Motorsport

Erster Podiumsplatz für Mike Rockenfeller auf dem Norisring

Mike Rockenfeller ist überglücklich nach seinem ersten Podestplatz auf dem Norisring in Nürnberg in seiner Karriere.

Mike Rockenfeller ist überglücklich nach seinem ersten Podestplatz auf dem Norisring in Nürnberg in seiner Karriere.

Foto: Martina Schlimbach

Am Niederrhein.  Mike Rockenfeller Dritter auf dem Norisring. Mehr als 160 DTM-Rennen hat der erfolgreiche Rennfahrer dort für einen Podestplatz benötigt.

Mike Rockenfeller ist als Dritter über die Ziellinie des Norisrings in Nürnberg gefahren. Mehr als 160 DTM-Rennen hatte der erfolgreiche Rennfahrer, der in den Anfängen seiner Karriere bereits die Kartserie des Moersers Jörg van Ommen gewinnen konnte, bis dahin absolviert und dabei fünf Siege, sechs Polepositions und 24 Podestplätze erzielt.

Nur in Nürnberg wollte es in den zurückliegenden zwölf Jahren mit einer Top-Drei-Platzierung nie klappen. Selbst in seinem Meisterjahr 2013 kam er dort über Position fünf nicht hinaus. Aber nun ist der sprichwörtliche Knoten endlich geplatzt und die Erleichterung riesengroß. Dabei begann das Rennwochenende in der Frankenmetropole für den 35-jährigen Kfz-Mechaniker denkbar ungünstig. Im ersten Zeittraining benötigte er für die 2,3 Kilometer lange Runde um die historischen Steintribünen genau 46,552 Sekunden – Rang acht. Doch wenig später gab es die Strafversetzung ans Ende der Startaufstellung. Die Phoenix-Mannschaft hatte unter Parc-Fermé-Bedingungen die Motorhaube an seinem Audi RS5 DTM geöffnet und regelwidrig Kühlflüssigkeit im Bremssystem nachgefüllt. Und die Pechsträhne ging weiter.

Eine aggressive Strategie

Rockenfeller wählte eine aggressive Strategie, fuhr bereits nach einer Runde zum Pflichtstopp in die Boxengasse, in der Hoffnung, bei einer eventuellen Safetycar-Phase Plätze gut zu machen. Das Safetycar kam auch, Rockenfeller war jetzt Siebter. Doch der über 600 PS starke Bolide machte nicht mit, „Rocky“ musste den Wagen vorzeitig abstellen.

„Natürlich bin ich enttäuscht, dass ich das Rennen nicht zu Ende fahren konnte“, sagte er anschließend. „Das Qualifying lief schon nicht optimal. Als nächstes kam dann die Strafe, was natürlich unser Fehler war. Im Rennen ist nach 44 Runden ein Rohr am Ladeluftkühler gebrochen, so dass mein Motor keine Leistung mehr hatte.“

In den Lauf ging Mike Rockenfeller von der elften Startposition und wählte diesmal genau die umgekehrte Rennstrategie. Er blieb lange draußen – es gab auch kein Safetycar – und nach schnellen Runden griff er in der Schlussphase mit frischen Reifen an, um sich am Ende den lang ersehnten Podiumsplatz schnappen.

„Ich bin unglaublich glücklich, dass es mir in meinem 13. DTM-Jahr endlich einmal gelungen ist, auch am Norisring auf dem Siegerpodest zu stehen“, strahlte der Rheinländer hinterher. „Das Wochenende war eine echte Achterbahn der Gefühle für mich.“

In der Meisterschaft liegt der Audi-Fahrer nach zehn von 18 Rennen mit 66 Punkten an der sechsten Position. Es führen nach wie vor seine Markenkollegen René Rast (127) und Nico Müller (102) vor dem Österreicher Philipp Eng (101), Bruno Spenger (Kanada, 76) und Marco Wittmann (71) aus Fürth, die alle drei einen BMW M4 pilotieren.

Weiter geht es für Mike Rockenfeller und seine Kollegen schon am übernächsten Wochenende, wenn die Deutschen Tourenwagen Masters erstmalig in ihrer mehr als 30-jährigen Geschichte auf dem niederländischen Kurs von Assen zu Gast sind – genau wie Zandvoort nur etwa 250 Kilometer von Moers entfernt

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