Fußball-Bezirksliga

Fußball: Mitfavorit GSV Moers setzt den Start in den Sand

Den Start haben die Gelb-Schwarzen, hier Yassine Riad beim 0:2-Auftakt in Schwafheim erst einmal in den Sand gesetzt.

Den Start haben die Gelb-Schwarzen, hier Yassine Riad beim 0:2-Auftakt in Schwafheim erst einmal in den Sand gesetzt.

Foto: Ulla Michels / FUNKE Foto Services

Moers.  Nach drei Spielen ist der GSV Moers, eigentlich als Mitfavorit in die Fußball-Bezirksliga gestartet, noch ohne Pluspunkt auf dem Konto.

Die Voraussetzungen nach dem Abstieg aus der Fußball-Landesliga sollten für den GSV Moers eigentlich günstig sein. „Mir wurde vom Trainerteam versichert, dass wir spielerisch in der Bezirksliga besser ausgestattet sind als eine Etage höher“, sagt Abteilungsleiter Klaus Angerhausen, „nur sehe ich das bisher nicht.“ Sieben Tage, drei Niederlagen, null Punkte, Platz 17 – so lautet die trübe Kurz-Bilanz zum Saisonstart. Am Sonntag (15.30 Uhr) gegen die ebenfalls erfolglose Reserve des SV Sonsbeck sollte die Aufholjagd beginnen.

„Vielleicht liegt es ja auch daran, dass der Trainer noch im Urlaub ist“, spekuliert Abteilungsleiter Angerhausen. Sein Coach Thorsten Schikofsky verpasste die Partien in Schwafheim (0:2) gegen Homberg II (2:4) und bei Viktoria Goch (0:3). Die bisherige Ausbeute seiner eigentlich verstärkten Mannschaft wird den 42-jährigen Trainer kaum zufrieden stellen können.

Sein Co-Trainer Dirk Warmann jedenfalls zeigte sich nach der glatten Pleite am Sonntag beim ehemaligen Oberligisten in Goch, der in der vergangenen Saison lange um den Bezirksliga-Verbleib zu zittern hatte, überaus enttäuscht. Das Derby in Schwafheim vor zehn Tagen war schon ein Fingerzeig. „Da hat es bei allen an der Einstellung gefehlt – und dies im ersten Spiel. Aschenplatz hin oder her, aber das ist für mich nicht nachvollziehbar“, kritisiert Abteilungsleiter Angerhausen.

Gegen Homberg habe sich die Mannschaft nach einer 2:0-Führung selber geschlagen. „Da verursachen wir einen leichten Elfmeter zum Anschlusstor und geben danach die Kontrolle völlig aus der Hand“, sagt Angerhausen, der nachlegt: „Ein 0:3 in Goch am Sonntag spricht dann natürlich auch für sich.“

Der macht keinen Hehl daraus, dass der Abgang von Offensivspieler Luis Gizinski nach Sonsbeck weh getan hat. „Wir haben aber Spieler hinzubekommen, die Potenzial haben sollten. Etwa die jungen Uerdinger Osman Simsek und Gerrit Jenowsky“, sagt Angerhausen, „Dennis Schmitz von Fichte Lintfort hat schon in der Oberliga gespielt. Philipp Hasse von der SG Kaarst hat ebenso Landesliga-Erfahrung wie Yassine Riad vom SSV Grefrath.“

Schwafheim und Repelen besser

Das angestrebte Saisonziel wird nach drei Spielen nicht verworfen, wie Angerhausen versichert. Auch wenn ausgerechnet Torjäger Christian Zeiler (29 Tore in der Aufstiegssaison 2017/18) wegen eines Bänderrisses noch die komplette Hinrunde ausfallen wird. Es braucht aber auch ohne Zeiler langsam ein Erfolgserlebnis, um vielleicht hinter Liga-Favorit und Spitzenreiter TSV Wachtendonk-Wankum als Tabellenzweiter in die Relegationsspiele zur Landesliga zu kommen.

Starke Konkurrenz gibt es aus dem eigenen Kreis. Der SV Schwafheim ist mit sieben Punkten gut gestartet, der spielstarke VfL Repelen hat bei vier Zählern bislang eine Partie weniger absolviert.

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