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Geländereiter: Viel Lob für Rheurdter Gastgeber

Nadja Schulte nimmt hier souverän ein Gelände-Hindernis.

Nadja Schulte nimmt hier souverän ein Gelände-Hindernis.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Neukirchen-Vluyn.  Das Vielseitigkeitsturnier um die Rheinische Meisterschaft der Reiter in Rheurdt punktete mit familiärer Atmosphäre und guten Preisgeldern.

Es war am Ende vielleicht doch ein wenig überraschend für Jens Hoffrogge vom RV Lippe-Bruch-Gahlen, als er zum Rheinischen Meister der Vielseitigkeit mit seinem Pferd Black Rock in der Klasse CCI 2* gekürt wurde. „Erst einmal ist es wichtig, sich auf die eigene Leistung zu konzentrieren. Danach kann man dann schauen, wozu es gereicht hat“, beschreibt Hoffrogge seine Herangehensweise.

Es sah nach der Dressur und dem Springen für Hoffrogge nicht unbedingt nach dem Meistertitel aus. „Wir hatten ein Paar, das einen wirklich guten Vorsprung hatte. Aber Fehler passieren uns allen mal – gerade im Gelände“, meint Hoffrogge.

Sofort disqualifiziert

Der zu dieser Zeit führende Arne Bergendahl startete zwar auch im Gelände souverän, hatte dann aber einen kurzen Blackout und bewältigte mit Vierbeiner Checkovich das falsche Hindernis, was die sofortige Disqualifikation bedeutete. Hoffrogge meisterte mit seinem erfahrenen Pferd Black Rock souverän den Geländeparcours. „Er ist da wirklich sehr routiniert, ich werde mit ihm in diesem Jahr auch noch einmal vier Sterne in der Vielseitigkeit reiten“, erklärt Hoffrogge.

Es ist nicht der erste Rheinische Meistertitel für den Vielseitigkeitsreiter. Im Jahre 2012 konnte er sich schon einmal diese Auszeichnung holen. Beim Turnier der Interessengemeinschaft der Vielseitigkeitsreiter Kleve in Rheurdt ist Hoffrogge auch kein Unbekannter, im vergangenen Jahr gewann er dort die CIC 1* Klasse in der Vielseitigkeit.

„Es ist familiär, hier kommt man immer wieder gerne hin. Gerade von den Hindernissen verstehen die Veranstalter etwas, das ist nicht immer selbstverständlich“, bewertet Hoffrogge die Veranstaltung.

Auch Hoffrogges größter Konkurrent um die Rheinischen Meisterschaft, Arne Bergendahl, lobt die Veranstalter und Sponsoren: „Das Preisgeld ist hier nicht zu verachten. Es geht sicher nicht immer nur darum, aber es ist ein Fakt, dass hier in Rheurdt in den vergangenen Jahren immer gut ausgeschrieben worden ist.“ Worte, die sicher auch Andreas Wetzels, der stellvertretende Vorsitzende der IGV Kleve, gern hört.

Entscheidung über 2020 steht aus

„Über das Wochenende sind hier bestimmt hundert Leute von uns im Einsatz, um das Turnier möglichst reibungslos über die Bühne zu bringen“, erklärt er. Der Aufwand scheint sich gelohnt zu haben, gute Zuschauerzahlen und zufriedene Reitsportler sind wieder einmal das Ergebnis aufopferungsvoller Arbeit. Ob dies auch die Rheinischen Meisterschaft an dem Standort hält, kann Wetzels zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht sicher sagen. „Die Entscheidung darüber liegt aber beim Verband“, erklärt er.

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