Frauen-Fußball / Regionalliga

GSV Moers und SV Budberg sind im Derby zum Siegen verdammt

GSV-Haupttorschützin Nadja Sissay (gelbes Trikot) ist Sonntag im Regionalliga-Derby gegen den SV Budberg gefordert.

GSV-Haupttorschützin Nadja Sissay (gelbes Trikot) ist Sonntag im Regionalliga-Derby gegen den SV Budberg gefordert.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Am Niederrhein.  Die beiden Frauen-Fußball-Regionalliga-Teams vom GSV Moers und SV Budberg spielen keine gute Saison. Jetzt treffen sie im Derby aufeinander.

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So richtig rund läuft es sowohl beim GSV Moers als auch beim SV Budberg bisher nicht. Am letzten Spieltag der Hinrunde in der Regionalliga treffen die Fußballerinnen beider Klubs nun am Sonntag, 15 Uhr, auf der Moerser Sportanlage Filder Benden zum Derby aufeinander. Und beide Teams befinden sich im harten Abstiegskampf, haben somit auch nichts zu verschenken.

Die Budbergerinnen haben sich durch ihre zwischenzeitlichen Siege mit 1:0 über Alemannia Aachen und 2:0 beim SV Bökendorf ein wenig Luft verschafft, aber durch das 1:5 gegen den VfL Bochum am vergangenen Sonntag gab es wieder einen Dämpfer. Mit ihren zehn Punkten aus zwölf Partien liegen sie auf Rang elf. Da es jedoch bis zu sechs Absteigern geben kann, muss mindestens Rang acht erreicht werden, um in der Liga zu bleiben. Fünf Zähler beträgt bis jetzt schon der Rückstand auf Alemannia Aachen.

GSV Moers hat noch ein Nachholspiel

Noch schlimmer sieht die Lage beim GSV aus. Die „Gräfinnen“ haben nur sieben Punkte auf dem Konto, liegen schon acht Punkte zurück. Allerdings müssen die Gelb-Schwarzen am 7. Dezember noch die Partie beim 1. FC Köln II nachholen. Am vergangenen Sonntag holten sie mit dem 0:0 beim Tabellenvorletzten Herforder SV Borussia Friedenstal zumindest einen Punkt.

Für Moers Coach Hasan Gören zählt deshalb nur der „Dreier“: „Allen ist bewusst, dass uns nur ein Sieg weiterhilft. Und da vertrauen wir auch auf unsere Heimstärke. Zuhause haben wir bisher immer gut ausgesehen.“ Auch Gören hat die Budbergerinnen mehrmals beobachten können, sieht vor allem im guten Mittelfeldspiel mit den Hellfeier-Schwestern die große Stärke des kommenden Gegners. „Dazu müssen wir auf Sina Zorychta achten, die meist die Tore erzielt. Sicherlich kommt es aber auch auf die Tagesform an.“

Mittelfeldspielerin Steffi Frings steigert sich von Training zu Training, könnte eine Option für Sonntag sein. Doch da will Gören das Abschlusstraining am Freitag noch abwarten. „Budberg hat ein eingespieltes Team. Unsere junge Mannschaft wird alles versuchen, sich dagegen zu wehren. Dabei werden wir uns taktisch etwas einfallen lassen und auch etwas verändern.“ Gören hat alle Spielerinnen zur Verfügung.

SV Budberg mit Personalsorgen

Dass aber beide Teams unbedingt siegen müssen, ist auch Jürgen Raab klar: „Gewinnen wir, stoßen wir den GSV noch weiter in Abstiegsgefahr, gewinnen die Moerserinnen, sind sie an uns dran“, verdeutlicht der SVB-Coach die gefährliche Situation für beide Mannschaften treffend. „Für uns ist es auch nicht ganz so einfach, wie wir das Spiel angehen sollen. Die Moerserinnen haben eine starke Abwehr und wenn sie einmal führen, wird es schwer, noch einen Sieg zu landen. Gehen wir voll drauf, kontern sie uns eventuell aus.“

Doch anders als Gören hat Raab gerade vor dem Derby einige personelle Probleme. Die Grippe hat Katharina Presch und Sabrina Tinz erwischt, sie konnten ebensowenig trainieren wie Weronika Rekus (Wadenprobleme) und Scarlett Hellfeier (Hüftprobleme). „Und auch der Einsatz von Alice Hellfeier ist noch fraglich“, so Raab. „Ich muss also abwarten, wer mir am Sonntag wirklich zur Verfügung steht. Daher wird erst kurz vor dem Spiel klar sein, wie die Anfangsformation aussehen wird.“

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