Fußball: Niederrheinpokal

Pokalfieber in Scherpenberg

In der zweiten Runde des Niederrheinpokals konnte der SV Scherpenberg mit dem 1:0-Erfolg über die SSVg. Velbert bereits einen Oberligisten besiegen. Heute nun kommt mit dem VfB Homberg erneut ein Oberligist ins „Wäldchen“.

Foto: Ulla Michels

In der zweiten Runde des Niederrheinpokals konnte der SV Scherpenberg mit dem 1:0-Erfolg über die SSVg. Velbert bereits einen Oberligisten besiegen. Heute nun kommt mit dem VfB Homberg erneut ein Oberligist ins „Wäldchen“. Foto: Ulla Michels

Moers.   Schon vor dem Anpfiff steht fest, das ein Team des Fußballkreises Moers in das Viertelfinale des Niederrheinpokals einzieht.

Zu einem echten Derby kommt es im Achtelfinale des derwesten.de-Niederrheinpokal zwischen dem SV Scherpenberg und dem VfB Homberg heute Abend um 19.30 Uhr. Obwohl es das Duell eines Landesliga-Aufsteigers gegen einen soliden Oberligisten ist, sehen die Trainer darin mitnichten eine klare Angelegenheit.

Nicht nur, dass Scherpenberg über einen hochkarätig besetzten Kader verfügt. Der Landesliga-Neuling hat in den vergangenen Wochen auch ein ums andere Mal aufhorchen lassen. So endete erst am Wochenende mit dem 0:0 beim VfL Rhede eine Serie von fünf Siegen in Serie. Der letzte davon war ein klares 3:0 gegen Tabellenführer 1. FC Kleve, mit dem der SVS dann auch nach Punkten gleichzog. In der zweiten Niederrheinpokalrunde schalteten die Scherpenberger zudem mit der SSVg. Velbert ein Spitzenteam der Oberliga aus.

Heiß auf das Spiel

„Wir haben gegen Velbert gezeigt, dass wir auch einen Oberligisten schlagen können“, konstatiert auch Scherpenbergs Co-Trainer Timo Barbeln. „Gegen Homberg wird es noch schwieriger“, glaubt Barbeln allerdings und begründet: „Sie werden mit der Topelf spielen. Und es ist ein Derby, da braucht man keinen zu motivieren. Sie wissen um unsere Stärken und werden auch heiß auf das Spiel sein.“

Das gilt natürlich mindestens im selben Maß für die Gastgeber. „Die Jungs freuen sich auf das Spiel, das merkt man“, berichtet Barbeln, dass die Mannschaft genauso wie der ganze Verein dem Spiel entgegen fiebern: „Es ist ein Highlight für den SV Scherpenberg, mal wieder in einem Pflichtspiel gegen den VfB Homberg zu spielen.“

Vor rund dreieinhalb Jahren spielte Scherpenberg noch in der Kreisliga A, und damit zeitweise gar noch eine Klasse niedriger als die zweite Mannschaft des großen Nachbarn. Mittlerweile sind die Kräfteverhältnisse bei weitem nicht mehr so ungleich. Trotz allem ist und bleibt der VfB der Oberligist. „Die Favoritenrolle liegt klar bei Homberg“, betont auch Barbeln und lobt: „Sie haben einen sehr guten Lauf.“

Ein besonderes Spiel wird es zudem auch für eine ganze Reihe von Akteuren im Scherpenberger Kader, die auf ihren ehemaligen Verein treffen. So liefen Dominik Weigl, El Houcine Bougjdi, Almir Sogolj und Ercan Aydogmus allesamt für Homberg in der Oberliga auf. Vor allem Sogolj und Aydogmus prägten als Toptorjäger zu ihrer jeweiligen Zeit die Mannschaften des VfB.

Das aktuelle Team hat freilich ein gänzlich neues Gesicht. Und es ist derzeit in bestechender Form. Drei der vergangenen vier Ligaspiele gewann die Mannschaft von Trainer Stefan Janßen und kletterte in der Tabelle bis auf Rang fünf. Ein Grund, die Aufgabe beim Landesligisten locker anzugehen, ist das aber nicht, wie Janßen betont: „Wir bereiten uns auf dieses Spiel genauso vor wie auf die Ligaspiele.“

Großer Respekt

Schließlich haben die Gäste durchaus großen Respekt vor dem SVS. „Sie haben eine enorm hohe Qualität und sind so stark wie viele Oberligisten“, lobt Janßen, der die Aufgabe mit seiner Mannschaft „hochmotiviert und hochkonzentriert“ angeht, aber trotz allem Respekt natürlich klarstellt: „Wir fahren nach Scherpenberg, um zu gewinnen. Wir wollen ins Viertelfinale. Aber das selbe Ziel hat Scherpenberg natürlich auch.“

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