Volleyball / WVV-Pokal

Moerser SC will jetzt gegen Essen den WVV-Pokal gewinnen

Auf volle Ränge, jede Menge Alarm, ordentlich Spannung und auf einen Sieg gegen Essen hofft der MSC. Foto:Arnulf Stoffel

Auf volle Ränge, jede Menge Alarm, ordentlich Spannung und auf einen Sieg gegen Essen hofft der MSC. Foto:Arnulf Stoffel

Moers.   Es ist eigentlich schon mehr als „nur“ ein Pokalfinale. Wenn der Zweitligist VV Humann Essen zum Ligakonkurrenten Moerser SC kommt, geht’s rund.

Es ist eigentlich schon mehr als „nur“ ein Pokalfinale. Wenn der VV Humann Essen am Sonntag, 16 Uhr, zum Moerser SC kommt, treffen zwei Kontrahenten aus der 2. Volleyball-Bundesliga aufeinander, die eine lange gemeinsame Geschichte haben. Wobei die nicht wirklich gemeinsam ist, sondern eher „gegeneinander“ verlaufen ist. Ende der 1980er-Jahre war dieses NRW-Derby sogar erstligareif, 2016 traf die Humann-Reserve auf die Moerser „Erste“, und in den Jugendligen bekriegen sich beide Mannschaften ganz kräftig.

Und nun stehen sie in der Halle des Enni-Sportparks-Rheinkamp im Pokalfinale des Westdeutschen Volleyballverbandes (WVV). Mit unterschiedlichen Voraussetzungen. Der Moerser SC ist der Aufsteiger, der VV Humann Essen der etablierte Tabellenführer der 2. Bundesliga Nord. Und beide Mannschaften wollen dieses Spiel um den „Pott“ gewinnen.

„Der Pokal ist hier angekommen, er ist in Moers“, verrät dann auch MSC-Geschäftsstellenleiter Wilfried Harnacke, der das Objekt der Begierde am Liebsten auch nicht mehr rausrücken würde. Doch darüber entscheidet eben dieses eine Spiel am Sonntag.

Moers muss es spannend machen

Die Moerser „Adler“ und Essener „Humänner“ werden sich im Kampf um die höchste Trophäe im Westdeutschen Volleyballverband mit Sicherheit nichts schenken. Und Essen ist dabei der Favorit. Ob es richtig spannend wird im Enni-Sportpark-Rheinkamp liegt dann höchstwahrscheinlich gar nicht an den Gästen, sondern ausschließlich an den Gastgebern. Wenn der akribisch arbeitende und mit allen Wassern gewaschene MSC-Trainer Martin Schattenberg sein zum Teil recht junges, unerfahrenes Team richtig einstellen kann, dass es dagegenhält, könnte etwas gehen.

Denn auch wenn der MSC im historischen Vergleich gegenüber den Essenern deutlich mit zweimal Deutscher Pokalsieger – vom Deutschen Volleyballverband (DVV) –, einmal europäischer CEV-Pokal, mehrfach im DVV-Pokalfinale führt, hängt es von Essen ab, ob der WVV-Pokal dazukommt.

Günter Krivec freut sich riesig

Aber auch von den Moersern – den Spielern, den Fans, dem Umfeld. „Ich freue mich auf das Finale, ein erster Saisonhöhepunkt“, jubelt der MSC-Vorsitzende Günter Krivec. „Bei allem Respekt vor dem VV Humann – ich wünsche unserer Mannschaft, die sich von der Regionalliga wieder nach oben gekämpft hat, alles Gute.“

MSC-Trainer Martin Schattenberg: „Humann ist sicherlich aufgrund der Erfahrung leichter Favorit in diesem Spiel. Aber beide Trainingsspiele in der Vorbereitung haben gezeigt, dass wir sie auch in Bedrängnis bringen können. Die mannschaftliche Geschlossenheit ist sicher das größte Plus – Essen spielt in der Konstellation schon seit Jahren zusammen. Wir müssen versuchen, das schnelle Spiel über die Außenpositionen blocktechnisch in den Griff zu kriegen – und Antworten auf die gefährlichen Float-Aufschläge haben.“

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik