Frauen-Handball / 2. Liga

Für den TuS Lintfort ist es erneut nur ein Katzensprung

TuS-Spielmacherin Mie Norup Isaksen muss Samstag in Solingen wieder den Takt vorgeben.

TuS-Spielmacherin Mie Norup Isaksen muss Samstag in Solingen wieder den Takt vorgeben.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.  Auswärtsfahrten sind stressig – vor allem für die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort. Doch diesmal geht es nur zum HSV Solingen-Gräfrath.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Der Spielplan meint es derzeit gut: Auswärtsfahrten sind bekanntlich in aller Regel stressig und nervig. Für die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort kommt zudem der immense zeitliche Aufwand noch oben drauf. Doch aktuell gibt es diesbezüglich überhaupt nichts zu Meckern. Am vergangenen Spieltag wurde die hohe Hürde beim TV Beyeröhde-Wuppertal in souveräner Manier übersprungen.

Nun steht erneut nur ein Katzensprung auf dem Programm. Für die Schützlinge von Trainerin Bettina Grenz-Klein geht es zum gut 70 Kilometer entfernt gelegenen Rivalen HSV Solingen-Gräfrath. Der Anwurf erfolgt dort Samstag, 18.15 Uhr.

Hervorragende Entwicklung

Sicherlich steht dieses Duell mit regionalem Charakter unter besonderer Beobachtung. Aber Lintfort (10:8 Punkte) muss sich diesmal aufgrund seiner hervorragenden Entwicklung und der guten Ergebnisse den Schuh des Favoriten anziehen. Für die TuS-Spielerinnen ist diese Bürde Neuland und muss erst einmal gehändelt werden. Doch wenn man beim Schlusslicht (1:17 Zähler) der Liga antritt, gilt es die Rolle einfach anzunehmen. Zumal der TuS sicherlich auch sein Selbstbewusstsein steigern konnte.

Aber noch tut sich sogar TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein schwer das Wort „Favorit“ auszusprechen. „Klar, wir möchten gewinnen. Aber meine Spielerinnen müssen dazu unbedingt ihre Fähigkeiten zu einhundert Prozent ausschöpfen. Wir haben nicht die Qualitäten, die spielerische Überlegenheit, wie so mancher Spitzenverein, um in Solingen locker zu gewinnen. Meine Mannschaft muss immer das Limit erreichen – und dies ist manchmal ein schmaler Grat zwischen Euphorie und Enttäuschung.“

Die Gastgeberinnen haben bislang massive Probleme in der Liga Fuß zu fassen. Der Aufsteiger muss akzeptieren, dass auf diesem neuen Terrain ein anderer Wind weht, als noch zu Drittligazeiten.

Aber die Mannschaft darf auf gar keinen Fall unterschätzt werden. Die Ergebnisse waren nicht so schlecht, wie es der triste Tabellenplatz aussagt. Und gerade der jüngste, erste, Punktgewinn unlängst im Kellerduell bei Werder Bremen wird mit Sicherheit die Stimmung um einiges aufhellen.

Und was kann es schöneres geben, als ausgerechnet im prestigeträchtigen Duell gegen den TuS Lintfort nachzulegen, dem favorisierten Kontrahenten in die Suppe zu spucken.

Solingen ist in der Verteidigung schwer in ein Schema zu pressen. Das Team kann gleich mehrere Formation anwenden, stellt die gegnerischen Angriffsreihen immer wieder vor neue Aufgaben. Im Angriff übernimmt Spielgestalterin Mandy Reinarz große Verantwortung, ist für ihre individuelle Qualität mit dynamischen Durchbrüchen bekannt. Aber der Ball wird auch immer wieder gekonnt zum Kreis „durchgesteckt“. Rückraum-Ass Vanessa Brandt strahlt allein durch ihre Wurfkraft eine stete Gefahr aus.

„Kein einfaches Spiel“

„Es wird kein einfaches Spiel“, ergänzt Bettina Grenz-Klein. „Wir müssen eine hohe Präsenz in der Abwehr erreichen, aktiv die Gegenspielerinnen angehen und somit unseren Rhythmus finden. Wenn unsere Deckung steht, fällt es meinen Spielerinnen einfacher die Offensive zu gestalten.“

Der TuS Lintfort reist mit dem kompletten Aufgebot zum prestigeträchtigen Kräftemessen an. Einzig Linkshänderin Becky van Nijf hat momentan einige Probleme mit ihrem Knie. Die Niederländerin wird aber auflaufen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben