Handball / Verbandsliga

Der TV Kapellen empfängt HSG Vennikel/Rumeln-Kaldenhausen

Eine Spielszene aus der vergangenen Saison: TVK-Akteur Leon Schneemann (mit  Ball) wird von den beiden HSG-Spielern Fabian Schwartz (links) und Nico Arend angegangen.

Eine Spielszene aus der vergangenen Saison: TVK-Akteur Leon Schneemann (mit Ball) wird von den beiden HSG-Spielern Fabian Schwartz (links) und Nico Arend angegangen.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Moers.  Es ist eine traditionsreiche Rivalität, wenn der TV Kapellen in der Handball-Verbandsliga Ortsnachbar HSG Vennikel/Rumeln-Kaldenhausen empfängt.

Favoritenstürze, Überraschungen, spannende Duelle oder langweiliges Gewürge. Nichts, was es nicht schon bei einem Lokalderby gegeben hätte. Aber dennoch sind diese Momente immer auch etwas ganz Besonderes. In der Handball-Verbandsliga ist es am kommenden Wochenende wieder soweit.

Der TV Kapellen hat seinen alten Rivalen und Ortsnachbarn HSG Vennikel/Rumeln-Kaldenhausen zu Gast. Der Anpfiff im Henri-Guidet-Zentrum ertönt am Sonntag, um 11.15 Uhr.

Bei den Gastgebern (6:6 Punkte) verlief die Saison bislang durchwachsen. Das Team konnte seine zweifelsohne vorhandenen Qualitäten nur bedingt abrufen. Insbesondere die Konstanz fehlt. Neben den guten, erfolgreichen Auftritten in Lank und Kaldenkirchen, schmerzten vor allem die Heimpleiten gegen Königshof II und St. Tönis. Die Blau-Weißen sind daher zur Zeit auch nur Mittelmaß, hinken den eigenen Erwartungen hinterher.

Eine aggressive Deckung

Der TV Kapellen ist auf jeden Fall in der Lage, eine kampfstarke und aggressive Defensive zu stellen. Das Team um Steffen Pitzen und Henrik Bullermann sowie Torwart Lukas Haas versteht sein Handwerk. Nur gab es zuletzt gleich etliche Leistungsschwankungen, die das Gebilde über gewisse Phasen außer Tritt gebracht haben. Und auch die Auftritte in der Offensive gleichen einer Berg- und Talfahrt. Dem Team fehlt schlichtweg die Harmonie, das Eingespielte, sowie die Entschlossenheit. Zu oft übernimmt die Individualität eine übergeordnete Rolle. Ein weiteres Manko ist die Chancenverwertung.

Aber in puncto Einstellung, Wille und Leidenschaft muss man sich beim TV Kapellen für das Lokalduell keine Sorgen machen. Die Mannschaft weiß, was die Stunde geschlagen hat, wird mit Sicherheit „brennen“, um dem Rivalen aus Rumeln eines auszuwischen und ihnen die erste Niederlage beizufügen. Und die Erinnerung an die Saison 2018/2019 macht weiteren Mut: Kapellen gewann mit 26:19 und 31:25 beide Vergleiche, dominierte den Kontrahenten gerade in heimischer Halle nach Strich und Faden.

Im Lager der HSG Vennikel kennt man die besondere Motivation des Gegners. Der Gast (12:0 Punkte) ist sich bewusst darüber, dass er allein von der Papierform her die Favoritenstellung schultern muss, weiß aber auch, dass für dieses Kräftemessen andere Gesetze gelten. Können die HSG-Spieler nicht ihr Derby-Gen mobilisiert, wird es schwer die blütenweiße Weste zu verteidigen.

Aber wenn die HSG in den Kampfmodus kommt, wird es aber genauso schwer, den Tabellenführer zu bezwingen. Das Prunkstück ist die Abwehr. In der zumeist defensiven Ausrichtung herrschen klare Absprachen, eine solide Grundhärte und die dazugehörige Laufbereitschaft. Zudem präsentierte sich Sebastian Brysch zuletzt immer wieder in bestechender Form. Der Keeper ist aktuell der große Rückhalt auf der Linie.

Breitgefächerte Routine

Die HSG-Mannschaft profitiert im Angriff von der breitgefächerten Routine und der damit einhergehenden Abgeklärtheit. Beispielsweise macht einem Anthony Pistolesi niemand mehr etwas vor. Der Oldie ist mit allen Wassern gewaschen, kann Impulse setzen oder einfach nur beruhigen. Mit Mirko Szymanowicz gibt es ein weiteres Rückraum-Ass. Neben seiner Erfahrung sticht vor allem seine Wurfkraft.

Die Hausherren müssen einzig auf den privat verhinderten Johannes Zadraschil verzichten. Die Gäste reisen sogar mit einem kompletten Aufgebot an. Der zuletzt schmerzlich vermisste Deckungsstratege Fabian Zarnekow kehrt gesund zurück ins Aufgebot.

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