Fußball: Landes-, Bezirksligen

Moerser Bezirksligisten lernen neue Plätze kennen

Riesengroße Freude beim GSV Moers. Als wahrlich letztes Team von 37 Mannschaften qualifizierten sich die Moerser durch das 2:2 gegen Hamborn 07 in allerletzter Minute für die Landesliga-Saison 2018/19.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi

Riesengroße Freude beim GSV Moers. Als wahrlich letztes Team von 37 Mannschaften qualifizierten sich die Moerser durch das 2:2 gegen Hamborn 07 in allerletzter Minute für die Landesliga-Saison 2018/19.

Am Niederrhein.   Die Fußball-Saison bei den Amateuren ist gerade beendet, da geht der Blick bereits auf die neue Spielzeit 2018/2019. Mit den Gruppeneinteilungen.

Die Fußball-Saison bei den Amateuren ist erst am vergangenen Sonntag mit den letzten Auf- und Abstiegsspielen beendet worden, da richten sich die Blicke bereits auf die neue Spielzeit 2018/19. Die mit Spannung erwarteten Gruppeneinteilungen der Ober-, Bezirks- und Landesligen liegen nun vor. Diese legte der Fußball-ausschuss vom Fußballverband Niederrhein (FVN) in seiner Sitzung am vergangenen Montag fest.

In der vergangenen Saison zeigte der VfB Homberg in der Oberliga überragende Spiele, belegte einen tollen dritten Platz. Die Liga setzt sich zusammen aus dem Auf- und Abstieg der Regional- und Landesligen. In der Oberliga treten in der kommenden Spielzeit an:

VfB Homberg (Kreis Moers), Germania Ratingen, Turu Düsseldorf, VfB Hilden, SC Düsseldorf-West, (Kreis Düsseldorf), Sportfreunde Baumberg, 1. FC Monheim (Kreis Solingen), SSVg. Velbert, SC Velbert (Kreis Wuppertal), TSV Meerbusch, SC Union Nettetal (Kempen-Krefeld), 1. FC Kleve (Kreis Kleve-Geldern), TV Jahn Hiesfeld, VfB Speldorf, FSV Duisburg (Kreis Duisburg-Mülheim-Dinslaken), 1. FC Bocholt (Kreis Rees-Bocholt), Schwarz-Weiß Essen, SpVgg. Schonnebeck (Kreis Essen).

„Wir haben wirklich alles versucht“

Während in der kommenden Saison nun die vier Landesligisten aus dem Fußballkreis Moers in einer Gruppe spielen, musste bei den Bezirksligisten der VfB Homberg II von den anderen vier Teams aus dem Fußballkreis Moers getrennt werden. Das Moerser Bezirksliga-Quartett spielt aber nicht mehr Richtung Kleve-Geldern, sondern in den Fußballkreisen Kempen-Krefeld sowie Mönchengladbach-Viersen.

„Nach vielen Jahren, in denen der Fußballkreis Moers in der Bezirksliga nicht getrennt wurde, ließ sich dies für die kommende Saison nicht mehr vermeiden“, so Wolfgang Jades, Vorsitzender des FVN-Fußball-ausschusses. „Wir haben wirklich alles versucht, doch noch eine andere Lösung zu finden, die schließlich allen Vereinen hundertprozentig gerecht wird, bei der alle gleich behandelt werden. Doch das war im Sinne des Gesamtbildes einfach nicht möglich. So konnten wir beispielsweise auf keinen Fall den Kreis Duisburg-Mülheim-Dinslaken auf vier Bezirksligen verteilen. Es sind bestimmt nicht alle Vereine zufrieden, aber wenn ich aus dem Kreis- in den Verbandsspielbetrieb wechsel, muss ich eben damit rechnen, auch auf andere Gegner zu treffen.“

In der Landesliga geht erneut ein Quartett aus dem Fußballkreis Moers an den Start. Doch mit zwei Veränderungen. Statt dem VfL Repelen und dem SV Schwafheim, die nun abgestiegen sind, haben der TuS Fichte Lintfort als Meister und der GSV Moers als Sieger der Relegationsspiele über Hamborn 07 (1:0, 2:2) den Aufstieg geschafft. Neben diesen beiden sind weiterhin der SV Sonsbeck und der SV Scherpenberg unter den 18 Teams in der Landesliga, Gruppe 2. Dort treffen sich die vier Moerser Teams. Die Gegner für die Klubs aus dem Fußballkreis Moers kommen erneut aus den Kreisen Oberhausen-Bottrop, Essen, Kleve-Geldern, Rees-Bocholt und schleißlich aus Duisburg-Mülheim-Dinslaken. Damit gibt es wieder zahlreiche Derbys. Vor allem das „neue“ Moerser Stadtderby mit dem SV Scherpenberg und dem GSV Moers sticht dabei heraus.

Da aus der Oberliga alle Absteiger in die Landesliga Gruppe 1 einsortiert wurden, sind der Gruppe 2 der größere Teil der Aufsteiger aus den Bezirksligen zugeordnet worden. So gehören erneut allein sechs Teams aus dem Fußballkreis Essen dieser Liga an.

Vier Landesligisten in Gruppe 2

Damit sieht die Landesliga, Gruppe 2, in der kommenden Spielzeit wie folgt aus: SV Sonsbeck, SV Scherpenberg, TuS Fichte Lintfort, GSV Moers, (Kreis Moers), SV Hönnepel-Niedermörmter (Kreis Kleve-Geldern), Duisburger SV 1900, SV Genc Osman Duisburg (Kreis Duisburg-Mülheim-Dinslaken), Arminia Klosterhardt, SpVgg. Sterkrade-Nord, SF Königshardt (Kreis Oberhausen-Bottrop), VfL Rhede, PSV Wesel-Lackhausen (Kreis Rees-Bocholt), ESC Rellinghausen, SF Niederwenigern, FC Kray, SV Burgaltendorf, VfB Frohnhausen, Blau-Gelb Überruhr (Kreis Essen).

„Die Gruppeneinteilung ist keine Überraschung“, so GSV-Trainer Thorsten Schikofsky, der sich mit seiner Mannschaft nicht chancenlos sieht. „Es sind ja sechs Aufsteiger dabei“, sagt er augenzwinkernd. Das sieht Fichte-Trainer Sven Schützek ganz genau so: „Damit habe ich gerechnet.“

In der Bezirksliga müssen sich der FC Meerfeld und SV Budberg, die beiden Bezirksligisten aus dem Fußballkreis Moers, hingegen an andere Gegner gewöhnen. Das gilt auch für die beiden Landesliga-Absteiger VfL Repelen und der SV Schwafheim und für den VfL Tönisberg, der zum Kreis Kempen-Krefeld gehört und bereits in der vergangenen Saison in der Gruppe mit den Vereinen aus Kleve-Geldern gespielt hat. Der A-Liga-Aufsteiger VfB Homberg II spielt – wie erwähnt – in einer anderen Gruppe.

Auch in der kommenden Saison gibt es sechs Bezirksliga-Gruppen. Das Moerser Quartett trifft jeweils auf sieben Teams aus den Fußballkreisen Kempen-Krefeld und Mönchengladbach-Viersen. Aus dem Duisburger Westen muss der VfB Homberg II über den Rhein Richtung Duisburg und Oberhausen.

Die Bezirksliga, Gruppe 6, besteht aus insgesamt 18 Mannschaften, setzt sich wie folgt zusammen: FC Meerfeld, SV Budberg, VfL Repelen, SV Schwafheim (Kreis Moers), Rheydter SV, DJK VfL Giesenkirchen, SV Mönchengladbach 10, Viktoria Mennrath, TDV Viersen, Teutonia Kleinebroich, 1. FC Viersen (Kreis Mönchengladbach-Viersen), VfL Tönisberg, Dülkener FC, VfB Uerdingen, SV Grefrath, Fortuna Dilkrath, SSV Strümp, Tura Brüggen (Kreis Kempen-Krefeld).

„Nehmen es, wie es kommt“

„Das ist für Meerfeld sehr unglücklich gewählt“, versucht Meerfelds Trainer Thomas Geist ruhig zu bleiben. „Ich weiß nicht, ob die Gruppe stärker oder schwächer ist, die Mannschaften kenne ich gar nicht.“ Für Repelens Coach Sascha Weyen kam diese Einteilung völlig überraschend: „Damit hab ich nicht gerechnet. Aber mir persönlich ist es lieber als im Ruhrgebiet zu spielen. Wegen der Atmosphäre und der Plätze.“ Über die Platzanlagen denkt bei dieser Gruppeneinteilung auch Schwafheims Trainer Manfred Wranik nach: „Ist doch schön – da lernt man mal neue Plätze kennen“, trägt er das mit Humor. „Spaß beiseite, wir können das sowieso nicht ändern, nehmen es, wie es kommt. Wir stehen ehe vor einem Neuanfang, dann ist eine neue Gruppe gar nicht schlecht“, so Wranik.

In der Bezirksliga, Gruppe 4, spielen ebenfalls 18 Mannschaften: VfB Homberg II (Kreis Moers), Viktoria Buchholz, Meiderich 06/95, RWS Lohberg, TuS Mündelheim, DJK Vierlinden, SuS 09 Dinslaken, Hamborn 07 (alle Kreis Duisburg-Mülheim-Dinslaken), Sterkrade 06/07, Adler Osterfeld, VfB Bottrop, Fortuna Bottrop, Blau-Weiß Oberhausen, SC Oberhausen, Dostlukspor Bottrop (alle Kreis Oberhausen-Bottrop), SV Hamminkeln, SV Friedrichsfeld, Blau-Weiß Dingden (Kreis Rees-Bocholt).

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik