Fußball

Neue Anlaufstelle für Gewaltvorfälle auf Fußballplätzen

Nase an Nase mit dem Schiedsrichter, das kommt auf Fußballplätzen immer häufiger vor.

Nase an Nase mit dem Schiedsrichter, das kommt auf Fußballplätzen immer häufiger vor.

Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

Am Niederrhein.  Der Westdeutsche Fußballverband hat eine zentrale Anlaufstelle für Gewaltvorfälle in Duisburg eingerichtet. Auch der Kreis Moers soll profitieren.

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Der Westdeutsche Fußballverband (WDFV) forciert die Anstrengungen, aktiv gegen Gewalt auf den Sportplätzen vorzugehen. Mit der Einrichtung einer zentralen hauptamtlichen Anlaufstelle für Gewaltvorfälle, die zum Jahresbeginn mit den drei Landesverbänden Niederrhein (FVN), Mittelrhein (FVM) und Westfalen (FLVW) in Duisburg geschaffen wurde, sollen die bisherigen Maßnahmen gestärkt und der Austausch fortgesetzt werden. Die Anlaufstelle ist per Mail an anlaufstelle@wdfv.de erreichbar.

Der Moerser Kreisschiedsrichterobmann Jakob Klos findet die Umsetzung eine gute Sache: „Wir Amateure an der Basis haben das schließlich gefordert. Positiv überrascht bin ich darüber, wie schnell das umgesetzt und eingerichtet wurde.“

Klos sieht vor allem eine Entlastung für die angegriffenen Unparteiischen und die Verantwortlichen im Kreis, denn die Betreuung und Aufklärungsarbeit war bislang Kreis-Sache.

„Wir werden sehen, wie die Anlaufstelle dann arbeitet, wenn erste Fälle auftreten. Erst dann kann man wirklich sagen, ob sich etwas verändert“, meint der Obmann. „In letzter Zeit war es aber zum Glück ruhiger bei uns.“ Der letzte größere Zwischenfall datiert aus dem Juni 2019, als das Kreisliga-A-Aufstiegsspiel zwischen dem TuS Asterlagen und dem Büdericher SV nach einem Angriff auf den Schiedsrichter abgebrochen wurde.

„Grundsätzlich ist diese Aktion ein guter Schritt in die richtige Richtung“, fasst Jakob Klos zusammen. „Wichtig ist, dass die Opfer ermutigt werden, zur Polizei zu gehen.“

Strategie im Einsatz gegen Gewalt

Auch für WDFV-Präsident Peter Frymuth ist die Anlaufstelle des Verbandes notwendig geworden: „Die Vorkommnisse auf den Plätzen im Amateurfußball machen deutlich, dass wir im Sinne der Landesverbände neben den bereits erfolgten Bemühungen weitere Strategien im Einsatz gegen Gewalt entwickeln.“

Im Zuge diverser Maßnahmenpakete ist in den Landesverbänden in NRW nach Mitteilung des FVN zuletzt eine Menge zur Gewaltprävention in die Wege geleitet worden. Die Schaffung der Anlaufstelle soll demnach helfen, dass der Verband Meldungen über Vorkommnisse erhält und entsprechend reagieren kann. Das Ziel soll sein, dass alle drei Landesverbände sowohl intern, als auch extern einheitlich agieren.

Zudem soll es noch stärker gelingen, den Vereinen die Wichtigkeit der Thematik deutlich zu machen. Dies soll durch persönliche Gespräche und gezielte Veranstaltungen erreicht werden. Es gilt laut FVN daher, den angestoßenen Austausch zu vertiefen und fortzuführen.

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