Inklusion / MSV Moers

Moerser Caritas Kickers greifen nach Olympia-Medaillen

Die Caritas Kickers des MSV Moers sind für die Nationalen Spiele der Special Olympics bestens ausgerüstet. Der Förderverein der Caritas Wohn- und Werkstätten Niederrhein spendete den Fußballern jüngst noch neue Trainingsanzüge und Sporttaschen für alle Aktiven.

Die Caritas Kickers des MSV Moers sind für die Nationalen Spiele der Special Olympics bestens ausgerüstet. Der Förderverein der Caritas Wohn- und Werkstätten Niederrhein spendete den Fußballern jüngst noch neue Trainingsanzüge und Sporttaschen für alle Aktiven.

Moers.   Die Special Olympics National Games werden in Kiel ausgetragen. Dabei geben 4900 Athleten aus ganz Deutschland in 18 Sportarten ihr Bestes.

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Die Special Olympics National Games werden seit Montag in Kiel ausgetragen. Bei diesen Nationalen Spielen werden etwa 4900 Athleten aus ganz Deutschland in 18 Sportarten ihr Bestes geben.

Unter den insgesamt Teilnehmern ist auch eine 15-köpfige Delegation der Caritas Wohn- und Werkstätten Niederrhein (CWWN) aus Moers: die MSV Moers Caritas Kickers greifen bei den Nationalen Spielen der Special Olympics zum siebten Mal nach olympischen Medaillen. Einige Male hat es mit dem Edelmetall schon geklappt: 2014 gewann die erste Mannschaft der CWWN-Fußballer sogar „Gold“ in ihrer Leistungsklasse.

Die Fußballer der MSV Moers Caritas Kickers haben seit Monaten intensiv auf diesen Saisonhöhepunkt hin trainiert. Mit drei Turniersiegen seit Jahresbeginn hat das Team seine starke Form in den vergangenen Wochen schon mehrfach bewiesen. „Die Spiele in Kiel sind für uns das absolute Highlight des Jahres: fünf Tage Fußball total mit Mannschaften aus ganz Deutschland“, freute sich Kickers-Kapitän Marcel Hoffmann vor der Abfahrt.

Kader umfasst 30 Aktive

In Kiel ist die zweite Mannschaft der MSV-Fußballer am Start. Die Trainer achten stets darauf, dass möglichst jeder Spieler im Laufe der Jahre einmal bei dieser Veranstaltung dabei sein kann. Delegationsleiter Dirk Ströter erklärt: „Unser Kader umfasst über 30 Aktive, und natürlich wollen alle mitkommen. Da kommt es maßgeblich auf die regelmäßige Trainingsteilnahme und das faire Verhalten auf sowie neben dem Platz an.“ Der beste Spieler müsse auch soziale Kompetenz unter Beweis stellen, sonst bleibe er eben zu Hause.

Ströter weiß auch, dass ohne die vielfältige Unterstützung der CWWN ein solches Event für die Fußballer nicht möglich wäre: „Die CWWN unterstützt uns mit einem Budget für die Unterkunft, Fahrzeugen und der richtigen Ausrüstung – ohne diese Hilfe ginge gar nichts.“

Mit der Veranstaltung wird eine breite Öffentlichkeit geschaffen, die es Menschen mit geistiger Behinderung ermöglicht, ihren Mut, ihren Leistungswillen und ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen.

Dies soll ihr Selbstvertrauen und ihre Lebensfreude stärken sowie gesellschaftliche Anerkennung schaffen. Darüber hinaus ermöglichen die Spiele die soziale Interaktion von Menschen mit und ohne Behinderung. Wenn es mit der Medaille doch nichts werden sollte, wird es Mannschaftskapitän Marcel Hoffmann ganz olympisch nehmen: „Wir werden aber sicherlich alles geben, aber manchmal sind die anderen einfach besser. Hauptsache, wir sind dabei!“

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