Rollstuhl-Tennis / Polish Open

Bianca Osterers bitteres Aus im Halbfinale

Bianca Osterer, hier nach ihrem Ellenbogenbruch, spielte bislang mit Tape und Kompressionverbände. Jetzt drohen ihr drei Monate Zwangspause.

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Riesenpech für die Kamp-Lintforter Rollstuhl-Tennisspielerin Bianca Osterer. Zum Zeitpunkt der Polish Open auf Rang 13 in der Weltrangliste geklettert und aktuell die Nummer drei in Deutschland, hat sie sich nun erneut verletzt. Diagnose: Abriss der Extensorensehne im rechten Ellenbogen.

Im vergangenen Mai durfte sie bei der Mannschaftsweltmeisterschaft in den Niederlanden sogar als Nummer zwei antreten, weil die derzeitige deutsche Nummer eins, Sabine Ellerbrock, ebenfalls verletzungsbedingt nicht teilnehmen konnte.

Durch ihre gute Leistung neben Katharina Krüger konnte Bianca Osterer sich direkt um zwei Plätze in der nationalen Rangliste verbessern – reiste prompt als Nummer eins zu den Polish Open. Dort wollte sie Punkte sammeln um unter die Top Ten in der Welt zu landen.

Verletzung kostet das Finale

„Ich hatte bei der Team-WM in den Niederlanden sehr viel Selbstvertrauen getankt“, sagte Bianca Osterer im Bezug auf ihre gute Form bei der Team-WM.

Das Viertelfinale gewann die Kamp-Lintforterin souverän mit 6:3 und 6:1 gegen Sarah Calati aus Australien, die 43. der Weltrangliste. Im Halbfinale führte Osterer bereits deutlich mit 6:1 und 4:2 gegen Michaela Spaanstra aus den Niederlande, die 17. der Weltrangliste. Doch dann passierte es. „Ich habe nach dem Schlag sofort gewusst, dass es vorbei ist und mir schossen die Tränen in die Augen“, sagte die Kamp-Lintforterin, die sich im Spiel am Ellbogen verletzte.

2013 den Ellenbogen gebrochen

Das MRT im Krankenhaus Bethanien in Moers brachte Klarheit. Durch den Abriss der Extensorensehne muss Bianca Osterer den Ellbogen für sechs Wochen ruhig stellen. Danach beginnen die Reha-Maßnahmen, damit die Top Ten bei entsprechender Fitness wieder angegriffen werden kann.

Laut ärztlicher Aussage dauert es etwa drei Monate bis sie den Schläger wieder schwingen kann. 2013 brach sich Bianca Osterer den Ellbogen an gleicher Stelle, dennoch gibt sie sich kämpferisch und ist optimistisch sich bis 2016 in die Top Ten zu spielen – und sich damit für die Paralympics in Rio de Janeiro, Brasilien, zu qualifizieren.

Es wären die ersten Paralympics für die Kamp-Lintforterin, nach dem sie 2012 in London nicht berücksichtigt worden war.

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