Fußball: Landesliga

Fichte Lintfort legt eine Bilderbuch-Saison hin

Gegen den Hülser SV zeigte der TuS Fichte Lintfort in der vergangenen Saison eines seiner besten Spiele und gewann am Ende deutlich mit 7:0.

Foto: Heiko Kempken

Gegen den Hülser SV zeigte der TuS Fichte Lintfort in der vergangenen Saison eines seiner besten Spiele und gewann am Ende deutlich mit 7:0. Foto: Heiko Kempken

Kamp-Lintfort.   Landesliga-Neuling hat die Planungen für die kommende Spielzeit bereits so gut wie abgeschlossen.

Eine Bilderbuch-Saison hat der TuS Fichte Lintfort in der Fußball-Bezirksliga hingelegt. Unangefochten marschierten die Lintforter an der Tabellenspitze davon und konnten frühzeitig und mit großem Vorsprung den Aufstieg in die Landesliga klar machen. Die Mischung aus großer individueller Qualität und mannschaftlicher Geschlossenheit war der Schlüssel zum Erfolg. Nun möchte sich Fichte in eine Klasse höher etablieren.

Tragischer Tiefpunkt

Am Mittwoch vor einer Woche jährte sich erstmals ein tragischer Tiefpunkt in der Lintforter Vereinsgeschichte und für die zu großen Teilen seit vielen Jahren zusammen spielende Mannschaft. Vor einem Jahr, unmittelbar vor dem damaligen Halbfinalspiel in der Relegation zur Landesliga verunglückte der Fichte-Spieler Tom Wilbers mit dem Auto und erlag später seinen Verletzungen. Im Endspiel unterlagen die Lintforter anschließend mit 1:2 dem VfL Benrath und scheiterten.

Doch die Mannschaft zerbrach an diesem Schicksalsschlag nicht. „Da ist ein riesiger Zusammenhalt in der Mannschaft entstanden“, weiß Trainer Sven Schützek zu berichten und spürte diese Saison: „Das ist bei allen Jungs unserer Mannschaft drin gewesen.“ Für den Trainer war „die mannschaftliche Geschlossenheit“ ein absoluter Erfolgsgarant in dieser Saison.

Ein großer Teil der Mannschaft spielt bereits seit mehreren Jahren zusammen, schaffte unter Schützek in der Saison 2014/15 mit dem SV Hönnepel-Niedermörmter II bereits den Landesliga-Aufstieg.

„Das sind alles gute Fußballer, die noch jung sind und immer lernen wollen“, beschreibt der Trainer seine Spieler und ergänzt: „Wir arbeiten überwiegend schon fünf Jahre zusammen und ich habe als Trainer auch ein Händchen dafür, wie ich diese Mannschaft führen muss.“

Allzu viele personelle Veränderungen wird es daher im Sommer auch nicht geben. Mit Torwart Björn Kuhlmann, Fabian Weigl und Thorsten Neulinger verlassen drei Spieler die Mannschaft, die mindestens die Hälfte der Spiele bestritten.

„Mit Dennis Schmitz und Marian Gbur bekommen wir richtig Erfahrung dazu“, freut sich Schützek auf den Mittelfeldspieler vom SV Sonsbeck und den Torwart des SV Straelen, fügt noch an: „Auch Ali Yavuz war beim SV Scherpenberg Stammspieler in der Landesliga.“

Die Liste der Neuen komplettieren schließlich Thorben Gbur (SV Sevelen), Fljorim Muharemi (SSVg. Velbert A-Junioren) und Daichi Yamamoto aus Japan.

Nicht mehr soviel Ballbesitz

Die Kaderplanung ist damit schon weitgehend abgeschlossen und das Personal kann sich auch in der Landesliga durchaus sehen lassen. „Auf uns kommen aber neue Aufgaben zu und wir werden in einigen Spielen sicher nicht mehr so viel Ballbesitz haben“, mahnt Schützek aber und dennoch lautet die Devise:

„Wenn wir das erste Jahr gut überstehen, können wir auch langfristig etwas in der Landesliga aufbauen. Für mich persönlich ist Fichte Lintfort ein Landesliga-Verein und war in den letzten Jahren auch mehr in der Landes- als in der Bezirksliga. Von daher sind wir gekommen, um zu bleiben.“

Und seit zwei Tagen kennen sie auch ihre Gegner und können sich auf die Derbys gegen den SV Scherpenberg, GSV Moers und SV Sonsbeck freuen. Und auf die Partie gegen Hönnepel-Niedermörmter.

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