Fußball-Landesliga

Florian Witte sei Dank: Fichte Lintfort ist der Rettung nah

War der Dosenöffner für Fichte Lintfort: Florian Witte (rechts).

War der Dosenöffner für Fichte Lintfort: Florian Witte (rechts).

Foto: Oleksandr Voskresenskyi

Kamp-Lintfort.   Fußball-Landesliga-Aufsteiger TuS Fichte Lintfort ist nach dem 3:0 gegen Überruhr der vorzeitigen Rettung nah. Florian Witte war der Dosenöffner.

Eine Halbzeit lang schien Florian Witte auf dem Kunstrasen an der Franzstraße unsichtbar. Fichte Lintforts Angreifer gelang im Abstiegsduell der Fußball-Landesliga gegen Blau-Gelb Überruhr so wenig, dass Trainer Sven Schützek seine Nummer 11 getrost hätte in der Kabine lassen können. Doch Schützek ließ Witte weiterspielen. Eine gute Entscheidung. Der 20-Jährige entpuppte sich als Dosenöffner, köpfte eine Brajic-Ecke nach 51 hypernervös geführten Spielminuten in die Essener Maschen und holte keine zehn Minuten später den Foulelfmeter heraus, den Alen Brajic zum 2:0 verwandelte. Am Ende hieß es sogar 3:0 (0:0) für die Lintforter.

„Wir drehen jetzt genauso wenig durch, wie wir das nach den vier Niederlagen am Stück zuletzt getan haben“, versicherte Trainer Schützek. Mit Blick auf Hönnepels 3:5-Niederlage beim Tabellenzweiten Niederwenigern trotz einer 3:0-Führung bis zur 62. Minute stehen die Zeichen für Aufsteiger Fichte nun voll auf Rettung. Sechs Punkte Vorsprung auf den SV Hö./Nie. bei drei ausstehenden Spielen sind ein Polster, das für eine weitere Landesliga-Saison ausreichen sollte.

Zur Halbzeit des Treffens mit dem Tabellenvorletzten hatte es nach gelöster Stimmung allerdings überhaupt nicht ausgesehen. Die Gäste aus Essen, die mit der Pleite den Gang in die Bezirksliga antreten, pressten laufstark gegen ballführende Rothemden. Die wussten sich nicht anders als mit Kick and Rush zu helfen: den Ball immer steil, aber unpräzise nach vorn.

Mit dem 0:0 war Fichte zur Pause gut bedient. Torhüter Marian Gbur war gut drauf, hielt den Kasten sauber. Der Rest war tiefe Verunsicherung, stete Meckerei, ungenaue Zuspiele, zu wenig Bewegung.

Dann kam Fichtes erste von acht Ecken in der zweiten Halbzeit, Branjic’ präzise Hereingabe und Wittes Kopfballgeschoss zum 1:0. „Man hat richtig gemerkt, wie wir auf einmal wieder gewachsen ist“, freute sich Trainer Schützek.

Angriff auf Angriff rollte nun auf das Tor der arg abbauenden Essener. Allein Tim Konrad hätte für einen Kantersieg sorgen können, vergab aber sämtliche seiner vier Soli kläglich. Es musste Gäste-Hilfe her. Die kam. Erst holte Überruhrs Torhüter Blaz Ravlija im Strafraum Witte von den Beinen. Denn Foulelfmeter versenkte Brajic in der rechten Torecke. Dann erlaubte sich Gäste-Verteidiger Marcel Scheffner nach einer scharfen Rechtsflanke des eingewechselten Nikola Serra ein Eigentor (69.).

Brajic geht zu Homberg II

Zwei Wermutstropfen musste Fichte allerdings verkraften. Innenverteidiger Timo Friede passte kurzfristig wegen einer Rückenverletzung. Dazu kam die Nachricht, dass Mittelfeldstratege Alen Brajic nach der Saison zum Bezirksligisten VfB Homberg II wechselt und freiwillig eine Klasse tiefer spielen will. Was Trainer Schützek nicht erfreute. Sein knurriger Kommentar: „Zu Spielerwechseln äußere ich mich erst nach der Saison.“

So haben sie gespielt:

TuS Fichte: Gbur – Kapuscinski, Özcelik, L. Rume, Celik (46. Serra) – Schmitz, Brajic – da Silva Grasbeunder, Konrad, S. Rume – Witte (85. Matrakos)

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