Basketball / Regionalliga

Dezimierte BG Lintfort schlägt sich in Münster achtbar

Maximilian Middeldorf (rechts) musste aufgrund der Personalnot durchspielen und bot in Münster eine starke Leistung. Foto:Arnulf Stoffel

Maximilian Middeldorf (rechts) musste aufgrund der Personalnot durchspielen und bot in Münster eine starke Leistung. Foto:Arnulf Stoffel

Kamp-Lintfort.   Beim Tabellenführer unterliegt der personell gebeutelte Aufsteiger mit 44:86. Auch Oskar Mellmann musste wegen einer Verletzung absagen.

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Erneut ging Basketball-Regionalligist BG Lintfort personell angeschlagen in das Ligaspiel beim Favoriten WWU Baskets Münster. Gleich fünf Lintforter Akteure fehlten beim Gastspiel in Westfalen. Die Gastgeber siegten zwar deutlich mit 86:44 (44:22), die BGL zog sich aber gut aus der Affäre. 40 Minuten lang kämpften die Lintforter im Rahmen ihrer Möglichkeiten.

BGL-Coach Tobias Liebke musste beim klaren Favoriten und Tabellenführer auf insgesamt fünf Spieler verzichten. Kapitän Maximilian Lipp und Till Achtermeier fehlten aus privaten Gründen. Michael Schmak und Mark Sengutta konnten aufgrund ihrer Verletzungen immer noch nicht mitwirken. Zudem musste Liebke noch die Hiobsbotschaft verkraften, dass sich Oskar Mellmann im Training der Leverkusener NBBL-Mannschaft eine Knöchelverletzung zugezogen hatte und für Münster passen musste.

Körperliche Vorteile

Unterkriegen lassen wollten sich die Lintforter dennoch nicht, denn es galt, eine herbe Klatsche wie im Pokal vor wenigen Wochen zu vermeiden. Das gelang im ersten Viertel allerdings nur bedingt. Die Gastgeber hatten von Beginn an das Heft in der Hand und konnten ihre spielerischen und körperlichen Vorteile nutzen.

Die BGL versuchte, dagegen zu halten, hatte aber vor allem in der Offensive noch nicht ihren Rhythmus gefunden. Letztlich ging es mit einem 9:23 in Abschnitt zwei. Hier agierten die Lintforter effektiver, konnten im Angriff eigene Akzente setzen und die Defensive relativ stabil halten. Dementsprechend verliefen die zehn Minuten bis zur Halbzeitpause ausgeglichener, auch wenn Münster immer noch das Geschehen bestimmte.

Nur drei Auswechselspieler auf der Bank

Nach dem Seitenwechsel kam auch der Kräfteverschleiß hinzu. Mit nur drei Auswechselspielern auf der Bank waren die Möglichkeiten für ausreichende Verschnaufpausen sehr begrenzt. Dennoch warfen sich vor allem Janosch Feige und Lennart Boner voll rein. Maximilian Middeldorf löste die undankbare Aufgabe, über die gesamte Dauer das Lintforter Spiel gestalten zu müssen, ebenfalls gut. Die Gastgeber hatten in dieser Phase allerdings schon ein paar Gänge zurückgeschaltet und verwalteten ihren Vorsprung souverän. Die BGL kämpfte weiter bravourös und sammelte nicht nur wertvolle Erfahrungen, sondern auch einige Erkenntnisse für die restlichen Partien des Jahres.

„Münster ist einfach nicht unsere Kragenweite, dementsprechend zufrieden bin ich mit unserem Auftritt. Wir haben im Rahmen unserer Möglichkeiten alles herausgeholt. Jetzt hoffen wir, dass es bald personell wieder ein wenig besser aussieht, vielleicht können wir Düsseldorf zu Hause dann ja sogar ein wenig ärgern“, sagte Tobias Liebke im Anschluss an die Partie.

BGL: Feige 11, Boner 9, Middeldorf 8, Krüger 7, Illbruck 4, Th. Achtermeier 3, Schwich 2, Wittich.

Ärgerliche Niederlage

Eine ärgerliche 74:82-Niederlage kassierte die zweite Herrenmannschaft in ihrem Oberligaspiel gegen die Reserve des ETB SW Essen. Gegen das Team aus dem Ruhrgebiet zeigte die Mannschaft von Marcel Kower zwar erneut, dass sie in der neuen Liga angekommen ist und auch spielerisch mithalten kann, dennoch fehlte es dem jungen Kader erneut an Cleverness. Weil einige Akteure passen mussten, reichte es in den Schlussminuten aber auch kräftemäßig nicht mehr, um die entscheidenden Punkte aufzuholen.

Auch die Damen verloren ihr Heimspiel mit 42:52 (31:24) gegen einen Essener Konkurrenten, den Werdener TB. Allerdings herrschte hier hinterher großer Frust, denn die BGL zeigte zwei Gesichter. In der ersten Halbzeit lieferte die Mannschaft von Trainerin Birgit Lötters eine Top-Leistung ab und dominierte den Gegner, um nach dem Seitenwechsel dann aber völlig die Ordnung zu verlieren und das eigene Spiel noch vor die Wand zu fahren.

BGL: Hähnel 12, Krüger, J. van den Berg beide 7, Kampmann, Kortwig beide 6, U. Schulte-Tickmann 2, N. Boersma, J. Boersma, Goedecke, Tayeboune, Fiedler, Jelic.

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