Frauen-Fußball: Regionalliga

GSV Moers trennt sich von Trainer Gerd Orzeske

ngagiert war er in jedem Spiel an der Seitenlinie. Doch beim Fußball-Frauen-Regionalligisten GSV Moers ist die Zeit für Trainer Gerd Orzeske abgelaufen.

Foto: Norbert Prümen

ngagiert war er in jedem Spiel an der Seitenlinie. Doch beim Fußball-Frauen-Regionalligisten GSV Moers ist die Zeit für Trainer Gerd Orzeske abgelaufen. Foto: Norbert Prümen

Moers.   Beim Regionalliga-Spiel am Sonntag bei Borussia Bocholt betreut der bisherige Co-Trainer Sascha Beck das Team.

Nachdem die Talfahrt der Fußballerinnen des Regionalligisten GSV Moers auch nach dem Jahreswechsel anhielt, haben die Verantwortlichen um GSV-Abteilungsleiterin Bettina Kutscher die Reißleine gezogen: Ab sofort ist Gerd Orzeske nicht mehr Trainer bei den „Gräfinnen“.

„Die Entscheidung ist jetzt gefallen und ist uns sicherlich nicht leicht gefallen“, so Kutsche zu der Trennung. „Gerd Orzeske hat einen sehr engagierten Job gemacht und uns schließlich vor drei Jahren auch vor dem Abstieg gerettet. Aber wir haben nach der neuerlichen Niederlage am Sonntag gegen den VfL Bochum und dem insgesamt sehr unglücklichen sowie unbefriedigenden Saisonverlauf, nicht mehr an eine Wende unter ihm geglaubt.“

So hatte sich Kutscher mit Orzeske schon in der Winterpause zusammen gesetzt und auch schon das unbefriedigende Abschneiden der Hinrunde analysiert: „Da hatten wir schon die nächsten vier, fünf Spiele mal abwarten wollen, ob die Leistungen besser werden Das ist nicht geschehen. Deshalb mussten wir reagieren und mit einem Trainerwechsel einen neuen Impuls geben und ein Signal an die Mannschaft setzen.“

Nun suchen Kutscher und die Verantwortlichen nach einem neuen Coach: „Bis dieser gefunden ist, wird der bisherige Co-Trainer Sascha Beck in Kooperation mit Patricia Michalak und der Physiotherapeutin sowie Fitnesstrainerin Diane Böhm die Mannschaft betreuen.

Orzeske ist enttäuscht

Enttäuscht auf diese Trennung reagierte Gerd Orzeske, der sich auch ein wenig mehr Unterstützung vom Vorstand erwartet hätte: „Das haben auch meine Spielerinnen gemerkt. Wir wollten etwas erreichen und uns nach oben orientieren. Aber so richtig wurde das nicht umgesetzt. Und bei einigen Spielerinnen ist diese Entscheidung auf Unverständnis gestoßen.“

Orzeske will aber nicht nachtreten, betont weiter. „Es waren aber auch drei schöne Jahre und es konnte auch mit meiner Unterstützung viel aufgebaut werden. Ich bin leidenschaftlich dem Fußball verbunden und möchte schnellstens eine neue Aufgabe finden.“

Nun müssen sie sich aber schnellstens bei den Moerserinnen wieder auf die Spiele konzentrieren. Denn die Abstiegsgefahr wird immer größer. Die Gelb-Schwarzen sind nämlich schon auf den elften Platz mit ihren 19 Punkten zurückgefallen. Bayer 04 Leverkusen II und Alemannia Aachen sind an den Moerserinnen vorbeigezogen.

Und da in dieser Saison wegen der eingeführten eingleisigen 2. Bundesliga wohl mit fünf Absteigern aus der Regionalliga zu rechnen ist, müssen die „Gräfinnen“ nun langsam punkten. Denn mit dem SV Menden (17) und Uevekoven (16) liegen zwei Teams hinter ihnen, die sie auch schnell überholen und damit weiter in der Tabelle hinunterreichen könnten.

2:2 im Hinspiel

Deshalb muss wirklich schnell ein „Dreier“ her. Doch ob die Grafschafterinnen diesen ausgerechnet im Niederrheinderby am Somntag um 13 Uhr bei Borussia Bocholt einfahren, dürfte doch stark bezweifelt werden. Während nämlich der GSV schwächelt, kam die Borussia in ihren bisherigen Spielen in diesem Jahr zu zwei Siegen: 4:0 gegen Alemannia Aachen und 3:1 in Uevekoven.

Fraglich ist bei den Moerserinnen der Einsatz von Juliane Rath und Nadine Spitalar, die angeschlagen sind.

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