Motorsport

Glückloser Mike Rockenfeller bei der DTM auf dem Nürburgring

Der 64-jährige Moerser Routinier Armin Hahne hat nichts verlernt, wurde bei den Tourenwagen Classics auf dem Nürburgring in seinem Ford Sierra RS 500 Cosworth am Ende Dritter.

Der 64-jährige Moerser Routinier Armin Hahne hat nichts verlernt, wurde bei den Tourenwagen Classics auf dem Nürburgring in seinem Ford Sierra RS 500 Cosworth am Ende Dritter.

Foto: Martina Schlimbach

Am Niederrhein.  Mit großen Erwartungen startet Mike Rockenfeller im Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) auf dem Nürburgring – und scheitert an der Technik.

Mit großen Erwartungen war Mike Rockenfeller in das vorletzte Wochenende der Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) auf dem Nürburgring gestartet. Beflügelt von den zuletzt errungenen Erfolgen im niederländischen Assen sowie auf dem Lausitzring wollte der gebürtige Neuwieder auch bei seinem Heimspiel wieder den Sprung auf das Siegerpodest schaffen, doch die Technik machte ihm diesmal einen Strich durch die Rechnung.

Während Markenkollege René Rast aus Minden den vorzeitigen Titelgewinn bejubeln durfte, blieb dem 35-jährigen Kfz-Mechaniker am Ende nur ein siebter Platz im Sonntagsrennen. Mit jetzt 145 Punkten konnte er sich in der Fahrerwertung aber dennoch an dem Österreicher Philipp Eng im BMW M4 DTM vorbei schieben und reist jetzt in drei Wochen als Gesamt-Vierter zum Finale nach Hockenheim.

In dem diesjährigen Dreikampf der Hersteller Aston Martin, Audi und BMW waren die Ingolstädter einmal mehr die dominierende Marke und auch das nur einen Steinwurf vom Nürburgring entfernt beheimatete Team Phoenix präsentierte sich von Beginn an in Topform.

3,629 Kilometer langer Sprintkurs

Obwohl Rockenfeller im Qualifying für das Samstagsrennen auf dem 3,629 Kilometer langen Sprintkurs nicht die absolut perfekte Runde gelang, knackte er die 1:20er-Marke und stellte seinen schwarzen Audi RS5 DTM mit 1:19,914 Minuten in die zweite Startreihe. Die Ampel zeigte noch Rot, als vor ihm der Abt-Audi von Nico Müller bereits anrollte. Dadurch verpatzte auch der von P2 ins Rennen gegangene BMW-Fahrer Bruno Spengler seinen Start, während „Rocky“ ganz cool blieb, den Kanadier ausbeschleunigte und sich nach der obligatorischen Stopp-and-go-Strafe von Müller an die Verfolgung von Polesetter René Rast machte.

„Platz zwei war absolut sicher, aber dann ist plötzlich der Öldruck gesunken und ich musste das Auto etwa 20 Minuten vor Rennende abstellen“, schildert ein enttäuschter Rockenfeller, was dann geschah. „Das ist natürlich extrem frustrierend. Ich glaube, ich hätte heute sogar noch um den Sieg kämpfen können, denn ich konnte an den Führenden heranfahren und hatte noch elf Mal das DRS zur Verfügung. Da war alles noch drin, aber es kam eben anders. Der Motor selbst hat zum Glück keinen Schaden genommen. So wie es aussieht, ist an einem Anbauteil ein Schlauch gerissen, was zu dem Ölverlust führte. Jetzt schaue ich auf morgen und hoffe, dass wir es dann wieder hinbiegen und die verlorenen Punkte zurück holen können.“ Das DRS bedeutet, den Klappflügel als Überholhilfe benutzen zu können.

Seine Prognose setzte der in Niederbieber aufgewachsene Rennfahrer im zweiten Zeittraining am Sonntag Morgen gleich in die Tat um. Mit der drittbesten Rundenzeit schnappte „Rocky“ sich hier bereits einen Extra-Punkt. Nur die beiden Rosberg-Audi von Jamie Green (Großbritannien) und René Rast waren noch einen Hauch schneller, während der bestplatzierte BMW mit Ex-Formel 1-Fahrer Timo Glock erst an der siebten Position notiert wurde.

Leider wählte das Team im Phoenix-Kommandostand diesmal nicht die optimale Renntaktik und holte den Audi mit der Startnummer 99 zu spät zum Pflichtreifenwechsel an die Box. So konnte Mike Rockenfeller sich nur als Sechster wieder ins Teilnehmerfeld einreihen und musste am Ende sogar noch einen Platz an den Südafrikaner Jonathan Aberdein im privat eingesetzte WRT-Audi abgeben.

Armin Hahne wird Dritter

Im Rahmen des achten DTM-Wochenendes gastierten auch die Tourenwagen Classics in der Eifel. Die Rennserie, welche die spektakulären Fahrzeuge der 1980er- und 90er-Jahre zurück auf die Rennstrecken bringt, hat die Herzen der Fans im Sturm erobert und zahlreiche ehemalige DTM-Fahrer zu einem erneuten Einsatz mit ihrem ehemaligen Sportgerät animiert.

So pilotierte der Moerser Armin Hahne am Nürburgring noch einmal den pfeilschnellen Ford Sierra RS 500 Cosworth. Der turbobefeuerte Tourenwagen sorgte in der „alten“ DTM für jede Menge Furore, in der Saison 1988 steuerte Hahne alleine sechs Rennsiege zu der Erfolgsbilanz des Rennwagens bei. Aber auch heute hat der inzwischen 64-jährige Routinier nichts von seinem Können verlernt und stand als Dritter seiner Klasse ein weiteres Mal auf dem Siegerpodest.

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