Leichtathletik / Moerser TV

Hannah Paulukuhn, Moerser TV, Dritte über 60 Meter Hürden

Hannah Paulukuhn (rechts) holte über 60 Meter den dritten Platz für den Moerser TV.       

Hannah Paulukuhn (rechts) holte über 60 Meter den dritten Platz für den Moerser TV.       

Foto: Robin Schaefer

Moers.  Bei den Nordrhein-Hallenmeisterschaften in Leverkusen haben die jungen U18-Leichtathletik vom Moerser TV überzeugt – ein Trio im Hürdensprint.

Wie nahe Freud und Leid zusammenliegen, bekamen die jungen Leichtathleten vom Moerser TV bei den Nordrhein-Hallenmeisterschaften in Leverkusen zu spüren.

Zwar knackten die drei Mehrkämpfer Hannah Paulukuhn, Julian Kambartel und Timo Schmidt in den Hürdenvorläufen über 60 Meter allesamt ihre Bestzeiten, doch die Ziele konnten nicht alle umgesetzt werden. Dafür sorgten einige widrige Umstände. Allerdings überwogen unterm Strich die guten Ergebnisse. So überzeugte das MTV-Trio, obwohl es erst in seinem ersten Jahr in der älteren Altersklasse U18 und damit über höhere Hürden starten musste - 0,914 Meter bei den U18-Männern, 0,762 Meter für die U18-Frauen.

Klasse Leistung ist Schall und Rauch

Die klasse Leistungen in Düsseldorf von den Regionsmeisterschaften aus der Vorwoche waren in Leverkusen bereits nur noch Schall und Rauch.

Julian Kambartel knackte mit 8,96 Sekunden im Vorlauf sogar die 9-Sekunden-Marke wurde in diesem Rennen Dritter. Mit 9,01 sek folgte Timo Schmidt als Vierter direkt dahinter. Allerdings spürte er gleich in diesem Vorlauf wieder seine Leistenprobleme. Trotzdem zog das Duo in den Endlauf ein.

Das schaffte auch Hannah Paulukuhn, die in 9,42 sek sogar ihren Vorlauf gewinnen konnte und im Endlauf etwas überraschend in tollen 9,37 sek als Dritte direkt aufs Podest sprintete.

Dort hatten die MTV-Jungs nicht so viel Glück. Julian Kambartel musste auf der Bahn acht ganz außen starten, kam in 9,03 sek auf Rang sechs. Timo Schmidt lief auf der Bahn zwei, kämpfte allerdings nicht nur mit den Hürden sondern auch noch mit seiner Leiste. Er kam in 9,37 sek als Achter ins Ziel. Topfit wäre zwar mehr drin gewesen, doch in dieser Frühphase der neuen Altersklasse ein mehr als achtbares Ergebnis.

Während Hannah Paulukuhn trotz momentaner, akribischer Trainingsarbeit an Anlauf und Absprung auch noch im Hochsprung an den Start ging, hatte sich Timo Schmidt ganz fest eine neue Bestzeit über die 200 Meter vorgenommen. Doch er kam wegen der Leiste übers Aufwärmen nicht hinaus, verzichtete zugunsten seiner Gesundheit auf den Start. Paulukuhn hingegen brachte zwar noch keinen erstklassigen Sprung hin, landete mit 1,50 Meter jedoch wegen der geringeren Anzahl von Fehlversuchen auf einem am Ende völlig akzeptablen fünften Platz.

Diese 200-Meter-Laufstrecke wurde der 4 x 200 Meter U18-Mädchenstaffel verwehrt. Svenja Kompalla, Lynn Gramse, Hannah Paulukuhn und Marlene Fenster hatten eine Zeit unter 1:50 Minuten anvisiert und sich damit durchaus einen Podestplatz ausgerechnet.

Kamera und Zeitmessung fällt aus

Doch der vierte und letzte Lauf musste abgeblasen werden, weil die Kamera und damit die Zeitmessung ausgefallen war. Das war natürlich der Lauf, in dem die jungen Moerser Damen einen raushauen wollten und Marlene Fenster bereits im Startblock stand. Aber selbst nach 45-minütiger Wartezeit konnte das Dilemma nicht behoben werden.

Folglich schickten die Kampfrichter die Teams nach Hause, für diesen und die zuvor absolvierten Läufe gab es keine Meisterschaftswertung. Wobei das MTV-Quartett durchaus mit Rang zwei geliebäugelt hatte.

>>>SIEBEN ZEHNTELSEKUNDEN FEHLEN ZUR MEDAILLE

Keine sieben Zehntelsekunden an Platz drei vorbei lief ebenfalls in der Altersklasse U18, über 200 Meter, auch noch Lynn Gramse in 26,80 Sekunden für den MTV. Damit wurde sie Achte.

Enie Dangelmaier vom LAZ Rhede siegte in 26,04 Sekunden, vor Viktoria Heising, TLV Germania Überruhr, in 26,10 Sekunden und Sophie Fluthgraf, TuS 1920 Jahn Hilfarth, in 26,14 Sekunden.

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