Fechten / European Circuit

Hagene, Polotzek und Hilbrandt bestehen gegen U17-Gegner

Simon Polotzek brachte das Moerser Team gegen die Türkei wieder heran.

Simon Polotzek brachte das Moerser Team gegen die Türkei wieder heran.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Moers.  Beim European Circuit im Kampf um den Helexpo-Cup im griechischen Thessaloniki schickt der FC Moers drei U15-Florettfechter ins U17-Rennen.

Thessaloniki in Griechenland hat mehr zu bieten, als Urlaubsfreude und Historisches. Dort wird auch gefochten. Zuletzt auf einem Turnier mit dem Florett. Die besten internationalen U17-Fechter kamen jedenfalls beim European Circuit im Kampf um den Helexpo-Cup dort zusammen. Mit Emanuel Hagene, Simon Polotzek und Alexander Hilbrandt hatte der Fechtclub Moers drei Mitstreiter ins Rennen geschickt, die alle noch in der U15 antreten können. Es waren zwar die Jüngsten unter den 130 Startern, aber bei weitem nicht die Schlechtesten.

Für das Moerser Trio war die Vorrunde kein Problem. In der ersten K.-o.-Runde setzte sich Alexander Hilbrandt mit 15:13 gegen den Türken Engin Cekeli durch. Simon Polotzek machte es mit 15:5 gegen den Ungar Vilmos Kessler deutlicher, doch Emanuel Hagene unterlag mit 14:15 dem Niederländer Tycho Mousset, schied als 72. aus dem Wettbewerb.

Bei den besten 64 Fechtern war dann aber auch für Simon Polotzek mit 13:15 gegen den Slowaken Arpad Fazekas, und für Alexander Hilbrandt nach 7:15 gegen Khaled Aref Hussein aus Katar Endstation. Poltzek wurde 43., Hilbrandt kam in der Schlussrechnung auf den 51. Platz.

„Eine gute Leistung“

„Das war insgesamt eine gute Leistung unserer jungen Fechter“, zog der Moerser Trainer Matthias Neuhaus eine positive Bilanz. „Alle haben nervenstark agiert und konnten prima bei der U17 mithalten“, lobt Neuhaus die Talente vom FC Moers. Und für die war nach dem Ausscheiden noch nicht Schluss. Einen Tag später stand das Trio als Team als Deutschland I mit 28 weiteren Teams im Mannschaftswettbewerb. Los ging es völlig unspektakulär mit einem Freilos, was das Moerser Trio aber mit dem nächsten Aufeinandertreffen im Kampf bei den besten 16 Mannschaften umgehend geraderückte. Das Gefecht gegen die vierte Mannschaft der Türkei war an Spannung kaum zu überbieten. Hilbrandt, Polotzek und Hagene setzten sich mit 44:43 nach anfänglich deutlichem Rückstand durch. Simon Polotzek war es, der die Wende einläutete. Er hatte auch das erste Gefecht mit 5:1 gegen Ada Budak für sich entscheiden und Deutschland I in Führung bringen können. Doch Manuel Hagene und Alexander Hilbrandt ließen Türkei IV mit 12:20 davonziehen. Nach dem aber Polotzek mit 7:1 gegen Volkan Genceldi die Moerser auf 19:21 heranbrachte, sorgte Hilbrandt für den 26:26-Ausgleich und Hagene gelang mit 31:28 die erneute Führung. Die gab das Team Deutschland I nicht mehr ab, obwohl Polotzek in seinem letzten Gefecht gegen Baran Cobanoglu – gegen den Hagene verloren, Hilbrandt aber gewonnen hatte – mit 4:6 unterlag, aber einen Zähler ins Ziel rettete.

Großer Kampf gegen die Türkei

Das hatte allerdings zu viel Kraft und Nerven gekostet. Gegen Griechenland I setzte es schließlich eine 27:45-Niederlage. Lediglich Alexander Hilbrandt konnte beim 7:4 gegen Dimitrios Sofras eines der neun Gefechte für Deutschland entscheiden. Die anderen acht gingen allesamt verloren. Im Kampf um den Halbfinaleinzug hatte auch noch Katar I mit 45:39 die Nase vorne.

So war es in der Endabrechnung ein achter Platz für das ganz junge Moerser Trio, der sich allemal sehen lassen kann.

>>> DER FC MOERS MIT EINEM U13-DUO IN HANAU

In Hanau gingen Henrik Barby und Ariane Hartmann für den FC Moers auf die Planche. Mit Erfolg.

In der U13-Altersklasse wurde Ariane Hartmann Fünfte. Henrik Barby hingegen dominierte die Konkurrenz, war nicht zu bezwingen und setzte sich trotz starker Konkurrenz bei 33 Fechtern der U13-Herren klar durch. Obwohl er auch auf Kontrahenten der Stützpunkte Tauberbischofsheim und Weinheim traf. Barby deklassierte teilweise seine Gegner. Mit 10:1 entschied er allein das Finale gegen den Marburger Quentin Herwig für sich.

„Henrik hat heute fehlerfrei gefochten. Insgesamt hat er während des gesamten Turniers nicht einmal zehn Treffer kassiert“, jubelte FC-Trainer Saeid Nourouzi.

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