Volleyball / 2. Bundesliga

Schwerstarbeit gegen Hürth bringt Moerser SC zwei Punkte ein

Nach hartem Kampf setzte sich der Moerser SC in der 2. Bundesliga Nord vor den teils kostümierten Zuschauern mit 3:2 gegen Hürth durch. Foto:Jürgen Sabarz

Nach hartem Kampf setzte sich der Moerser SC in der 2. Bundesliga Nord vor den teils kostümierten Zuschauern mit 3:2 gegen Hürth durch. Foto:Jürgen Sabarz

Moers.   Schwerstarbeit zur Karnevalszeit für die Zweitliga-Volleyballer des Moerser SC. Doch nach über zwei Stunden Spielzeit kann das Team jubeln.

Das war Schwerstarbeit zur Karnevalszeit für die Volleyballer des Zweitbundesligisten Moerser SC. Nach weit über zwei Stunden Spielzeit holt sich das Team von Trainer Martin Schattenberg nach zwei abgewehrten Spielbällen im Enni-Sportpark doch noch einen 3:2 (23:25, 19:25, 25:14, 27:25, 15;2) Sieg gegen den TVA Hürth. Dafür erhalten die „Adler“ immerhin noch zwei Punkte und sichern sich so Platz sechs in der Tabelle.

Schattenberg musste erneut auf Lenard Exner und Oskar Klingner verzichten. Jonas Hoppe hatte das Training wieder aufgenommen, blieb aber zunächst „draußen“. So startete Marek Bender im Zuspiel und Chris Schäperklaus auf der Diagonalen. In der Annahme Lukas Schattenberg und Daniel Wernitz, in der Netzmitte David Seybering und Andreas Tins. Auf der Liberoposition Philippe Scheiffarth.

MSC läuft der Musik hinterher

Zunächst lief alles nach Plan im ersten Satz. Über 8:4 und 10:5 lief es gut für die Moerser, doch dann lagen sie nach drei Annahmefehler plötzlich mit 14:18 zurück. Doch der MSC gibt nicht auf, kämpft sich heran und geht mit 22:21 in Führung. Es bleibt spannend. Beim Stand von 23:24 aus Moerser Sicht vollendeten die Hürther einen Angriff zum 25:23-Satzgewinn.

Marek Bender, startet auch im zweiten Satz, auch Moritz Müller ist von Beginn an dabei. Nach schlechtem Beginn mit 0:3-Rückstand, drehte Moers das Spiel in eine 5:3-Führung. Doch David Seybering hat Muskelprobleme, beißt sich aber durch. Als weiter im Angriff Flaute herrscht, gerieten die Hausherren mit 12:18 in Rückstand. Der MSC lief nun der Musik hinterher. Doch nach der zweiten Auszeit lief es zwar besser, doch auch der Satz geht schließlich verloren.

Schließlich stellte Schattenberg um: David Seybering rückt auf die Diagonale und machte die Mitte frei für Veit Bils aus der MSC-Jugend. Er spielt aktuell in der „Zweiten“ und ist erst 16 Jahre alt. Er führte sich sensationell mit erfolgreichen Angriffen und erfolgreichen Blöcken gut ein. So ziehen die Moerser auf 18:10 davon und bringen den Satz deutlich mit 25:14 nach Hause.

Auch im vierten Durchgang bleibt das Schattenberg-Team gut drauf, geht mit 12:6 in Führung. Doch anschließend ließ die Konzentration beim MSC nach, es gab vermeidbare Fehler. Ab 14:13 blieb es ganz eng.

Beide Spielbälle nicht verwerten

Keine der beiden Mannschaften konnte sich absetzen. In der dramatischen Schlussphase führte Hürth schon mit 24:23 und 25:24, konnte beide Spielbälle aber nicht verwerten. Seybering und Lukas Schattenberg holten jeweils den Ausgleich zum 24:24 und 25:25. Schließlich donnerte Hürth den letzten Angriff ins Aus.

Damit ging es in den Tiebreak und die Dramatik setzte sich fort. Auch im fünften Satz blieb es eng. Über 4:4, 8:8 und 9:9 zogen die Moerser dann davon. Nachdem der MSC auf 14:10 davonzog, donnerte Hürth den letzten Ball ins Aus und das zerfahrene Spiel wurde endgültig in einen 3:2-Sieg gedreht.

Die Stimmung auf den Rängen war schon wahrend des Spiels sehr gut, unter den rund 300 Zuschauern hatten sich auch eine Menge Narren in Kostümen gemischt. Sie wurden nach dem Spiel mit Gratis Pizza und Getränken verwöhnt.

„Das war schon eine sehr schwere Geburt. Wir haben eigentlich gut angefangen, dann aber doch stark nachgelassen und vor allem im Bereich Annahme geschwächelt“, so Schattenberg. „Es war schwer für unseren Zuspieler, daraus etwas zu machen. Den ersten Satz haben wir dennoch eigentlich unnötig verloren. Die Umstellung hat uns dann gerettet, unsere Annahme wurde besser und wir haben wesentlich mehr Druck ausgeübt.. Es gab einige lange Rallies, wir haben oft zu viele Anläufe gebraucht. Über das gute Debüt von Veit Bils habe ich mich sehr gefreut, das hat uns wirklich geholfen.“

„Wir haben ganz gut angefangen, dann“ so David Seybering. „Danach lief es nicht mehr so besonders. Ich bekam etwas Muskelprobleme, durfte aber nicht raus. Wir hatten keine Alternativen mehr. Es ging dann aber. Wir haben dann in allen Elementen besser agiert.

MSC: Henning Hogenacker, Marek Bender, Jonas Hoppe, Moritz Müller, David Seybering, Lukas Schattenberg, Chris Schäperklaus, Philippe Scheiffarth, Andreas Tins, Daniel Wernitz, Veit Bils, Moritz Liebisch, Trainer: Martin Schattenberg, Co-Trainer: Christian Schmidt.

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