Motorsport / MC Kamp-Lintfort

Beim ADAC Motorclub Kamp-Lintfort fliegen sie wieder rum

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Sebastian Lodder, Chefmechaniker beim Rayener Quadhersteller E-ATV, hatte die Corona-Sportpause genutzt, um ein „Leicht“-Quad zu entwickeln. Die Spezialkonstruktion hat einen kleinen Zwei-Takt-Motor mit 300 Kubikzentimeter Hubraum. Das leichte Triebwerk liefert über 50 PS und sorgt für mächtig Vortrieb.

Sebastian Lodder, Chefmechaniker beim Rayener Quadhersteller E-ATV, hatte die Corona-Sportpause genutzt, um ein „Leicht“-Quad zu entwickeln. Die Spezialkonstruktion hat einen kleinen Zwei-Takt-Motor mit 300 Kubikzentimeter Hubraum. Das leichte Triebwerk liefert über 50 PS und sorgt für mächtig Vortrieb.

Foto: Roland Beyer

Kamp-Lintfort.  Zwei Jahre liegt die Kamp-Lintforter Motocross-Naturstrecke am Eyller Berg im coronabedingten Tiefschlaf. Bis zum 14. Oben Track.

Kaum ein Sportverein wurde von der Corona-Pandemie so sehr gebeutelt, wie der ADAC Motorclub Kamp-Lintfort. Natürlich sind bei vielen Klubs Jubiläen, Feiern, Wettbewerbe und Meisterschaften abgesagt worden. Doch die Motorsportler aus Kamp-Lintfort leben eigentlich für und von ihrem traditionsreichen Motocross-Spektakel auf der Naturstrecke am Eyller Berg am 1. Mai. Das kann auch nicht mal eben auf den 3. Oktober oder in den Sommer verlegt werden. An den relevanten Terminen stehen meistens andere Läufe zu den Deutschen Meisterschaften an, die auch stets Teil der Veranstaltung am Eyller Berg waren.

So war es auch 2020 geplant – bevor das Corona-Virus alles lahmlegte. Und in diesem Jahr wollten die Organisatoren wegen unübersichtlicher Schutzverordnungen kein Risiko eingehen, sagten lieber frühzeitig das Event ab, bevor sie auf einem logistischen Scherbenhaufen sitzengeblieben wären.

Erste Möglichkeit genutzt

Doch das 14. Open Track ging jetzt über den Eyller-Berg-Kurs. Quasi als Neustart des Offroad-Trainings für Motocross- und Enduro-Freunde. Das ließen die aktuellen Rahmenbedingungen für Freiluftveranstaltungen zu. Und der Vorstand des Motorclubs nutzte diese erste Möglichkeit, dem Motorsport vor Ort neues Leben einzuhauchen.

Bevor es aber losging, musste das Bahnbauteam des Motorclubs die seit Herbst 2019 überwucherte Rennstrecke und das Fahrerlager freilegen. Viele externe Helfer packten dabei mit an. Am Ende gab es an dem vergangenen Wochenende ein tolles Rennwetter mit einer staubfreien Trainingspiste.

Parallel ein Rennen vom Deutschen-Amateur-Motocross-Verband

Und auch wenn parallel noch ein Rennen des Deutschen-Amateur-Motocross-Verbandes (DAMCV) in Wisskirchen ausgetragen wurde, ließen sich viele Amateur- und Hobbyfahrer nicht zweimal bitten, die bekannte Motocrossbahn zum Saisonausklang zu nutzen.

„Fahrtleiter Jörg Bekkering freute sich über die volle Besetzung in den Soloklassen für Anfänger und Fortgeschrittene, hatte aber Verständnis für die geringe Resonanz bei den Seitenwagen, da die Dreiräder noch um die letzten Meisterschaftspunkte kämpften“, so Clubsprecher Roland Beyer. „Durch die Einschränkungen des Sportbetriebs in den vergangen Monaten hatten die Akteure teils großen Nachholbedarf und waren alle hoch motiviert endlich wieder am Gasgriff zu drehen. Trotzdem bewegten alle ihre Motorräder diszipliniert über die Piste“, lobte Bekkering die Fahrerinnen und Fahrer. Allerdings gab es auch zwei Stürze, bei denen die Helfer vom Deutschen Roten Kreuz gefordert waren. Die Gestürzten kamen vorsorglich ins Krankenhaus.

>>>SO GEHT ES WEITER

Nun wird die Motocrossbahn für den Fahrbetrieb wieder gesperrt und kann intensiv von Spaziergängern genutzt werden. Bis zum nächsten Motocross am 1. Mai 2022. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, der Renntermin wurde beim Deutschen Motorsportbund beantragt.

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