Fußball

Das nächste dicke Brett für den VfB Homberg

Mike Koenders (r./hier gegen den Verler Zlatko Janjic) ist mit dem VfB heute in Rheydt am Ball.

Mike Koenders (r./hier gegen den Verler Zlatko Janjic) ist mit dem VfB heute in Rheydt am Ball.

Foto: Stefan Rittershaus

Am Niederrhein.  Regionalligist VfB Homberg ist am Samstag bei der torhungrigen U23 von Borussia Mönchengladbach zu Gast.

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Wenn die Kicker des VfB Homberg am Samstag um 14 Uhr im Grenzlandstadion zu Rheydt auflaufen, könnten die Trikots womöglich etwas spannen. Die Brust der Gelb-Schwarzen ist nach dem 1:0-Sieg gegen den als Tabellenführer angereisten SC Verl in der letzten Woche jedenfalls ein gutes Stück breiter geworden. „Wenn wir jetzt kein Selbstvertrauen haben, weiß ich auch nicht mehr weiter“, geht Mittelfeldspieler Ferdi Acar optimistisch in das heutige Spiel bei Borussia Mönchengladbach II.

Doch Kollege Thorsten Kogel weiß auch: „Einfacher wird es sicherlich nicht“, wenn der Aufsteiger heute bei der U 23 des aktuellen Bundesliga-Spitzenreiters ran muss. Gegen die bis dahin zweitbeste Offensive hielt die kompakte VfB-Abwehr am letzten Samstag dicht – bei der derzeit treffsichersten Angriffsreihe der Liga kann sie sich nun erneut beweisen. 39 mal langte die Fohlen-Reserve bislang zu – das sind neun Treffer mehr, als bislang alle 16 Gegner des VfB zusammen gegen die Homberger erzielen konnten.

Janßen erwartet „lauf- und spielstarke Truppe, die ein hohes Tempo vorlegen kann“

„Da kommt ein richtiges Brett auf uns zu“, weiß auch Stefan Janßen die Qualität des Tabellensechsten einzuschätzen. „Wie die meisten U23-Teams erwartet uns auch diesmal eine sehr lauf- und spielstarke Truppe, die ein hohes Tempo vorlegen kann.“

Nach zwei Spielbeobachtungen der Gladbacher ist der Coach gut auf den Gegner vorbereitet, dennoch ist die junge Fohlen-Elf, die heute auf dem Platz stehen wird, bis zur Bekanntgabe der Aufstellung „eine Wundertüte“ für den Trainer und sein Team.

Mögliche Erstligaunterstützung ist ohnehin bei jedem Bundesliga-Unterbau ein Merkmal – bei der Borussia könnte die Rotation aber diesmal noch größer ausfallen. „In der Bundesliga ist am Wochenende Länderspielpause“, merkt Janßen an. „So könnten auf der einen Seite einige Junioren-Nationalspieler der Gladbacher für ihr Land im Einsatz sein, auf der anderen Seite könnten einige der spielfreien Profis runter kommen.“

Der Trainer schiebt nach: „Aber letzten Endes ist es auch egal. Wir wissen, dass uns eine schwere Aufgabe erwartet, aber wir wissen auch was wir zu tun haben. Wir haben in unseren letzten beiden Heimspielen gesehen, wie wir in dieser Liga punkten können“, stellt der Coach klar, dass es erneut nur über bedingungslose Lauf- und Kampfbereitschaft, zu der sich dann die fußballerischen Elemente addieren müssen, zu etwas Zählbarem für sein Team reichen kann.

„Nach dem grandiosen Sieg gegen Verl wollen wir nun aber auch mal nachlegen“, hofft Janßen, dass seine Truppe nicht das gleiche Schicksal ereilt, wie nach dem vorangegangenen Heimsieg gegen den Bonner SC. „Da haben wir eine Woche später mit dem 0:4 bei Schalke 04 II unsere bislang höchste Saisonniederlage kassiert. Diesmal gehen wir den Gegner anders an.“

Platz 15 ist in Sicht

Zu sehr spannen sollen die Trikots dann heute doch nicht – Janßen möchte das Selbstvertrauen wohl dosiert wissen. Doch im Gegensatz zur 0:4-Niederlage vor zwei Wochen steht dem Trainer bis auf den noch immer nicht einsatzbereiten Metin Kücükarslan gegen die nächste Zweitvertretung ein randvoller Kader zur Verfügung.

Und schon mit nur einem Punkt könnte zur anstehenden „Totensonntag-Spielpause“ in der Regionalliga der Sprung auf den möglichen Nichtabstiegsplatz 15 winken. Diese Chance wollen sich die Homberger nach dem Sturz des Tabellenführers nicht entgehen lassen.

Dafür ist die Brust dann gerade einfach doch zu breit.

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