Motorsport / DTM

Rockenfeller hofft auf rasanten Start in zweite Saisonhälfte

Mike Rockenfeller will die zweite Saisonhälftedeutlich besser gestalten. Foto:Martina Schlimbach

Mike Rockenfeller will die zweite Saisonhälftedeutlich besser gestalten. Foto:Martina Schlimbach

Am Niederrhein.  In Brands Hatch beginnt an diesem Motorsport-Wochenende die zweite Halbzeit der Deutschen Tourenwagen Masters (DTM).

In Brands Hatch beginnt an diesem Motorsport-Wochenende die zweite Halbzeit der Deutschen Tourenwagen Masters (DTM). Zehn Läufe wurden bisher in der populären internationalen Tourenwagenserie absolviert, drei davon gewann der Brite Gary Paffett (Mercedes-Benz), der die Gesamtwertung vor seinem schottischen Markenkollegen Paul Di Resta anführt. Auf den nächsten Plätzen folgen mit dem Odenwälder Timo Glock sowie Marco Wittmann aus Fürth die beiden bestplatzierten BMW-Piloten. Audi hatte dagegen einen extrem schwierigen Start in die Saison 2018 und hat erst einen Sieg vorzuweisen, den der noch amtierende Meister René Rast aus Minden Mitte Juli in Zandvoort erzielte.

Für Mike Rockenfeller verlief die erste Saisonhälfte alles andere als zufrieden stellend. Beim Auftakt in Hockenheim stand der Rheinländer zwar noch als Zweiter auf dem Podium, doch danach gelang es ihm nur noch am Lausitzring und in Budapest, in die Top Ten zu fahren. Am Nürnberger Norisring und in Zandvoort ging der 34-Jährige komplett leer aus. Der reglementbedingte Verlust des aerodynamischen Vorteils, der den Audi RS5 DTM im vergangenen Jahr noch zum Triple - Sieg in der Fahrer-, Team- und Markenwertung - verholfen hatte, machte sich wesentlich dramatischer bemerkbar, als Audi-Sportchef Dieter Gass und seine Ingenieure dies erwartet hatten.

Mit 170 km/h in eine Senke

Auf dem englischen Traditionskurs Brands Hatch, etwa 30 Kilometer südöstlich von London, war die DTM zwischen 2006 und 2013 acht Jahre lang regelmäßig zu Gast. Damals wurden die Rennen allerdings stets auf der nur 1,973 Kilometer kurzen Indy-Variante ausgetragen, welche kaum Überholmöglichkeiten bot. In diesem Jahr nimmt das 18-köpfige Fahrerfeld erstmals den 3,908 Kilometer langen Grand Prix Circuit unter die Räder. Die Naturstrecke ist eingebettet in ein Waldgebiet, hat neun Kurven und weist große Höhenunterschiede auf. So geht es vom höchsten Punkt auf der Start-Ziel-Geraden durch die ultraschnelle Paddock-Hill-Bend mit rund 170 km/h in eine Senke. Danach folgt in der Bergauf-Passage mit der Druids-Kehre der langsamste Streckenabschnitt, der im zweiten Gang gefahren wird.

Nicht nur wegen der anspruchsvollen Berg-und-Tal-Bahn in den Wäldern der Grafschaft Kent wartet auf Rockenfeller und die fünf anderen Audi-Piloten eine besondere Herausforderung. Erfahrung mit einem DTM-Auto hat auf dem Grand-Prix-Kurs bisher keines der Teams. Wegen der Lärmbeschränkung rund um die Rennstrecke entfällt zudem das sonst übliche Freitagstraining. Nach zwei 25-minütigen freien Trainings am frühen Samstagmorgen geht es direkt in die Qualifikation für Rennen eins. Vor dem Qualifying für das Sonntagsrennen stehen sogar nur 20 Minuten zur Verfügung. „Das erschwert es, eine optimale Abstimmung zu finden, doch die Ausgangsbedingungen sind für alle gleich“, sagt Dieter Gass. „Das Streckenprofil ist ähnlich wie in Zandvoort und Budapest. Wir hoffen deshalb auf eine Performance wie auf diesen beiden Strecken.“

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