Fußball / Landesliga

Repelen hadert nach 0:1-Niederlage mit dem Schiedsrichter

Auch er hatte den Ausgleich auf dem Fuß: Baran Özcan (rotes Trikot) nahm in der 60. Spielminute Maß, traf mit einem Distanzschuss aber nur die Querlatte des Krayer Tores. Foto:Oleksandr Voskresenskyi

Auch er hatte den Ausgleich auf dem Fuß: Baran Özcan (rotes Trikot) nahm in der 60. Spielminute Maß, traf mit einem Distanzschuss aber nur die Querlatte des Krayer Tores. Foto:Oleksandr Voskresenskyi

Moers.   Nach dem 0:1 gegen den FC Kray ärgerten sich die Kicker des Landesligisten VfL Repelen besonders über einen nicht anerkannten Treffer.

Im Fußball gilt der Grundsatz: Wenn der Schiedsrichter nicht im Mittelpunkt steht, dann hat er gut „gepfiffen“. Folgt man dieser Annahme, dann hatte Ramon Falke beim Landesliga-Spiel des VfL Repelen gegen den FC Kray gestern nicht seinen besten Tag erwischt. Diskussionen über seine Entscheidungen gab es nämlich reichlich am Rande der unglücklichen Repelener 0:1 (0:1)-Niederlage.

Besonders in der 83. Minute stand der Unparteiische im Mittelpunkt, als die Gastgeber schon ihren Treffer zum Ausgleich bejubelten, Falke aber auf „Foul“ und Freistoß für Kray entschied. Zuvor hatte FC-Keeper Marius Delker eine flache Hereingabe von Yuto Kizaki nicht kontrollieren können, und Gabriel Raad den Ball über die Linie gedrückt, bevor Delker diesen wieder mit den Händen zu greifen bekam. In den Repelener Jubel mischten sich keine Proteste der Essener, auch der Schiedsrichter-Assistent an der Linie zückte seinen Block und wollte schon den Treffer notieren, bevor sein „Chef“ ihn überstimmte und die Hausherren trotz wütender Proteste aus allen Träumen riss. „Ich habe schon viel erlebt, aber da fehlen mir die Worte“, schimpfte VfL-Coach Sascha Weyen. „Die Entscheidung ist nicht nachzuvollziehen, und meine Mannschaft hat es einfach nicht verdient, auf diese Art zu verlieren.“

Gegentor nach eigenem Pfostentreffer

In der Tat hatten die Repelener dem Favoriten einen großen Kampf geboten und die Offensivbemühungen der spielstarken Gäste, die es an Präzision und Tempo vermissen ließen, weitgehend im Griff. Bitter war schon das Gegentor zum 0:1 in der 36. Minute: Erst traf Repelens Can Gülkan nach Vorlage von Kurt Etuk den Außenpfosten, dann legte im Gegenzug Aykut Türk für Yassine Bouchama auf, der mit Übersicht den Ball von halblinks flach in die lange Ecke schob.

Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie noch mehr Fahrt auf. VfL-Keeper Robin Bertok rettete gegen den kurz zuvor eingewechselten Berhan Eren aus kurzer Distanz (57.), dann zog Baran Özcan aus der Distanz ab, traf aber nur die Latte des Krayer Tores (60.). Nachdem die Repelener nach einem Schuss von Lewis Brempong vergeblich einen Handelfmeter gefordert hatten, gab es einen Strafstoß auf der Gegenseite: Tolgahan Vardar hatte Eren eindeutig festgehalten, aber Bouchama scheiterte mit seinem zentral und halbhoch platzierten Elfmeter an Bertok (68.). Nachdem Eren erneut vergeben hatte (79.), fiel der vermeintliche Ausgleichstreffer, und die Aufregung um diese Szene kostete den VfL den Schwung für die Schlussphase.

Kein Handschlag nach Schlusspfiff

„Heute sah vieles gut aus, die Jungs haben ein gutes Spiel gemacht. Aber das hilft alles nichts, denn wegen einer Reihe von Fehlentscheidungen stehen wir wieder mit leeren Händen da“, schimpfte Sascha Weyen, der dem Schiedsrichter nach dem Schlusspfiff den obligatorischen Handschlag verweigerte. Repelen bleibt Drittletzter und hat einen Punkt Rückstand auf den Relegationsplatz.

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