Handball / TuS Lintfort

Duell der Torjägerinnen: Vandewal trifft auf Sabljak

Foto: Oleksandr Voskresenskyi

Kamp-Lintfort.   Die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort haben den Klassenerhalt bereits sicher. Gegen die SG Kirchhof soll zum Abschluss ein Sieg her.

Die Voraussetzungen für ein schönes Abschlussfest sind einfach prima: Mit dem Klassenerhalt in der Tasche und einem lächeln im Gesicht werden sich die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort am vorletzten Spieltag in wohliger Atmosphäre der heimischen Eyller-Sporthalle von ihren Fans verabschieden. Vor dem Anpfiff des letzten Heimspiels, am Samstag, um 17.30 Uhr, gegen die SG Kirchhof, kann es aber durchaus noch einmal emotional werden. Der Verein verabschiedet mit Vanessa Dings, Tatjana van den Broek, Inske Kuik, Annefleur Bruggeman und Vivien Gosch gleich fünf Spielerinnen.

Aber auf die Gastgeberinnen wartet noch einmal eine richtig schwere Aufgabe. Mit der SG Kirchhof kommt ein Verein, der auf Platz fünf der Tabelle rangiert und in der Endphase der Meisterschaft mit tollen 10:2 Punkten richtig Fahrt aufgenommen hat.

Kirchhof gewinnt seine Spiele eindeutig in der Offensive. Die Mannschaft stellt hinter den beiden Top-Teams aus Rosengarten und Mainz den immerhin drittbesten Angriff.

Über allem thront Diana Sabljak. Das 27-jährige Rückraum-Ass führt mit überragenden 256 Treffern die aktuelle Torjägerinnenliste an. Sie wirkt auf dem Parkett oftmals unscheinbar, tritt aber ruhig und mit sehr intelligenten Aktionen in Erscheinung, verfügt zudem über eine unglaubliche Präzision beim Schuss. Diana Sabljak wird sich zwei Spieltage vor Meisterschaftsende die Torjägerkanone nicht mehr nehmen lassen.

Ihre ärgste Verfolgerin ist allerdings keine Geringere als Loes Vandewal, die absolute Goalgetterin im TuS-Trikot. Die Niederländerin selbst hat 232 Treffer auf ihrem Konto stehen.

Niederländische Nationalspielerin

Das Kirchhofer Spiel ist sicherlich zu großen Teilen auf Diana Sabljak zugeschnitten, aber man darf die anderen Spielerinnen nicht vergessen. Von jeder Position kann Druck entfacht werden, geht eine stete Torgefahr aus. Wie beispielsweise am Kreis. Dionne Visser (142 Tore) macht dort einen riesen Job – die Niederländerin wurde unlängst sogar in den Kader der Nationalmannschaft berufen.

„Wir werden auch im letzten Heimspiel alles versuchen, damit die Punkte hier in Lintfort bleiben“, sagt TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Wir wollen uns zudem mit einer couragierten Leistung bei unseren treuen Fans verabschieden und bedanken, dass sie uns über eine lange Saison mit allen Höhen und Tiefen mitgetragen haben.“

Aber die TuS-Spielerinnen wissen auch, wie schnell eine Partie in die falsche Richtung abdriften kann. Im Hinspiel, bei der 26:36-Klatsche kassierte Lintfort bei noch eigener 16:12-Führung unglaubliche 13 Gegentore in Serie ohne dabei auch selbst nur einmal zu treffen.

Allein die Erinnerung an die wohl schlimmsten 13 Minuten der Saison, sollte für den TuS Lintfort Ansporn genug sein, um nochmals alle Kräfte zu bündeln.

„Ich denke, Kirchhof ist in der Breite besser aufgestellt als wir. Aber wir sind auch in der Lage, diesem Gegner ein Bein zu stellen“, beschließt Bettina Grenz-Klein.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben