Leichtathletik

Quartett vom Moerser TV ist in Bremen bei U16-DM gut drauf

Julian Kambartel (MTV) übersprang bei den Deutschen U16-Jugendmeisterschaften in Bremen 3,65 Meter beim Stabhochsprung.

Julian Kambartel (MTV) übersprang bei den Deutschen U16-Jugendmeisterschaften in Bremen 3,65 Meter beim Stabhochsprung.

Foto: Wolfgang Birkenstock

Moers.  Das kann sich doch alles mehr als nur sehen lassen, was das Leichtathletik-Quartett vom Moerser TV bei den U16-DM in Bremen anbietet.

Das konnte sich doch alles mehr als nur sehen lassen, was das Leichtathletik-Quartett vom Moerser Turnverein bei den Deutschen U16-Jugendmeisterschaft in Bremen anzubieten hatte. Julian Kambartel, Timo Schmidt, Florian Drev und Michelson Wenzel – alle in der Altersklasse M15 – hatten sich für die deutschen Titelkämpfe der besten Nachwuchs-Leichtathleten des Landes qualifiziert. Und sie wollten nicht nur artig ihre Wettbewerbe ableisten, sondern den Kampf annehmen und möglichst in die Entscheidungen eingreifen. Dass letztlich für den MTV kein Titel heraussprang, ist kein Beinbruch und war im Vorfeld von Trainern und Athleten auch nicht erwartet worden.

Allerdings wäre die 4x100 Meter Staffeln, für das sich das MTV-Quartett als Mannschaft qualifiziert hatte, in den A-Endlauf vorgestoßen. Wären es in einem anderen Vorlauf gestartet. So wurde es der B-Endlauf, womit aber bereits eine Zielsetzung, einen der beiden Endläufe zu erreichen, voll und ganz erfüllt war. Aber der Reihe nach.

Gleich im ersten Vorlauf ran

Die MTV-Staffel musste im ersten von vier Vorläufen starten. Jeweils die ersten beiden Staffeln eines jeden Vorlaufs kamen ins A-Finale. Die acht zeitschnellsten dahinter platzierten Staffeln aller Läufe trafen im B-Finale gegeneinander an. Zu dem Zeitpunkt konnte niemand ahnen, dass das Quartett der LT DSHS Köln mit 47,05 Sekunden Zweiter im vierten Vorlauf wurde und am Ende Vorletzter im A-Finale. Wohl auch nur, weil der TV Wattenscheid nicht im Ziel ankam.

Dennoch machten die Moerser Jungs ihre Sache gut, wechselten prima, kämpften um die Positionen und knackten mit 46,21 Sekunden als Dritter ihres Vorlaufs mittlerweile im Regen ihre eigene Bestzeit. Es war die neuntbeste Vorlaufzeit von 35 Staffeln. Die Finals wurden einen Tag später gestartet.

Doch der zweite Tag begann für Julian Kambartel mit dem Stabhochsprung. Mehr als eine Stunde sprangen sich die 18 Springer ein. Dann ging’s zur Sache. Julian Kambartel, der wie alle anderen Springer nicht von seinem Trainer betreut werden durfte, stieg bei 3,30 Meter ohne Probleme ein. Auch bei 3,50 m blieb die Latte im ersten Versuch liegen. Der Moerser Mehrkämpfer musste nun bei 3,65 m einen härteren Stab nehmen, bekam Abstimmungsprobleme und sprang diesmal erst im zweiten Versuch sicher drüber. Jetzt waren gleich 3,80 m gefordert. Das allerdings wäre für Julian Kambartel prompt eine neue Bestmarke.

Neue Bestmarke klappt nicht

Doch es sollte bei diesen deutschen Meisterschaften einfach noch nicht sein. So belegte das MTV-Talent den zwölften Rang in der Endabrechnung. Jonas Christoph Frey von den LG Olympia Dortmund wurde mit 4,20 m Deutscher Jugendmeister. Während der nach seinem einzigen Wettbewerb feiern konnte, musste Julian Kambartel aber noch beim abschließenden Wettbewerb der DM ran: das Staffel-Finale.

Die Moerser Jungs waren richtig klasse, liefen auf Bahn drei direkt hinter der Staffel, die die besten Vorlaufzeit in diesen Lauf mitbrachte. Die Wechsel beim MTV-Quartett waren noch einen Tick besser als zuvor und mit 46,30 Sekunden war es Schlussläufer Michelson Wenzel, der Fünfhundertstel hinter der zweitplatzierten Staffel dieses B-Finales das Quartett vom Moerser TV zum Drittplatzierten dieses DM-Final-Laufs machte. Am Ende hatten die Moerser die neuntbeste aller 16 Finalstaffeln gestellt. Das kann sich sehen lassen.

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