Volleyball / 2. Bundesliga

Der Moerser SC will über die DJK Delbrück ins Pokal-Finale

Gegen den SV Warnemünde (weiß) im ersten Saisonspiel gaben Andreas Tins (im Sprung) und Lenard Exner mit dem MSC keinen Satz ab. Foto:Arnulf Stoffel

Gegen den SV Warnemünde (weiß) im ersten Saisonspiel gaben Andreas Tins (im Sprung) und Lenard Exner mit dem MSC keinen Satz ab. Foto:Arnulf Stoffel

Moers.   Unterm Strich kommen die Moerser „Adler“ mit gestutzten Flügel aus dem Doppelspieltag vom Wochenende. Jetzt geht es im Pokal-Halbfinale weiter.

Unterm Strich wurden den Moerser „Adlern“ am Wochenende beim Doppelspieltag doch die Flügel ganz schön gestutzt. Aus sechs möglichen Punkten sprang nach der Reise Richtung Bundeshauptstadt und den Spielen beim SV Lindow-Gransee und dem VCO Berlin gerade einmal ein Pünktchen raus. Allerdings darf nicht vergessen werden: Der Moerser SC ist als Aufsteiger in diese Volleyball-Zweitliga-Saison gestartet und hat aus den ersten beiden Partien sechs von sechs möglichen Punkten geholt. Wer gedacht hat, das würde nun bis zum Saisonende so weitergehen, hat schlichtweg keine Ahnung. Der MSC ist insgesamt prima gestartet.

Interessanter ist es nun, wie die junge MSC-Mannschaft mit der 0:3-Schlappe gegen SV Lindow-Gransee und der knapperen 2:3-Niederlage gegen Berlin umgeht – und vor allem, wie sie die Strapazen vom Wochenende verkraftet. Denn bereits heute wartet der nächste Brocken. Der Moerser SC empfängt am Tag der Deutschen Einheit um 16 Uhr, im Enni-Sportpark-Rheinkamp die DJK Delbrück zum Pokal-Halbfinale des Westdeutschen Volleyball Verbands (WVV).

Delbrück, Delbrück? Da war doch was! Richtig, am zweiten Spieltag der Zweitliga-Saison hatten sich die „Adler“ in der Meisterschaft dorthin aufgemacht, um mit 3:1, drei Punkten im Gepäck und einem dicken Grinden im Gesicht die Heimreise anzutreten. Nun kann jeder sagen, dass den Moersern nun gar nichts passieren kann: Delbrück ist mittlerweile das Schlusslicht der Liga, und der MSC spielt zu Hause.

Noch eine Rechnung offen

Sicher ist aber auch, dass die DJK Delbrück mit den Moersern noch eine Rechnung offen, gegen die „Adler“ ihren bisher einzigen Satz geholt und am Wochenende „nur“ ein einziges Spiel bestritten hat. Folglich könnten Frische und Kondition entscheiden. Wobei das MSC-Team sich gerne in eigener Halle besser und vor allem erfolgreicher präsentieren möchte als zuletzt in der Ferne.

Im Pokal-Viertelfinale machten die „Adler“ beim Regionalligisten ART Düsseldorf nicht lange Federlesen, setzten sich mit 3:0 durch. Nun soll im Halbfinale gegen die DJK Delbrück ein Sieg her.

„Gelingt das, wird schon am Sonntag das Finale im WVV-Pokal gespielt – vermutlich gegen den VV Humann Essen, der im Halbfinale gegen den Drittligisten TV Hörde ein durchaus lösbare Aufgabe hat“, teilt der MSC mit. Verläuft alles nach Plan – also inklusive Erfolg gegen die DJK Delbrück – kann die Mannschaft von einem Finalsieg träumen. Allerdings stünden die Moerser dann nicht automatisch in der Hauptrunde des Pokals des Deutschen Volleyball Verbands (DVV). Davor würde es erst noch eine Qualifikation gegen den Pokalsieger Nordwest geben. Doch bis dahin ist es zwar kein langer, aber ein anstrengender Weg.

MSC-Trainer Martin Schattenberg freut sich jedenfalls auf das Pokalspiel heute, warnt sein Team aber auch: „Meine Jungs sind heiß darauf, sich im Pokal zu qualifizieren – auch nach der Strapaze vom Wochenende. Wir wollen das Finale, und da natürlich auch einen Sieg. Delbrück dürfen wir allerdings nicht unterschätzen. Wir waren beim Punktspiel in Delbrück in jedem Satz ein paar Punkte zurück und haben das allerdings immer drehen können. Das geht aber nicht immer gut. Deshalb: Noch einmal alle Kräfte mobilisieren und dann ran.“

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