Basketball / Regionalliga

BG Lintfort mit Rückenwind nach Leverkusen

Auf die Zähne beißen müssen, werden wohl die Basketballer der BG Lintfort, hier mit Lennart Schild (rechts)

Auf die Zähne beißen müssen, werden wohl die Basketballer der BG Lintfort, hier mit Lennart Schild (rechts)

Foto: Oleksandr Voskresenskyi

Kamp-Lintfort.   Die heimischen Basketballer ziehen gute Rückschlüsse aus der Pleite gegen Herford. Beim SC Fast Break erwartet sie ein körperlich harte Partie.

Der achte Saisonauftritt der Regionalliga-Basketballer der BG Kamp-Linfort, am kommenden Samstag, 10. November, um 19.30 Uhr in Leverkusen, wird nicht nur ein Kellerduell, sondern auch eine Partie der Gemeinsamkeiten. Die Lintforter und Gegner SC Fast Break, neu als Aufsteiger in der vierthöchsten Spielklasse, vereint eine ähnliche Basketball-Philosophie. Beide Clubs setzen auf die eigene Jugend und arbeiten nicht mit Einkäufen aus dem Ausland.

Die heimische BG strebt dabei den zweiten Saisonsieg an. In der Vorwoche unterlagen die Lintforter nach großem Kampf dem Tabellenzweiten und haushohen Favoriten BBG Herford mit 66:77. „Das hat uns einen enormen Push gegeben. Die Niederlage war letztlich fast zweitrangig“, sagt Trainer Tobias Liebke, der bis auf den an der Leiste verletzten Jamie Töps alle Spieler an Bord haben wird

Körperlich intensives Spiel

Man habe gezeigt, dass man „auch die absoluten Top-Mannschaften der Liga ärgern“ könne, erklärt Liebke. „Übersetzt bedeutet das für mich, dass wir dementsprechend auch zahlreiche andere Teams aus der unteren Tabellenhälfte schlagen können“, schlussfolgert der BG-Coach. „Wir rechnen uns ordentlich was aus.“ Vermutlich wird es zusätzlich im Tabellenkeller darauf hinauslaufen, dass es vor allem unter den Körben ordentlich zur Sache gehen wird.

Untermauert wird die Annahme dadurch, dass Leverkusen (159) und Lintfort (150) die meisten persönlichen Fouls im bisherigen Saisonverlauf begangen haben. Das könnte der BG entgegen kommen.

„Wir zeichnen uns dadurch aus, dass wir uns wehren“, sagt Liebke. Die Leverkusener überzeugen darüber hinaus in der Reboundarbeit. Nur die Spitzenmannschaften aus Düsseldorf (317), Dorsten (310) und Recklinghausen (292) sammelten mehr Abpraller ein als der SC Fast Break (282).

Guter Werfer von außen

Einer, der im Leverkusener Trikot dafür verantwortlich ist, ist der großgewachsene und dementsprechend dominant auftretende Christian Fröhlingsdorf, der in dieser Saison durchschnittlich 15 Punkte pro Spiel auflegt.

Aufbauspieler Marc Raß identifiziert Tobias Liebke als guten Werfer. „Letztlich sind alle Spieler sehr gut ausgebildet, weil sie die Jugend von Bayer Leverkusen durchlaufen haben“, weiß Liebke. Diese Leute gebe es in seiner Mannschaft aber auch.

Und so muss den Lintforter vor dem Kräftemessen im Tabellenkeller nicht bange sein. Liebkes Devise vor der Partie am Werner-Heisenberg-Gymnasium: Wenn es bis zum Schluss knapp zugeht, was seiner Einschätzung nach der Fall sein wird, die Ruhe bewahren.

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