Faustball / SpVgg Schaephuysen

Schaephuysener Michael Sonfeld hört wegen der Gesundheit auf

Die Faustball-Familie: (von links) Roberto Sonfeld hat 2. Bundesliga gespielt und wurde Deutscher Vizemeister mit den Männern 45, Michael Sonfeld gehörte zum Schaephuysener Aufstiegsteam in die 2. Bundesliga, war als Trainer Fünfter der Deutschen U16-Meisterschaften, Florian Sonfeld kam über Schaephuysen mit Hagen in die 1. Bundesliga, spielte auch 2. Bundesliga und war Fünfter der Deutschen U16-Meisterschaften, sowie Simon Sonfeld (vorne) von der U10-Jugend der Faustballkooperation am Niederrhein SpVgg Rheurdt-Schaephuysen & TV Asberg.

Die Faustball-Familie: (von links) Roberto Sonfeld hat 2. Bundesliga gespielt und wurde Deutscher Vizemeister mit den Männern 45, Michael Sonfeld gehörte zum Schaephuysener Aufstiegsteam in die 2. Bundesliga, war als Trainer Fünfter der Deutschen U16-Meisterschaften, Florian Sonfeld kam über Schaephuysen mit Hagen in die 1. Bundesliga, spielte auch 2. Bundesliga und war Fünfter der Deutschen U16-Meisterschaften, sowie Simon Sonfeld (vorne) von der U10-Jugend der Faustballkooperation am Niederrhein SpVgg Rheurdt-Schaephuysen & TV Asberg.

Foto: SpVgg Rheurdt-Schaephuysen

Rheurdt.  Michael Sonfeld hat in 40 Jahren erst dem SV Schaephuysen dann der SpVgg Rheurdt-Schaephuysen seinen Stempel aufgedrückt. Nun muss er aufhören.

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Michael Sonfeld gehört fast zu den Faustballspielern der ersten Stunde in Schaephuysen, der heutigen Vereinskooperation SpVgg Rheurdt-Schaephuysen & TV Asberg. Aber eben nur fast.

Denn zuvor war Vater Vinzent der erste Sonfeld, der dieser Sportart im heutigen Rheurdter Ortsteil nachgegangen ist. Zusammen mit seinem Nachbarn Arno Lemke hat Vinzent Sonfeld die Faustballabteilung beim SV Schaephuysen vor rund 45 Jahren quasi aus der Taufe gehoben. Und die Nachbarn haben bis ins hohe Alter noch zusammen gespielt, sind jedoch mittlerweile verstorben.

Zuvor haben die beiden allerdings ihren Söhnen das Faustballspielen mehr oder weniger „vererbt“. Arno Lemke seinem Sohn Edwin und Vinzent Sonfeld seinem Söhne-Trio Michael, Roberto und Stefan, die zusammen mit ihren Freunden Winfried Lux und Hasko Schlichter wiederum den Grundstein für eine überaus erfolgreiche Vereinsgeschichte im Dorf legten.

Haben es ihren Söhnen „vererbt“

Doch nun muss Michael Sonfeld seine lange und vielschichtige, knapp 40-jährige Karriere aus gesundheitlichen Gründen beenden. Er leidet an einer Netzhautablösung, die wohl nicht mehr aufzuhalten ist, und die Ausübung solch einer Sportart, auch wenn sie ohne Körperkontakt gespielt wird, unmöglich macht.

Der 63-Jährige, der für den Schaephuysener Verein nicht nur als Spieler in der 2. Bundesliga aufgelaufen ist, als Trainer den U16-Nachwuchs seines Vereins zum fünften Platz bei der Deutschen Meisterschaft geführt hat und als Abteilungsleiter beim SVS der Faustball-Historie des Vereins seinen Stempel „in guten wie in schlechten Zeiten“ aufgedrückt hat, muss deshalb aufhören.

„Ich fühle mich körperlich und sportlich noch altersgerecht fit und wollte jetzt als Altersteilzeitler im Kreise meiner Alterskameraden noch ein wenig weiterspielen“, sagt Michael Sonfeld voller Wehmut. „Aber leider lässt mir mein schweres Augenleiden keine andere Wahl, als das aktive Trikot endgültig auszuziehen. Das schmerzt doch mehr, als ich dachte“, ist er gleichzeitig voller Dankbarkeit für das Erlebte.

„Weiter als Nachwuchstrainer helfen“

Dabei hat Michael Sonfeld die Entwicklung im Verein immerhin wie kaum ein anderer begleitet und mitgeprägt. Beispielsweise kam mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga der Zusammenschluss mit dem TKD Duisburg, gefolgt von der unrühmlichen Trennung 2006, weil die Duisburger nicht mehr mitziehen wollten, und der SVS damit vor dem unvermeidlichen Neuanfang in den niedrigsten Gefilde des Ligaalltags stand. Mittlerweile alles Schnee von gestern. Wichtiger ist für ihn nun, den Blick nach vorne zu richten, auch wenn er durch die Krankheit nicht mehr so klar wie früher ist.

„So weit es meine Behinderung zulässt, werde ich im Nachwuchsbereich weiter als Trainer tätig bleiben, um zu helfen, den Fortbestand der Schaephuysener Faustballära zu gewährleisten“, versichert der 63-Jährige trotzdem. „Gerne würde ich mit unseren Nachwuchsmannschaften nochmal auf eine Deutsche Meisterschaft fahren. Ich trage immer noch die fantastischen Bilder und Erlebnisse unserer eigenen Deutschen Meisterschaft 2004 in Neukirchen-Vluyn in meinem Herzen.“ Das sind Erinnerungen, die niemals getrübt werden können.

Auch, dass sein Sohn Florian für Hagen in der 1. Bundesliga gespielt hat, mittlerweile wieder in Schaephuysen ist und seinen Stammverein immer noch unterstützt. Der heute 31-Jährige gehört zu den Aushängeschildern der Schaephuysener Faustballer. Wobei in der Vergangenheit neben den Herren und der Jugend auch die Faustballerinnen in allen Ligen und eben auf Deutschen Meisterschaften Schaephuysen über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt gemacht haben.

Ein ganz besonderes Foto

Nun trafen gleich zwei Sonfeld-Generationen für ein Foto zusammen. Für ein besonderes Abschiedsfoto. Die Brüder Roberto und Michael, Neffe und Sohn Florian sowie Florians Cousin und Robertos Sohn Simon aus der U10 hatten sich dafür zusammengefunden. Auch, um klarzustellen, dass es in Zukunft vor allem mit der Jugendarbeit in der Faustballkooperation am Niederrhein mit der SpVgg Rheurdt-Schaephuysen & TV Asberg weitergeht.

„Nimmt man den langjährig spielenden Bruder Stefan und Vater Vinzent noch dazu, wären alle männlichen Sonfeld-Faustballer abgebildet“, blickt dann auch Florian Sonfeld mal etwas wehmütig zurück.

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