt Etuk (r.) springt hier gegen Sterkrades Doppeltorschütze Stefan Jagalski ins Leere.

Kurt Etuk (r.) springt hier gegen Sterkrades Doppeltorschütze Stefan Jagalski ins Leere.

Foto: Jörg Schimmel / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Im Spitzenspiel der Fußball-Landesliga ging der ersatzgeschwächte SV Scherpenberg beim Tabellenführer Sterkrade-Nord mit 0:4 unter.

Für den SV Scherperpenberg gab es am Sonntagnachmittag auf dem Kunstrasen an der Lütticher Straße zu Sterkrade zumindest eine erfreuliche Kunde: Nach monatelanger Pause wegen eines Kreuzbandrisses hat sich Kevin Dyka mit einem 23-Minuten-Einsatz zurückgemeldet. Der komplette Rest im Topspiel der Fußball-Landesliga bei den Nordlern war Trübsal pur. Eingeleitet von zwei Torwartfehlern verlor das ersatzgeschwächte Team von Trainer Abdassamad Sallay beim Tabellenführer zurecht mit 0:4 (0:2).

Der Coach war reichlich geknickt nach einer wenig erbaulichen Partie: „Mir haben Kampf und Leidenschaft gefehlt. Es waren heute einige Spieler auf dem Platz, die sonst nicht zum Einsatz kommen. Gerade offensiv hätte ich mir mehr erwartet. Und hinten waren wir oft zu schläfrig.“

Ohne Spielmacher Bora Karadag und den mit einer Wadenzerrung angeschlagenen Emre Camdali, der erst beim Stande von 0:3 in der 57. Minute auf den Platz kam, hatten die Gäste in der Offensive nichts zu bestellen. Zwei Weitschüsse von Innenverteidiger Nico Frömmgen bedeuteten eine kümmerliche Ausbeute. Die Defensive der Nordler stand wie eine Eins.

Auf der Gegenseite hätte man das vor der Pause durchaus auch behaupten können. Trainer Sallay hatte die Startelf im Vergleich zum 1:2 gegen Fichte Lintfort auf sieben Positionen verändert. Was ohne den verletzten Spielmacher Bora Karadag zunächst recht ordentlich aussah, wurde faktisch von zwei Torwartfehlern pulverisiert. Dominik Weigl hätte den Sterkrader Führungstreffer durch Stefan Jagalski eigentlich halten müssen. Irgendwie trudelte der 20-Meter-Schuss aber rechts in die Torwartecke (16. Min.).

Ex-Lintforter Witte trifft doppelt

Auch beim 0:2 (32.), einem Aufsetzer von Ex-Fichte-Stürmer Florian Witte, hatte Weigl seine Aktien im Spiel. Aber auch Außenverteidiger Kurt Etuk, der eine weite Flanke schlicht unterschätzt hatte. Gut möglich, dass Weigl im Heimspiel gegen Kapellen-Erft am nächsten Samstag (18 Uhr) seinen Startelfplatz quitt wird. Auch gegen Rhede (2:3) und Fichte Lintfort (1:2) hatte der 32-Jährige bereits gepatzt.

Mit dem 0:2 gingen die Scherpenberger Köpfe sichtbar nach unten – obwohl Trainer Sallay in der Halbzeit noch einmal umstellte. Innenverteidiger Lars Hoffmeister musste wegen einer Wadenverhärtung raus.

Vorn sollte Gabriel Derikx für mehr Verkehr sorgen. Doch ehe der ehemalige Schwafheimer überhaupt Fahrt aufnehmen konnte, stand es schon 0:4. Julius Ufer bediente zunächst Florian Witte. Allerdings aus abseitsverdächtiger Position (55. Min.). Drei Minuten später legte Witte für Stefan Jagalski auf. Damit war das Spitzenspiel gelaufen.

Es war allerdings nicht der letzte schmerzhafte Stich für Scherpenberg. Bei einem Zusammenprall mit Mahmoud El-Dorr verletzte sich Außenverteidiger Ben Etuk am rechten Knie. Die Gäste mussten die Partie mit zehn Akteuren zu Ende bringen. Nach Spielschluss fuhr für Etuk sogar der Krankenwagen vor.

SV Scherpenberg:Weigl – B. Etuk, Hoffmeister (46. Yildirim), Frömmgen, K. Etuk (67. Dyka) – Stellmach, Agostino (46. Derikx), Terwiel, Kara (57. Camdali) – Üzüm, Palla.

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