Volleyball / 2. Bundesliga

Der Moerser SC leistet Schwerstarbeit beim SV Warnemünde

Chris Carter (links) lässt hier dem Warnemünder Block keine Abwehrchancen.

Chris Carter (links) lässt hier dem Warnemünder Block keine Abwehrchancen.

Foto: Jürgen Sabarz

Moers.  Zwei Punkte holt Volleyball-Zweitligist Moerser SC mit dem 3:2-Sieg beim SV Warnemünde. Drei sind allerdings möglich – bei fünf Matchbällen.

Die Chancen, das Spiel früher zu entscheiden und die vollen drei anstelle der zwei Punkte mitzunehmen, waren für die Zweitliga-Volleyballer vom Moerser SC da. Doch am Ende wurde es das erwartet schwere Spiel gegen den im Vergleich zum Hinspiel klar verbesserten SV Warnemünde. Beim spannenden 3:2-Sieg (25:21, 23:25, 25:19, 25:27, 15:8) in der Rostocker OSPA-Arena wurde die Mannschaft von MSC-Trainer Hendrik Rieskamp von einem starken Gegner gefordert.

Personell musste der Coach wieder ein wenig improvisieren. Oskar Klingner lag zu Hause krank im Bett, dafür rutschte David Seybering trotz Trainingsausfall in die Startsechs. Außerdem waren mit Oliver Staab und Tom Weber zwei zuletzt verletzte Spieler wieder mit im Kader, die im Verlauf der Partie eingewechselt wurden. Ein möglicher Systemwechsel hin zu zwei Zuspielern blieb Rieskamp damit erspart.

Es entwickelte sich von Beginn an eine umkämpfte und enge Partie (5:5, 8:8, 14:14). Doch mehrere gute Angriffsaktionen sowie Fehler der Gastgeber ergaben kurz vor Satzende eine Vier-Punkte-Führung für den MSC (23:19). Chris Carter und David Seybering sorgten dafür, dass es dabei blieb.

Strittige Entscheidungen

In Durchgang zwei ein ähnliches Bild: Nur zu Beginn lagen die Moerser „Adler“ hinten, danach gab es immer wieder mit 6:6, 12:12 und 18:18 Einstände. Zum Satzende hin führte der Sportclub zunächst, produziert dann aber zwei leichte Fehler zum 22:23. Anschließend haderten die Moerser mit zwei – aus ihrer Sicht – „Ermessensentscheidungen“ des Schiedsrichters, der wegen eines Sichtblocks und eines technischen Fehlers den Warnemündern die Punkte 24 und 25 und damit den Satzausgleich zusprach.

Satz drei war abermals ausgeglichen, bis sich kleine Fehler beim MSC einschlichen (11:14). Mit dem Wechsel Nenad Nikolic für Jonas Hoppe kamen die Moerser wieder ran und drehten das Spiel sogar zum 21:17. Nach weiteren guten Aktionen holte sich Moers den Durchgang zum 2:1 nach Sätzen.

Nun startete Moers wieder mit leichten Vorteilen (8:4, 12:11). Aggressive Aufschläge von Nikolic und erfolgreiche Hinterfeldangriff führten beim 24:20 zu vier Matchbällen. Doch vier Fehler hintereinander bescherten Warnemünde die Verlängerung – die Halle tobte. Nachdem Oliver Staab eine lange Rally erfolgreich beendet hatte, vergaben die Moerser auch Matchball Nummer fünf. So schlugen die Hausherren zurück und erzwangen den Tiebreak.

Nun drehte schließlich der Moerser SC auf, zog über 5:2 und 10:7 leicht davon, bevor Jonas Hoppe mit einer hohen Pirouette am Netz den Ball aus der Drehung auf den gegnerischen Block schlug, der unerreichbar für das Gastgeber-Team abprallt – zum 3:2-Gewinn des MSC.

>>>STIMME ZUM SPIEL UND DIE AUFSTELLUNG

„Der eine Punkte kann am Ende weh tun“, so MSC-Coach Hendrik Rieskamp, der aber froh über den Sieg war. „Im vierten Satz haben wir nicht konstant genug gespielt. Das kann passieren. Die Reaktion im fünften Durchgang hat mir aber gefallen.“ Rieskamp lobte den guten Aufschlag, wodurch der Gegner sein schnelles Spiel nur selten aufziehen konnte. Und die vielen erfolgreichen Blockaktionen fand der Moerser Trainer gut. „Der Teamgedanke war auch sehr positiv, alle haben sich gegenseitig gepusht. Ich glaube, das war ein wichtiger Schritt im Zusammenhalt“, so Rieskamp. „Nach der langen Fahrt nehme ich die zwei Punkte gerne mit.“

MSC in Warnemünde: Chris Carter, Jonas Hoppe, André Illmer, Markus Köppke, Nenad Nikolic, Lukas Schattenberg, David Seybering, Oliver Staab, Andreas Tins, Tom Weber.

Als wichtigster Spieler (MVP) auf Seiten des Moerser SC wurde Libero André Illmer geehrt.

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