Fußball / Landesliga

Dickmanns teurer Ausraster kostet Schwafheim die Punkte

Stefan Schindler (rechts) vergab kurz nach dem 1:1 die Chance zur erneuten SVS-Führung. Foto:Oleksandr Voskresenskyi

Stefan Schindler (rechts) vergab kurz nach dem 1:1 die Chance zur erneuten SVS-Führung. Foto:Oleksandr Voskresenskyi

Moers.   Nach der „Ampelkarte“ gegen Lars Dickmann gab Fußball-Landesligist SV Schwafheim eine Führung aus der Hand und verlor gegen den SV Burgaltendorf.

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Der SV Schwafheim tritt im Abstiegskampf der Fußball-Landesliga auf der Stelle. Gestern ging der Tabellenvorletzte auf eigenem Platz leer aus und verlor gegen den SV Burgaltendorf mit 1:2 (1:0). Damit beträgt der Rückstand des SVS auf das rettende Ufer sieben Punkte, zum Relegationsplatz sind es auch schon fünf Zähler.

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle erlebte gestern der Schwafheimer Flügelflitzer Lars Dickmann. In der 17. Minute konnte er sich noch feiern lassen, nachdem er die 1:0-Führung der Gastgeber erzielt hatte. „Da haben wir gut gepresst, Lars hat sich den Ball erkämpft und dann gut abgeschlossen“, lobte SVS-Coach Ralf Gemmer. Insgesamt sah er eine gute erste Hälfte seiner Elf, die verdient in Führung lag und das Spiel bis zur Pause im Griff hatte.

Gemmer warnte seine Jungs vergeblich

In der Pause warnte Gemmer seine Jungs davor, über Schiedsrichterentscheidungen zu meckern oder sich anderweitig vom bis dahin guten Weg abbringen zu lassen. Wer dabei wohl nicht zugehört hatte, war Dickmann. Kaum hatte die Partie wieder begonnen, regte er sich über eine Einwurf-Entscheidung lautstark auf und sah „Gelb“. Doch damit nicht genug: Anschließend legte sich Dickmann auch noch verbal mit seinem Gegenspieler an und musste mit Gelb-Roter Karte vom Platz (52. Minute).

„Was willst Du da noch erzählen?“, fragte Ralf Gemmer nach dem Schlusspfiff. „Mit dieser Szene ist das ganze Spiel gekippt. Damit bringen wir uns selbst um den Lohn, da fehlen mir die Worte.“

Drei Minuten nach dem Platzverweis kamen die Gäste zum Ausgleich, als Faruk Kuduzovic bei seinem Fernschuss davon profitierte, dass der Ball kurz vor SVS-Keeper Stefan Minz „auftippte“ und über die Hand des Keepers ins Tor flog (55.). „Da waren wir in der Zentrale zu offen und noch unsortiert“, haderte Gemmer. Kurz darauf hatte Stefan Schindler die Chance zum 2:1, vergab aber frei stehend. In Unterzahl versuchte Schwafheim alles, wurde aber ausgekontert und kassierte das 1:2 durch Kuduzovic (76.). Kurz vor dem Abpfiff forderten die Gastgeber nach einem Foul an Kevin Bodden zwar Elfmeter, Schiedsrichter Marco Lechtenberg hatte den Tatort aber außerhalb des Strafraums gesehen und gab nur einen Freistoß.

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