Frauenhandball / TuS Lintfort

28:29! TuS Lintfort verliert sein letztes Heimspiel

Ihr letztes Spiel für den TuS Lintfort: Tatjana van den Broek traf gegen die SG Kirchhof einmal ins Schwarze. Foto:Oleksandr Voskresenskyi

Ihr letztes Spiel für den TuS Lintfort: Tatjana van den Broek traf gegen die SG Kirchhof einmal ins Schwarze. Foto:Oleksandr Voskresenskyi

Kamp-Lintfort.   Die Zuschauer, die dem letzten Heimspiel der Zweitliga-Handballerinnen des TuS Linfort beiwohnen, kommen komplett noch einmal auf ihre Kosten.

Kampf, Leidenschaft und ganz viel Dramatik: Die Zuschauer, die dem letzten Heimspiel der Zweitliga-Handballerinnen des TuS Linfort beiwohnten, kamen komplett noch einmal auf ihre Kosten. Die Schützlinge um Trainerin Bettina Grenz-Klein boten zusammen mit ihrem Kontrahenten, die SG Kirchhof, ein über weite Strecken ansehnliches und attraktives Spektakel, zogen aber leider denkbar knapp mit 28:29 (15:15) den Kürzeren.

Die Partie fing sofort Feuer: TuS-Torfrau Laura Graef parierte nach 30 Sekunden den ersten Gegenstoß des Gegners. Für Stimmung war somit umgehend gesorgt. Allerdings musste Laura Graef noch viermal den Ball aus dem eigenen Netz holen, ehe Eva Legermann nach gut sieben Minuten erstmals zum 1:4 für ihren Verein traf. Es musste etwas korrigiert werden: TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein nahm deshalb die frühe Auszeit.

Eine klare Linie in der Offensive

Die Gastgeberinnen fanden nun ihren Rhythmus. Wie so oft wurde in der Folgezeit konsequenter gedeckt, die Gegenspielerinnen besser und vor allem deutlich aggressiver angegangen. Lintfort hatte nun auch eine klare Linie in der Offensive. Die frühe Hineinnahme von Annefleur Bruggeman auf der Spielmacherposition zahlte sich aus.

Zwar lief noch lange nicht alles nach Fahrplan – die TuS-Spielerinnen warfen den Ball dreimal an den Pfosten – aber es kam Struktur in die Aktionen. Und mit der Sicherheit folgten die Tore.

Lintfort glich zum 6:6 (14.) aus, war fortan ein absolut gleichwertiger Partner. Der TuS schenkte aber eine knappe 15:13-Führung kurz vor der Pause unnötig her.

Der TuS Lintfort wirkte mit dem Startschuss in Hälfte zwei erneut ein wenig schläfrig (15:18), aber die Phase war schnell vorbei. Die Mannschaft schaltete nun komplett in den Kampfmodus, zeigte, was mit Engagement und Leidenschaft in der Deckung alles zu erreichen ist. Wie gut der Verband um die zentralen Spielerinnen Eva Legermann und Annefleur Bruggeman harmonierte, bekam vor allem eine SG-Akteurin zu spüren: Diana Sabljak, die Toptorjägerin der Liga, kam überhaupt nicht zur Entfaltung. Sie erwischte einen schwachen Tag, warf nur drei Feldtore und musste sich so einiges von ihrem Trainer anhören. Sie betrachtete daher die zweite Halbzeit lange Zeit von der Auswechselbank aus.

Dramatik Richtung Abpfiff

Die Partie blieb aber weiter spannend. Als es Richtung Abpfiff ging, kam zudem noch Dramatik hinzu. Das Tempo hielt sein hohes Niveau. Beide Mannschaft spielten voll auf Sieg – es gab zum Schluss viele hitzige und hart umkämpfte Aktionen. Kirchhof war letztendlich nicht die bessere sondern die glücklichere Mannschaft.

„Wir hatten in der Endphase einige fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen gegen uns“, haderte Bettina Grenz-Klein. „Aber mein Team hat insgesamt gesehen aufopferungsvoll gekämpft.“

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