Fußball / Landesliga

Elfer in der 89. Minute kostet SV Scherpenberg zwei Punkte

Maximilian Stellmach (rechts), hier im Zweikampf mit HSG-Akteur Oliver Esser, traf zur SVS-Führung.

Maximilian Stellmach (rechts), hier im Zweikampf mit HSG-Akteur Oliver Esser, traf zur SVS-Führung.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Moers.  Deniz Günes, Michael Balke und Kay Bartkowiak sind die Trainer-Interimslösung bei Fußball-Landesligist SV Scherpenberg, der fast gewonnen hätte.

Das wäre ein wunderbarer Einstand des Interims-Trainer-Duos mit Deniz Günes, Michael Balke und Kay Bartkowiak gewesen. Doch Fußball-Landesligisten SV Scherpenberg musste gegen die Holzheimer SG im Heimspiel am Samstag noch den 1:1 (0:0)-Ausgleich hinnehmen. Und den sehr spät und dann auch noch per Strafstoß.

Die Scherpenberger waren gegen den Tabellenvorletzten drauf und dran nach vier Niederlagen in Folge und einem torlosen Remis am vergangenen Wochenende gegen Wesel-Lackhausen endlich wieder einmal einen Sieg einzufahren. Zwar gab es Tormöglichkeiten auf beiden Seiten, doch die Gastgeber hatten „im Wäldchen“ in der ersten Halbzeit deutlich mehr vom Spiel, ließen sich nicht von Holzheim überrumpeln. Einzig es fehlten die Tore.

Keine zwingende Chance der Gäste

Doch nach der Pause witterte nun die Holzheimer SG ihre Chance, eventuell doch drei Punkte aus Moers mitnehmen zu können. Die Gäste aus Neuss verlegten sich nun darauf mitzuspielen. Sie kombinierten jetzt wesentlich besser, zeigten ein ansehnliches Kurzpassspiel. Bis zum Scherpenberger Strafraum. Eine zwingende Möglichkeit sahen die knapp 100 Besucher nicht.

Als diese Phase vorüber war, tankte sich einmal mehr Maximilian Stellmach über rechts durch und zog einfach mal ab und machte sein viertes Saisontor (69.). Die Scherpenberger wähnten sich bereits auf der Siegerstraße, doch Holzheim bekam in der Schlussphase der Partie noch einen Strafstoß zugesprochen. „Aus meiner Sicht war das ein Witz“, so SVS-Geschäftsführer Dominik Wessels nach dem Pfiff. „Der ist 1,90 Meter groß und fällt einfach hin“.“

Doch Schiedsrichter Davide Zeisberg sah das anders. Maurice Girke ließ Tobias Prigge im SVS-Tor keine Chance. Wobei Prigge nach knapp 50 Minuten auch von einem Gästespieler umgerissen wurde. „Der hatte schon Gelb, das hätte Gelb-Rot geben müssen“, ist Wessels sicher, dass die Partie dann anders verlaufen wäre: „So hat Holzheim einen Punkt gewonnen, wir zwei verloren.“

SVS: Prigge, Stellmach (71. Derikx), Kara, Terwiel, Ihnacho, Palla, Frömmgen, Camdali, Üzüm (79. Agostino), Hessen, Yildrim.

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