Fußball / Kreisliga A

MSV Moers hakt die vergangene Saison nun endgültig ab

Die A-Liga-Fußballer vom MSV Moers (schwarze Trikots), hier im Testspiel beim TV Voerde, wollen mit neuem Schwung und neuen Spielern in die neue Saison starten.

Foto: Jochen Emde

Die A-Liga-Fußballer vom MSV Moers (schwarze Trikots), hier im Testspiel beim TV Voerde, wollen mit neuem Schwung und neuen Spielern in die neue Saison starten. Foto: Jochen Emde

Moers.   Einen echten Umbruch gibt es bei Fußball-A-Kreisligist MSV Moers. Nach dem unrühmlichen Abstieg aus der Bezirksliga wurde der Kader erneuert.

Einen echten Umbruch gibt es bei Fußball-A-Kreisligist MSV Moers. Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga wurde der Kader beinahe vollständig erneuert. Mit Ralf Röös gibt es zudem einen neuen Trainer. Geht es nach Teammanager Cahit Akcil sollen und wollen die Meerbecker in der kommenden Saison ein ganz anderes Bild abgeben.

Eine knappe Handvoll Spieler aus der Vorsaison sind noch da. Ansonsten hat der MSV-Kader ein komplett neues Gesicht. „Nach dem was vergangene Saison gelaufen ist, waren wir gezwungen, uns von vielen zu trennen“, erklärt Teammanager Cahit Akcil. Die zweite Bezirksliga-Saison nach dem Aufstieg geriet zur Farce. Nach dem Rücktritt von Aufstiegstrainer Tim Wilke nach dem Ende der vorhergegangenen Spielzeit schafften es die Meerbecker nicht, sich nachhaltig wettbewerbsfähig aufzustellen. Mit nur vier Punkten ging es in die Winterpause.

Mehr noch schmerzten aber die Nebengeräusche. Immer wieder schwächten Disziplinlosigkeiten und Platzverweise die Mannschaft. Trauriger Höhepunkt war der Spielabbruch nach wiederholten handgreiflichen Auseinandersetzungen gegen den GSV Moers. Hinzu kamen permanente Personalnöte. Bereits im Februar konnte der MSV zum dritten Mal nicht antreten und die Saison war somit vorzeitig beendet. „Es ist viel passiert und vor allem hatten wir viel zu viele Platzverweise“, legt Akcil den Finger dann auch ungeniert in die Wunde und bemängelt unter anderem: „Wir hatten keine Führungsspieler.“

Beides soll sich nun ändern. „Bei den neuen Spielern haben wir natürlich geguckt, dass sie Fußball spielen können“, schmunzelt er, „aber vor allem Disziplin“ mussten alle Neuen unbedingt mitbringen. „Und wir haben versucht, den einen oder anderen erfahrenen Spieler zu holen, der helfen soll, die Mannschaft zu führen“, betont Akcil. Konkret nennt er Astrit Krasniqi und Peter Dudek, die beide vom Landesligisten SV Scherpenberg gekommen sind, sowie Kujtim Smakoli und den spielenden Co-Trainer Boris Vertkin, ein Duo vom Bezirksligisten VfB Uerdingen.

Auch Trainer Ralf Röös ist neu. „Wir haben einen guten Trainer geholt“, ist Akcil sicher, fügt aber sofort an: „Das ist kein Vorwurf an den vorherigen Trainer Ramiz Krasniqi. Diese Mannschaft hätte vergangene Saison wohl kein Trainer der Welt in den Griff bekommen. Aber wir wollten einen kompletten Umbruch.“ Röös stand in den vergangenen fünf Jahren beim OSC Rheinhausen an der Linie, wurde in der Vorsaison mit dem OSC Tabellensiebter in der Kreisliga B.

Neben der Disziplin und dem besseren Auftreten möchte der MSV auch sportlich wieder für positive Schlagzeilen sorgen. „Wir möchten oben mitspielen“, stellt Akcil klar, gibt aber zu: „Dafür muss alles passen. Wir müssen sehen, wozu es wirklich reicht.“ Wichtig sei „gut in die Saison zu kommen“, so der Teammanager. Einen ersten Dämpfer gab es am vergangenen Wochenende mit der 1:2-Niederlage in der ersten Kreispokalrunde gegen A-Liga-Neuling FC Rumeln-Kaldenhausen. Am Sonntag soll dafür dann eben zum Ligastart bei Concordia Ossenberg gepunktet werden.

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