Sport und Corona

Kommentar: Corona setzt den Fußball wieder unter Druck

 

 

Am Niederrhein.  Kontaktsportarten wie Handball, Basketball und auch Volleyball unterbrechen die Saison wegen Corona. Das setzt Fußball unter Druck. Ein Kommentar.

Sport im Allgemeinen und vor allem an der frischen Luft tut dem Immunsystem gut. Das haben all jene, die es von Berufs wegen wissen müssen, ja schon zu Beginn der Corona-Krise versichert. Dabei gibt es nicht nur die physische, sondern auch die psychologische Komponente, die für Menschen überaus wichtig ist.

Letztere rückt mit steigenden Corona-Zahlen wieder in den Vordergrund. Die Verunsicherung ist riesig. Bei Politikern, die entscheiden. Und bei Sportlern, die den Freizeitausgleich einschränken müssen oder sogar lassen sollen.

Zunächst vertagten sich die Basketballer auf den Januar – obwohl die Saison erst in knapp zwei Wochen anfangen sollte und auch die nächste neue Corona-Schutzverordnung des Landes NRW erst für den 31. Oktober angekündigt ist.

Die Handballer zogen in den vergangenen Tagen nach, die Volleyballer mit einer weicheren Aussetzer-Version bis zum 22. November ebenfalls. Immerhin gilt hier: Wer spielen will, der darf auch gern antreten. Ob das Angebot wirklich genutzt wird?

Am Sonntagabend dann kam noch Tischtennis dazu: Der Westdeutsche Tischtennisverband kündigte eine Pause bis einschließlich 31. Dezember. Rund um die Verbandsentscheidungen erklärte der Moerser Nachbar Duisburg am Donnerstag jeglichen Kontaktsport für verboten. Einen Tag später gab es dann Ausnahmen für die höchsten Sportteams der Stadt. Vertrauenswürdige Maßnahmen sehen da sicher anders aus.

Der Fußball jedenfalls, der am Wochenende trotz einiger Spielabsagen weitermachte, gerät als populärste aller Sportarten nun auch unter Druck. Zwei sonntägliche Feiertage im November würden eine kurze Unterbrechung der Saison durchaus erleichtern. Zwei November-Spieltage in den Februar zu verlegen, das könnte Dampf vom Kessel nehmen. Die bittere, weil nicht klar positiv zu beantwortende Frage in Corona-Zeiten lautet allerdings: Wird es etwas nützen?

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