Motorsport / Kamp-Lintfort

Die Macher stehen beim MC Kamp-Lintfort in den Startlöchern

Wenn 40 Solomaschinen nebeneinander von einer Linie starten, ist es immer für die zahlreichen Zuschauer am Eyller Berg und für die Aktiven ein besonderes Erlebnis, wenn sie dann auf die erste Kurve zurasen. Hier sind es im Vordergrund der mehrfacher Deutscher Meister aus Tschechien, Filip Neugebauer (Nummer 134), der Eutiner Mike Stender (26), Ruven Piche (294, Munster), der Rheurdter Robin Sujatta beim Heimspiel (133) und Niklas Stange (841, Schmilau). Foto:Siegfried Wensierski

Wenn 40 Solomaschinen nebeneinander von einer Linie starten, ist es immer für die zahlreichen Zuschauer am Eyller Berg und für die Aktiven ein besonderes Erlebnis, wenn sie dann auf die erste Kurve zurasen. Hier sind es im Vordergrund der mehrfacher Deutscher Meister aus Tschechien, Filip Neugebauer (Nummer 134), der Eutiner Mike Stender (26), Ruven Piche (294, Munster), der Rheurdter Robin Sujatta beim Heimspiel (133) und Niklas Stange (841, Schmilau). Foto:Siegfried Wensierski

Kamp-Lintfort.   Kaum sind Anfang Mai am Eyller Berg die Motoren verstummt, steckt der ADAC Motorclub Kamp-Lintfort in den Vorbereitungen fürs nächste Motocross.

Kaum sind Anfang Mai am Eyller Berg die Motoren der Motocross-Fahrzeuge – egal ob auf zwei, drei oder vier Rädern – verstummt, stecken die Organisatoren vom ADAC Motorclub 1950 Kamp-Lintfort bereits wieder knietief in den Vorbereitungen für das nächste Internationale ADAC-Motocross-Spektakel rund um den 1. Mai.

Dabei werden die Macher häufig geleitet von Entscheidungen des Verbandes, von Terminen und den entsprechenden Überschneidungen, sowie von Möglichkeiten – und natürlich von Unmöglichkeiten. In der Regel wird beim Motorclub KaLi alles gemeistert. Auch für dieses Jahr.

Terminüberschneidungen

Denn nach vier Jahren Abstinenz wird es 2018 wieder Läufe für die Deutsche Meisterschaft (DM) der Solofahrer auf dem Eyller-Berg-Kurs in Kamp-Lintfort geben. Das ist die gute Nachricht. Die ein wenig schlechtere ist, dass in diesem Jahr keine Gespanne starten werden, obgleich sich die Organisatoren um einen attraktiven Seitenwagen-Lauf bemüht hatten. Da machten aber die oben angesprochenen Terminüberschneidungen den Kamp-Lintfortern einen Strich durch die Rechnung. Allerdings sind im DM-Zirkus ausschließlich am Eyller Berg Läufe sowohl in der Solo- wie auch der Quad-Klasse Läufe vorgesehen. Das hat sonst kein Veranstalter.

Und die vierräderigen Quads sorgen immer für reichlich spektakuläre Aktionen. Zumindest für die Zuschauer, die sich bei den Solofahrern auf dem mit Sprüngen gespicktem Kurs in Kamp-Lintfort noch nicht genügend angesprochen fühlen. Kurzum: Alle werden wieder auf ihre Kosten kommen, denn nach wie vor stehen dort Top-Fahrer und – wie im vergangenen Jahr – auch Fahrerinnen am Start.

Momentan nutzen die Cracks aber lieber die großen Hallen. Auch der mehrfache Deutsche Meister und Sieger am Eyller Berg Filip Neugebauer. Nur wird der Tscheche am kommenden Wochenende bei dem abschießenden ADAC SX Cup-Finale in der Dortmunder Westfalenhalle aller Voraussicht nach fehlen. Bei einem spektakulären Sturz im Dezember beim ADAC Supercross Chemnitz brach er sich das Schlüsselbein und fällt wohl vier bis sechs Wochen aus.

DM-Titelkampf im dritten Lauf

Wenn am 25. März im schwäbischen Schnaitheim allerdings die Meisterschaft erneut losgeht, plant Filip Neugebauer, unbedingt topfit auf seiner Kawasaki am Start zu sein. Immerhin will er sich den DM-Titel zurückerobern, den er im vergangen Jahr verloren hat.

Dazu hat er dann schließlich in den neun anstehenden DM-Rennen Gelegenheit. Und der dritte Lauf steht am 1. Mai in Kamp-Lintfort auf dem Programm.

„Die Europa offene Deutsche Meisterschaft der Soloklasse ‘MX Open’ wird das sportliche Highlight beim 67. Internationalen ADAC-Motocross Kamp-Lintfort sein“, so Roland Beyer, Sprecher des Kamp-Lintforter Vereins. Er weiß auch, das dieses „Open“ nicht nur „für europäische Fahrer geöffnet“ bedeutet: „Die Solisten können auf Zweirädern mit Zwei- oder Viertaktmotor und dem maximal zulässigen Hubraum bis zu 650 Kubikzentimeter und weit über 60 PS antreten. Aber auch die Fahrer mit 250-Kubikzentimeter-Maschinen – die bisher MX2 genannt wurden – sind auf unserer Piste mit den häufigen Flugphasen nicht chancenlos“, erklärt der Fachmann.

Und auch er erwartet wie vor vier Jahren beim bisher letzten 250er-DM-Lauf wieder einige Fahrer aus der Region, die sich auf dem 1600 Meter langen Traditionskurs am Eyller Berg auf die Reise machen und sich mit der deutschen Elite im Motocross messen wollen. „Ebenfalls Europa offen geht die Deutsche Meisterschaft der Quads über die konditionsraubende Buckelpiste“, so Beyer weiter. In Kamp-Lintfort geht es auch für die internationale Elite der vierrädrigen Motocrosser um wertvolle Meisterschaftspunkte, Prämien und um den Siegerpokal.

Und auch wenn es in diesem Jahr am 1. Mai, am Eyller Berg Motocross-Action „nur“ auf zwei und vier Rädern geben wird, werden die Zuschauer bei den DM-Läufen am Niederrhein wieder bestens unterhalten. Denn wer frühzeitig knietief in der Arbeit steckt, kann am Ende aber auch etwas Vernünftiges auf die Beine stellen. Das bekommen die Kamp-Lintforter jedes Jahr hin. Und das bereits zum 67. Mal.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik