Motorsport / DTM

Auf dem Nürburgring hat Mike Rockenfeller sein DTM-Heimspiel

Mike Rockenfeller startet am Wochenende in der DTM auf dem Nürburgring.

Mike Rockenfeller startet am Wochenende in der DTM auf dem Nürburgring.

Foto: Martina Schlimbach

Am Niederrhein.  Die Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) biegen auf die Zielgerade ein und das auf der 3,629 Kilometer langen Kurzanbindung des Nürburgrings.

Die Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) biegen am kommenden Wochenende auf die Zielgerade ein. Auf der 3,629 Kilometer langen Kurzanbindung des Nürburgrings werden die vorletzten Saisonläufe ausgetragen, deshalb gilt die Veranstaltung in der Eifel praktisch als Halbfinale einer der populärsten Rennserien Europas.

Audi Sport hat sich bereits vorzeitig den Herstellertitel geschnappt, peilt jetzt auch die Meisterschaft in der Fahrer- und Teamwertung an. Das wollen die beiden Mitbewerber Aston Martin und BMW jedoch verhindern. Die beiden DTM-Rennen am Samstag und Sonntag beginnen wieder um 13.30 Uhr.

Aktuell kämpfen an der Tabellenspitze René Rast aus Minden (Audi Sport Team Rosberg) mit 234 Punkten sowie der für Abt Sportsline fahrende Schweizer Nico Müller (214) um die begehrte Krone des Tourenwagen-Champions. Marco Wittmann im BMW M4 DTM hat dagegen als Dritter mit 167 Zählern schon einen ordentlichen Rückstand aufzuholen. In den verbleibenden Rennen werden jedoch noch maximal 112 Punkte vergeben.

„Nach dem vorzeitigen Gewinn der Herstellermeisterschaft geht es für uns jetzt darum, auch den Fahrertitel einzufahren“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Und natürlich wollen wir die Teammeisterschaft gewinnen.“

Sieg in van Ommens Kartserie

Audi-Pilot Mike Rockenfeller war gerade mal ein knappes halbes Jahr alt, als im März 1984 zum ersten Mal die Motoren der spektakulären Tourenwagen aufheulten. Doch schon früh wuchs in ihm nicht zuletzt geprägt durch den Kfz-Betrieb der Eltern die Faszination zu Fahrzeugen und so begann er mit etwa elf Jahren seine Motorsport-Karriere zunächst im Go-Kart. Der Sieg in der Kartserie des Moersers Jörg van Ommen ebnete ihm dann den Weg in den Porsche-Carrera-Cup sowie über verschiedene internationale Sportwagenserien in die DTM.

„Mein erstes DTM-Rennen sah ich als Kind auf dem Nürburgring. Das war Mitte der 1990er-Jahre. Alfa Romeo fuhr gegen Mercedes. Es hat geregnet und die Autos hatten alle Lichter an. So etwas kannte ich bis dahin nur von meiner Carrera-Bahn und hat es mich total fasziniert. Trotzdem konnte ich mir in den kühnsten Träumen nicht ausmalen, später einmal selbst DTM zu fahren.“

Natürlich freut sich „Rocky“ jetzt ganz besonders auf sein Heimspiel, zu dem ihm jedes Jahr viele Freunde und Bekannte vor Ort die Daumen drücken. „Ich habe am Nürburgring in meinem Leben schon so viele Rennen bestritten, dass es jedes Mal ein Gefühl ist, wie nach Hause zu kommen.“ Allerdings hat der DTM-Champion des Jahres 2013 nicht nur positive Erinnerungen an den Eifelkurs. Etwa an das Rennen 2008, als er mit den falschen Reifen auf die Strecke ging. „Unser Wetterdienst sagte, es würde ganz sicher regnen. Leider kam der Regen nicht, wir hatten den völlig falschen Reifen drauf.“

Armin Hahne im Teilnehmerfeld

Die Automobilsportfans vom Niederrhein erwartet am Wochenende ein prall gefülltes Programm. Aktuelle Sport- und Tourenwagen präsentieren der Porsche Carrera Cup Benelux und der Audi R8 LMS Cup.

Ebenso am Start ist mit dem Lotus Cup Europe die weltweit führende Meisterschaft für Lotus-Fahrzeuge, in der durchschnittlich mehr als 30 Autos in mehreren Klassen an den Start gehen. Ein besonderer Leckerbissen dürften schließlich die Tourenwagen-Classics sein, welche die DTM-Klassiker der Achtziger- und Neunzigerjahre zurück auf die Strecke bringen. Bei diesem Spektakel gehört dann auch der Moerser Armin Hahne zum Teilnehmerfeld.

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