Fußball-Interview

Darum wechselte Jonas Vengels von Sonsbeck zum SV Hö-Nie

Gelb-Schwarz statt Rot-Weiß seit 2018: Jonas Vengels (Mitte) im Dress der SV Hönnepel-Niedermörmter.

Gelb-Schwarz statt Rot-Weiß seit 2018: Jonas Vengels (Mitte) im Dress der SV Hönnepel-Niedermörmter.

Foto: Markus van Offern (mvo)

Sonsbeck.  Zwei Jahrzehnte spielte Jonas Vengels für den SV Sonsbeck Fußball. Am Sonntag kommt er zum Landesligaspiel mit der SV Hönnepel. Ein Interview.

In der Fußball-Landesliga erwartet der SV Sonsbeck am Sonntag um 15 Uhr die SV Hönnepel-Niedermörmter. Nicht nur für SVS-Trainer Heinrich Losing ist es ein brisantes Duell gegen seinen Ex-Klub, sondern auch für das Sonsbecker Eigengewächs Jonas Vengels. Der lief mehr als 20 Jahre im rot-weißen Trikot auf, steht aber seit 2018 in Diensten der SV Hönnepel-Niedermörmter. Der 28-Jährige wohnt jedoch weiter in Sonsbeck.

Herr Vengels, wie sind die Gefühle, als Ur-Sonsbecker an die alte Wirkungsstätte zurückzukehren?

Jonas Vengels: Gegen seinen Ex-Verein zu spielen, bei dem man fast sein ganzes Leben Fußball gespielt hat, da verspürt man schon eine gewisse Anspannung. Leider fällt jedoch meine Rückkehr auf den Rasen des Willy-Lemkens-Sportpark aufgrund einer Sprunggelenksverletzung aus. Das ist für mich natürlich sehr schade, da ich gern der Mannschaft auf dem Platz geholfen hätte. Ich werde sie am Sonntag von der Seitenlinie anfeuern.

Wer wird das Duell am Sonntag für sich entscheiden?

Für uns wird es ein schweres Auswärtsspiel, aber ich glaube an unsere Qualitäten. Wenn wir einen guten Tag erwischen, können wir für eine Überraschung sorgen. Aufgrund der aktuellen Personalsituation wäre ich aber mit einem Punkt sehr zufrieden.

Welche Faktoren sind dafür ausschlaggebend?

Wille und Einsatzbereitschaft. Eine geschlossene Mannschaftsleistung wird dazu das Rezept für ein gutes Spiel sein.

Ziel ist ein gesicherter Mittelfeldplatz mit Hö-Nie

Wo sehen Sie Ihre Mannschaft und Sonsbeck am Ende der Saison?

Sonsbeck ist eine eingespielte Mannschaft, die dieses Jahr Mitfavorit um den Aufstieg in die Oberliga sein wird. Uns sehe ich am Ende der Spielzeit auf einem gesicherten Mittelfeldplatz.

Warum ist Sonsbeck besser als die SV Hönnepel?

Wie schon gesagt, Sonsbeck hat eine eingespielte Mannschaft, und das ist für den Saisonverlauf von großer Bedeutung. Im Vergleich zur vergangenen Saison hat sich unsere Mannschaft wieder größtenteils verändert. Deswegen muss sich die Mannschaft erst einspielen.

Was unterscheidet beide Teams als Verein und vom Umfeld her?

Große Unterschiede gibt es nicht. Hönnepel ist wie Sonsbeck auch ein familiärer Verein, in dem ich mich sehr wohl fühle. Der Vorstand und das Trainerteam unterstützen dort, wo es nur geht und sind für uns als Spieler jederzeit ansprechbar. Der einzige Unterschied, den es zwischen beiden Vereinen gibt, ist die Vereinsgröße. Aber hier wird auch etwas aufgebaut. Durch die Spielgemeinschaft mit dem SV Rees kommen immer mehr Jugendmannschaften dazu. Zurzeit haben wir beim Training immer einen kompletten Platz zur Verfügung, das war in Sonsbeck anders. Dort kam es vor, dass man sich mit zwei Teams den Platz teilen musste.

„Ich verdanke dem SV Sonsbeck sehr viel“

Warum hat es für Sie in Sonsbeck nie für den Sprung in die ersten Mannschaft gereicht?

Nachdem ich aus der Jugend gekommen bin, konnte ich in der zweiten Mannschaft in der Bezirksliga meine ersten Erfahrungen im Seniorenbereich sammeln. Dort spielte ich mit einem Großteil der Spieler aus meiner Jugend zusammen. Man wurde zu einer richtigen Einheit, so dass auch kein Gedanke aufkam, es in der ersten Mannschaft zu probieren. Nachdem wir in meinen beiden letzten Jahren in der Zweiten immer mit geringer Trainingsbeteiligung zu kämpfen hatten und ich mich dann auch in Sonsbeck in der ersten Mannschaft ein halbes Jahr zeigen durfte, entstand der Gedanke, etwas Neues auszuprobieren. Gute Gespräche führten dann zu meinem Entschluss, nach Hönnepel in die Landesliga zu wechseln. Ich verdanke dem SV Sonsbeck sehr viel und blicke sehr gerne auf die schönen Jahre zurück.

Wird es für Sie eine Rückkehr zu den Rot-Weißen geben, wo auch immer noch ihr Vater als Torwart-Trainer aktiv ist?

Das sollte man als Fußballer nie ausschließen. Jedoch denke ich aktuell nicht über einen Wechsel nach. Ich fühle mich in Hönnepel-Niedermörmter sehr wohl.

Werden Sie zum Abschluss Ihrer Laufbahn noch mal mit ihren Brüdern Lukas und David in einem Team auflaufen?

Auch das ist eine Frage, die man nur schwer beantworten kann, wer weiß schon heute, was die Zukunft bringt?! Organisatorisch wäre es für die Familie eine Erleichterung.

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