Kamp-Lintfort. In der Fußball-Landesliga fährt der 1. FC Lintfort gegen Schlusslicht SV Hönnepel-Niedermörmter weitere wichtige Punkte ein.

Beim 1. FC Lintfort wird nun auch ein Torjingle zelebriert. Fußball-Abteilungsleiter Norbert Lewing musste im Landesliga-Heimspiel am Freitagabend gegen den Tabellenletzten SV Hönnepel-Niedermörmter gleich fünfmal auf das Knöpfchen drücken und spielte „Rappelkiste“, das Intro aus der einstigen ZDF-Kinderserie. Das Team um Trainer Meik Bodden lieferte dazu eine souveräne und spielerisch auch weitgehend gute Vorstellung ab, setzte sich verdient mit 5:0 (1:0) gegen offensiv harmlose Gäste durch und baute die kleine Erfolgsserie mit nun zehn Punkten aus den jüngsten vier Spielen aus. Und dies mit einem kleinen Tore.Feuerwerk in Halbzeit zwei.

1. FC Lintfort: Spielmacher Tim Konrad erst einmal auf der Bank

Trainer Bodden schickte Youngster Bugra Arslanboga für den mit Knieschmerzen ausfallenden Kapitän Leslie Rume in die Abwehrkette. Emirhan Karaca kehrte dazu ins defensive Mittelfeld zurück, dafür saß Tim Konrad (zu spät beim Treffpunkt) zunächst nur auf der Bank. Für den Zehner übernahm der gegen den SV Biemenhorst starke Mehmet-Ali Cengiz. Bei den Gästen musste Leistungsträger Marvin Müller passen, dafür stand der wieder genesene Kosovar Demiri in der Startelf.

Das Heimspiel gegen einen überaus tief stehenden Tabellenletzten wurde schnell zur Geduldsprobe. Die Lintforter dominierten Ball und Tempo, Hö.-Nie. verteidigte dicht gestaffelt und konzentriert. Die beste einer Vielzahl an Chancen in Halbzeit eins hatte Außenverteidiger Stefan Kapuscinski, der gegen seinen Ex-Verein aber aus kurzer Distanz freistehend an Torhüter Filip Curcic scheiterte (10.).

Cedric Sprenger köpft Führung für den 1. FC Lintfort

Die Bodden-Elf zeigte einen guten Ballvortrag, verlagerte die Partie immer wieder über die Außenpositionen auf Gabriel Derikx und Robin van Radecke, unterstützt von beiden Außenverteidigern. Doch irgendwie kam Mittelstürmer Florian Ortstadt nicht so recht in Position. Der Routinier versuchte es gleich dreimal mit dem Kopf. Aber ohne Erfolg.

Luca Wiens (am Ball) und die SV Hönnepel-Niedermörmter hatte am Freitagabend in Lintfort nicht viel zu bestellen.
Luca Wiens (am Ball) und die SV Hönnepel-Niedermörmter hatte am Freitagabend in Lintfort nicht viel zu bestellen. © FUNKE Foto Services | Karl Banski

Und trotzdem gab es kurz vor der Pause den Ortstadt-Faktor. Der Torjäger flankte nämlich mustergültig auf Cedric Sprenger. Der Innenverteidiger war wegen einer Ecke mit in den Gäste-Strafraum geeilt und nickte die Kugel sehenswert zum verdienten 1:0 in die rechte Torecke (45.+1). Es war ein wichtiger Treffer, um ein wenig die Nerven zu beruhigen.

Mehmet-Ali Cengiz trifft für Lintfort in den linken Winkel

Im zweiten Durchgang setzte Lintfort dann beherzt nach. Ein sehenswerter 16-Meter-Schuss in den linken Winkel von Mehmet-Ali Cengiz raubte den Gästen um Trainer Marcel Zalewski nach 56 Minuten die leisen Hoffnungen, einen ähnlichen Coup wie kürzlich beim 2:1 in Scherpenberg zu landen. Danach gab es dann kein Halten mehr bei den Gastgebern. Gabriel Derikx legte für Florian Ortstadt im Strafraum auf: 3:0 (63.).

Die letzten 17 Spielminuten gehörten dem eingewechselten Baha Arslanboga. Der Youngster vom A-Junioren-Bundesligisten VfB Hilden zirkelte einen 18-Meter-Freistoß mit Innenpfostenhilfe schön zum 4:0 in die linke Torecke (75.). Wenig später feierte der Sommer-Transfer seinen sechsten Saisontreffer. Diesmal mit einem strammen Flachschuss in die rechte Torecke zum 5:0 (83.).

Fröhliche Weihnachtsfeier am Samstagabend in Lintfort

„Ein Spiel dauert 90 Minuten. da muss man auch schon mal gegen einen tief stehenden Gegner, der erst in der 84. Minute zu einer Torchance kommt, geduldig sein. Das haben wir auch gezeigt“, lobte Trainer Meik Bodden seine Mannen. Die Weihnachtsfeier des Teams am Samstagabend sollte mit dem 5:0 im Rücken eine fröhliche Sache werden. Ob das etwas sperrig daherkommende Rappelkiste-Jingle nach den stillen Tagen ein Comeback gibt, ist dagegen noch nicht raus.

1. FC Lintfort: Hüpen - Kapuscinski (69. S. Rume), Vizuete Mora, Sprenger, Bu. Arslanboga (64. Schons) - K. Bodden (64. Konrad), Karaca - Derikx (73. Ba. Arslanboga), Cengiz (80. Thiel), van Radecke - Ortstadt.
SV Hö.-Nie.: Curcic - Trentzsch, Kooijmans, Appiah, Leglises Sanchez - Giangrave Ruiz, Mayr - Demiri (46. Schumann), Wiens (56. Zakopic), Tatzel - Gerling.