Basketball: Regionalliga

BG Lintfort verschläft die erste Halbzeit

Au Backe. In der ersten Hälfte sah BGL-Coach Tobias Liebke in Recklinghausen eine schwache Vorstellung seiner Mannschaft.

Foto: Prümen

Au Backe. In der ersten Hälfte sah BGL-Coach Tobias Liebke in Recklinghausen eine schwache Vorstellung seiner Mannschaft.

Kamp-Lintfort.   Nach einer Leistunssteigerung nach der Pause hält der Regionalligist die 72:92-Niederlage in Recklinghausen noch in Grenzen.

So eine erste Halbzeit haben die Regionalliga-Basketballer der BG Lintfort selten abgeliefert. Nach einer äußerst schwachen Vorstellung lagen die Lintforter mit 24:62 bei Citybasket Recklinghausen mehr als deutlich zurück. Allein das zweite Viertel wurde mit 12:40 verloren. Doch letztlich zeigten die BGL Moral, steigerte sich im zweiten Durchgang immens und verlor nur mit 73:92.

BGL-Coach Tobias Liebke konnte in Recklinghausen auf seinen kompletten Kader zurückgreifen – auch wenn Maximilian Middeldorf aufgrund einer Erkältung deutlich geschwächt in die Partie ging. Doch seine Spieler konnten von Beginn an nicht mit dem Gegner mithalten, hatten sowohl spielerisch als auch körperlich große Probleme. Entsprechend schnell konnten sich die Gastgeber absetzen. Sah es im ersten Viertel noch danach aus, als könnte die BGL aber zumindest den Kontakt halten, brachen in den zweiten zehn Minuten dann aber alle Dämme. Auf Seiten der Gastgeber funktionierte nun alles, hochprozentig warfen insbesondere Jarred Jones und Edijs Stiebrins aus dem Feld. Die Lintforter hatten nicht nur keine Antwort auf die Aktionen des Gegners, sie verloren zudem auch komplett den Faden.

Kein zusätzliches Salz in die Wunde

„Wenn du in einem Viertel 40 Punkte kassierst, läuft irgendetwas gehörig falsch. Wir haben uns hängen und einfach an die Wand spielen lassen, auch wenn Recklinghausen schon eine überragende Trefferquote hatte.“, sagte Tobias Liebke in der Halbzeitpause. Doch in der Kabine streute er nicht noch zusätzliches Salz in die klaffende Wunde, sondern motivierte und baute auf.

Entsprechend kam die BGL wie ausgewechselt zurück aufs Feld. Defensiv stimmten nun Einsatz und Abstimmung, dem Gegner wurde es nun deutlich schwerer gemacht, zu Punkten zu kommen. Das hatte zur Folge, dass auch das Selbstvertrauen wieder stieg und die eigenen Würfe deutlich häufiger das Ziel fanden. So erzielte die BGL im dritten Abschnitt mit 25 Punkten einen mehr als in der gesamten ersten Hälfte und konnte den deutlichen Rückstand leicht verkürzen.

Auch im Schlussabschnitt setzte die BGL alles daran, sich noch einmal von der besseren Seite zu zeigen. Mit Erfolg: Insbesondere Gideon Schwich und Lennart Boner konnten sich unter dem Korb nun vermehrt durchsetzen und dazu beitragen, das eigene Selbstvertrauen wieder in einen intakten Zustand zu versetzen. Denn am kommenden Samstag gilt es, ein letztes Mal noch alles auf das Feld zu bringen, was möglich ist. Dann erwartet die BGL die AOK Ballers Ibbenbüren zum letzten Saisonspiel und kann hinterher womöglich den vor der Saison niemals für möglich gehaltenen Klassenerhalt feiern.

„Die erste Halbzeit haken wir ab. Ein großes Lob zollen muss ich aber für die Begeisterung und Moral, die wir nach der Pause gezeigt haben. Eine Halbzeit in Recklinghausen mit 49:30 gewinnen, ist auch nicht alle Tage möglich. Das hat Spaß gemacht und war toll anzusehen. Und es war wichtig für die Stimmung vor dem letzten Spiel“, so das Fazit von Tobias Liebke. Punkte: Boner 22, Schwich 14, Feige 12, Th. Achtermeier 8, Mellmann 6, Schmak 4, Wittich 3, Ti. Achtermeier 2, Töps 2.

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