Fußball

Fichte Lintfort kann mit 1:6 im Test gegen Homberg leben

Lintforts Nikola Serra geht im Kopfballduell etwas ungestüm zu Werke.

Lintforts Nikola Serra geht im Kopfballduell etwas ungestüm zu Werke.

Foto: Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.  Trainer Sven Schützek sieht gegen den Regionalligisten nach einer Woche Vorbereitung schon gute Ansätze. Auch VfB-Coach Janßen ist zufrieden.

Für gewöhnlich pflegen Fußballtrainer Resultaten in Testspielen nicht allzu viel Bedeutung beizumessen. Erkenntnisgewinn steht in der Vorbereitung stets vor dem Ergebnis. So gesehen konnte Sven Schützek gestern Nachmittag zufrieden über den heimischen Kunstrasen an der Franzstraße in Richtung Kabine marschieren. „Ich habe einige gute Sachen, aber auch ein paar schlechte Sachen gesehen“, erklärte der Coach von Landesligist Fichte Lintfort. Mehr hatte Schützek auch nicht erwartet. Vor der beachtlichen Kulisse von fast 200 Zuschauern verkauften sich die Hausherren gegen Regionalliga-Aufsteiger VfB Homberg ordentlich, auch wenn am Ende eine 1:6 (0:2)-Niederlage stand.

Kaum personelle Alternativen

Der Lintforter Übungsleiter war mit deutlich weniger personellen Alternativen in die Partie gegangen als der Gast. Kurzfristig hatten noch Udo da Silva (Grippe) und El Houcine Bougjdi, der beim Warmmachen angeschlagen abwinkte, passen müssen. VfB-Trainer Stefan Janßen konnte dagegen aus dem Vollen schöpfen und in der zweiten Hälfte ordentlich durchwechseln. Den ersten Wechsel des Tages vollzog aber das Schiedsrichtergespann. Nach 20 Minuten tauschte Referee Cedric Gottschalk mit seinem Assistenten Maximilian Fischedick verletzt Pfeife gegen Fahne. Probleme mit der Leitung einer fairen Partie hatte gestern keiner von beiden.

Homberg begann drückend überlegen und hätte nach einer halben Stunde noch höher führen können als mit 2:0. Beide Treffer erzielte Neuzugang Cagatay Kader (14./20.). In der Schlussphase von Hälfte eins befreite sich Fichte ein wenig vom Dauerdruck des Regionalligisten und setzte einige Male gefällig zum Kontern an, ohne den VfB dabei aber ernsthaft in Gefahr zu bringen.

Gutkowski patzt einmal

Gleich nach Wiederanpfiff traf Can Serdar (47.) zum 0:3, aber die Lintforter ließen die Köpfe nicht hängen, sondern trauten sich nun sogar noch etwas mehr zu. Nach einem Fehler von VfB-Keeper Philipp Gutkowski traf Julian Thiel für Fichte (55.). Direkt im nächsten Angriff wäre Robin von Radecke fast sogar der Anschluss gelungen. Es war die beste Phase der Gastgeber, denen nun aber mehr und mehr die Kräfte schwanden. Homberg hingegen brachte frische Akteure und hatte fortan wieder leichtes Spiel. Kader mit seinem dritten Treffer (57.) und zweimal Danny Rankl (71./74.), der nach seiner Einwechslung noch mehrere Gelegenheiten zum Blitz-Hattrick hatte, schraubten das Ergebnis in die Höhe.

Schützek ärgerte das hinterher nicht wirklich. „Die Jungs haben viel gearbeitet und sich gut verkauft. Nach einer Woche Vorbereitung war das schon völlig in Ordnung“, sagte der Lintforter Trainer.

Die Homberger sind da schon deutlich weiter. In zwei Wochen steht gegen Bergisch Gladbach der Regionalliga-Auftakt an: „Im Hinblick darauf bringt uns jedes Spiel weiter. Wir wussten, dass der Gegner tiefer stehen würde. Wir wollten geduldig sein, den Ball laufen lassen und uns viel bewegen. Das hat die Mannschaft gut gemacht“, lobte auch Stefan Janßen seine Schützlinge.

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